wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 7. März 2014

Produktionsdatum:

2014


Erstausstrahlung:

07.03.2014


Copyright:

Stadt Wien


Die Themen der aktuellen Sendung: eine eigene Domain für Wien, die "Häuser zum Leben" bringen Jung und Alt zusammen, Möglichkeiten der BürgerInnenbeteiligung innerhalb der EU und die Bilanz zum Wiener Eistraum 2014.

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Larissa Putz, wien.at-TV: "Hallo zu wien.at-TV - das Magazin der Stadt Wien. Schön dass Sie wieder mit dabei sind. Und das sind die Themen:"
Auf den Punkt gebracht - .wien Domains sind ab sofort verfügbar
In den Häusern zum Leben heißt es einmal im Monat "Jung trifft Alt"
In der Serie "Die EU zum Anfassen": Das Haus der EU in Wien und BürgerInnen-Rechte
Und jetzt gleich: Der Wiener Eistraum - eine Bilanz

Bilanz zum Wiener Eistraum 2014

"Schöner Eislaufen als irgendwo sonst auf der Welt" - das sagt die bekannte deutsche Wochenzeitschrift "Stern" über Wien und seinen Eislaufplatz beim Rathaus. Der Wiener Eistraum zählt mit seinen 7.000 Quadratmetern zu den größten mobilen Eislaufplätzen der Welt.

Viel Platz in Verbindung mit einer einzigartigen Kulisse - dieses Angebot ist nicht nur bei TouristInnen ein Renner. Die hervorragenden Zuwächse bei den Besucherzahlen lassen darauf schließen, dass der Wiener Eistraum auch bei den Einheimischen mehr und mehr zum Fixpunkt im jährlichen Veranstaltungskalender wird.

Barbara Forsthuber, Stadt Wien Marketing GmbH: "Wir ziehen einfach mit dieser Kulisse, mit diesem Angebot an Eisfläche, an romantischem Pfad durch den Park, an Serviceleistungen und an Kulinarik jetzt immer mehr Menschen an von Jahr zu Jahr. Und wir merken auch, dass wir jetzt in eine Zielgruppe des studentischen Alters hineinkommen, die früher nicht so präsent war, die das auch immer fescher und immer lustiger finden. Also, ich glaub, wir sind am richtigen Weg."

Es sind wohl die vielen Extras, die das EisläuferInnen-Herz hier höher schlagen lassen. Sei es die Radio Wien-Disco, die die Stimmung mit aktuellen Musik-Hits aufheizt, der 750 Meter lange Laufpfad quer durch den Südpark des Wiener Rathauses oder einfach nur die vorgeheizten Schlittschuhe, die zum Ausleihen zur Verfügung stehen: Der Wiener Eistraum lässt bei Jung und Alt keine Wünsche offen. Das riesige kulinarische Angebot und die Möglichkeit zum beliebten Eisstockschießen runden das Gesamterlebnis Eislaufen ab.

Im Vorjahr begaben sich über 590.000 Besucherinnen und Besucher aufs Eis. Heuer sollen es schon 15 Prozent mehr sein - eine fantastische Bilanz für den Wiener Eistraum. Zum 19. Mal fand dieses Erfolgsprojekt heuer nun statt. Das bedeutet, dass es nächstes Jahr etwas zu feiern gibt.

Barbara Forsthuber, Stadt Wien Marketing GmbH: "Ja, wir feiern nächstes Jahr bereits das 20-jährige Eistraum-Jubiläum. Da sind wir auch sehr stolz und haben natürlich schon diverseste Pläne, die ich jetzt noch gar nicht erzählen kann, weil sie noch nicht so fix sind. Aber man darf sich überraschen lassen und es wird sicher das eine oder andere Element geben, das für einen Wow-Effekt sorgt."

Na, dann dürfen wir gespannt sein, wenn es dann nächstes Jahr zum 20. Mal heißt: Eis frei!

BürgerInnen-Beteiligung in der EU

Larissa Putz, wien.at-TV: "Bereits 20 Jahre ist es her, dass die Europäische Union gegründet wurde und nach wie vor haben die Bürger viele Fragen. Nur etwa jeder Zweite weiß über seine Chancen und Rechte Bescheid. Das Wiener EU-Haus klärt auf."

"Europa, was geht mich das an?" fragen auch 20 Jahre nach der Gründung der Europäischen Union viele BürgerInnen. Die EU bietet ihren BewohnerInnen viele Chancen, dazu müssen diese aber erst einmal ihre Rechte kennen. Wie gut die BürgerInnen informiert sind, erfragt das Wiener EU-Haus mit einem Spiel. Gelb heißt: Sie sind gut informiert. Rot heißt: Es gibt noch Nachholbedarf.

wien.at-TV: "Hast du am Anfang die gelbe oder die rote Karte hochgehoben?"

Martin Schauhuber, Student: "Ich habe die Rote hochgehoben, weil ich durchaus denke, dass da noch Luft nach oben ist, wie viel man weiß über seine Rechte."

Und der Student hat Recht. Laut einer Umfrage, wissen nur etwa mehr als die Hälfte aller ÖsterreicherInnen über ihre Rechte als EU-BürgerInnen Bescheid. Tatsächlich hat sich mit dem EU-Beitritt 1995 viel verändert.

Rudolf Zobl-Wessely, ehemaliger LKW-Fahrer: " Wenn ich denke - früher, wenn man eine Grenze passiert hat, gab es kilometerlange Staus von LKW-Kolonnen und ich habe mir gesagt: 'Solange das so ist, würde ich nie LKW-Fahrer werden'. Als dann die Grenzen geöffnet wurden, bin ich 'King of the road' geworden und habe mich dann selbst hinters Lenkrad geklemmt und habe es nicht bereut."

Nicht nur LKW-FahrerInnen können sich in der EU frei bewegen, Alle EU-BürgerInnen haben das Recht, zu wohnen und zu arbeiten wo sie wollen.

Cornelia Lienhart, Absolventin der Diplomatischen Akademie Wien: "Es ist einfach so normal, gerade bei jungen Leuten, dass man unterwegs ist, dass man dort studiert, wo anders arbeitet, viel mobiler ist und dass das alles viel unkomplizierter ist."

Eva Braunsberger, Hausfrau: "Es ist einmal die Währung - wenn sie unterwegs sind, müssen Sie nicht großartig umwechseln und so weiter."

Martin Schauhuber, Student: "Oder so Sachen wie, dass ich ins Ausland gehe und weiß, dass ich auf grundlegende Sachen aus meinem Heimatland - wie zum Beispiel Gesundheitsversorgung - auch aus dem Ausland Zugriff habe, ohne deswegen gröbste Probleme zu haben im Nachhinein."

Und wen etwas stört, der kann seine Meinung auf unterschiedliche Wege mitteilen. Angefangen von der Bürgerinitiative, über Chats mit EU-PolitikerInnen bis zur Wahl des europäischen Parlaments. Ein Besuch im EU-Haus in der Wiener City ist ein guter Anfang.

Georg Pfeifer, Haus der Europäischen Union: "Das Haus ist zu einer Anlaufstelle für Diskussion und Debatte rund um die EU und europäische Themen geworden."

Rudolf Zobl-Wessely, ehemaliger LKW-Fahrer: "Ich habe schon viel von dem Haus gehört, aber ich war noch nie drinnen. Das war heute sozusagen die Premiere. Ich habe auch diese Politiker, die ich nur vom Fernsehen kannte, einmal persönlich gesehen."

Das EU-Haus bietet jedem die Chance, seine VertreterInnen im Europäischen Parlament persönlich kennen zu lernen. Mit Hilfe der Abgeordneten haben die BürgerInnen immer mehr Macht in Europa - nun gilt, es diese zu nützen.

Neue Domain "punkt.wien"

Larissa Putz, wien.at-TV: "Wien ist Internetvorreiter! Als erste Stadt weltweit hat es Wien geschafft, sich eine eigene Endung zu sichern. So kann der Nutzer die Internetseiten der Stadt noch schneller und unkomplizierter aufrufen. Was das heißt und wie einfach es ist, zeigt der folgende Beitrag."

wandern.wien - fiaker.wien - tourismus.wien - so einfach und naheliegend können sich Internetadressen anhören. Wien hat es geschafft: Als erste Stadt weltweit hat es sich seine höchstpersönliche Endung gesichert.

Die seit kurzem verfügbaren neuen Top-Level-Domains, wie sie genannt werden, ergänzen in Zukunft die altbekannten wie .com, .at oder .org. Eine Entwicklung, die die Infrastruktur des gesamten World Wide Web vervielfachen wird. So wird nicht nur Platz gemacht für Millionen neuer Internetadressen, die von nun an möglichen zielgruppenrelevanten Endungen bedeuten außerdem einen enormen Schub in der Entwicklung des digitalen Zeitalters. Und Wien ist ganz vorne mit dabei.

Nikolaus Futter, punkt.wien GmbH: "Man muss sich vorstellen, dass der Domain-Raum im .at-Bereich mit 1,2 Millionen belegten .at-Domains schon sehr, sehr eng geworden ist. Wir schaffen jetzt Möglichkeiten für komplett neue Domains: parken.wien, freizeit.wien. Also wirklich sprechende, einfache Begriffe, die für den Standort eine ganz andere Qualität haben."

Die neue Domain .wien soll unter anderem bei stadtnahen, wirtschaftsrelevanten Projekten zum Einsatz kommen. Ein Beispiel: Die Seestadt Aspern ist online bereits unter seestadt.wien erreichbar.

Die Vergabe der Domains gliedert sich in drei Phasen: In der Sicherungsphase bis 30. April haben erstmal jene Vorrang, die sich ihre Marken- oder Namensrechte sichern wollen. Dann, in der Wettbewerbs-Phase im Juni, werden sämtliche Anfragen gesammelt. Für diese Anträge gibt es im Gegensatz zur ersten Phase keine rechtlichen Voraussetzungen. Und zuletzt, in der offenen Registrierung ab 15. Juli, gilt das Prinzip "first come, first serve", also man bekommt, was noch verfügbar ist.

Nikolaus Futter, punkt.wien GmbH: "Wir sagen immer: 'Wir schaffen den Wirtschaftsstandort Wien im Internet, den Gesellschaftsstandort Wien im Internet'. Also Wien wird im Internet zur eigenen City, die es bis jetzt in der Form nicht gegeben hat und das ist schon sehr aufregend, ein spannendes Unterfangen, und wir freuen uns riesig drüber."

Künftig wird es möglich sein, sich durch seine Internetadresse mit Wien in Verbindung zu bringen. Angesichts des internationalen Ansehens der Bundeshauptstadt sind das vielversprechende Aussichten.

"Jung trifft alt" in den Wiener Pensionisten-Wohnhäusern

Larissa Putz, wien.at-TV: "In den Wiener Pensionisten-Wohnhäusern steht nicht nur Zufriedenheit und schönes Wohnen am Programm, sondern einmal im Monat kommen die Kleinsten auf Besuch. Dann heißt es 'Jung trifft alt'. Und was dann die Jüngsten mit den Ältesten gemeinsam haben, sehen Sie jetzt."

"Miteinander wohnen, arbeiten und leben" - das ist das Motto der Wiener Pensionisten-Wohnhäuser. Das Kuratorium ist österreichweit der größte Anbieter in Sachen Seniorenbetreuung. Über 8.000 BewohnerInnen der "Häuser zum Leben" genießen hier ihren Lebensabend.

Die MitarbeiterInnen des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser bemühen sich um hohe Lebensqualität und aktive Seniorenbetreuung am Puls der Zeit. Ein Beispiel ist die Kooperation des Hauses Rossau in der Seegasse mit dem Kindergarten Lange Gasse. In der Rossau heißt es seither einmal im Monat: "Jung trifft alt".

Ulrike Perbin, Direktorin "Haus Rossau": "Heute gibt es einen Spielenachmittag. Die Besucherinnen und Besucher, die Pensionistinnen und Pensionisten sind hier im Club, der jeden Tag hier stattfindet. Die Kinder sind hier und haben Spiele mitgebracht und die ältere und die jüngere Generation spielen miteinander."

Die BewohnerInnen freuen sich immer auf den Besuch der Kinder.

Veronika Szabo, Animateurin "Haus Rossau": "Für heute habe ich Mandalas zum Ausmalen vorbereitet. Schon während der Vorbereitungszeit waren die Bewohner sehr neugierig und aufgeregt, wann die Kinder wieder kommen. Das ist eine große Freude für uns und eine Bereicherung."

Begonnen hat das Projekt zu Weihnachten mit einem Konzert der Kinder. Und im Jänner gab es einen Märchenthron, den die BewohnerInnen selbst hergestellt hatten. Und eine Seniorin hat ein Märchen erzählt.

Anna Kliem, Bewohnerin "Haus Rossau": "Das hat eine Bekannte von mir erzählt, 'Die Prinzessin auf der Erbse'. Und ich habe jedem Kind ein Tascherl gestrickt, weil sie zu Weihnachten so schön gesungen haben."

"Beim Spielen kommen d'Leut zam" - heißt es ja in einem leicht abgewandelten Sprichwort. Und geredet wird sowieso immer viel beim Spiel.

Anna Kliem, Bewohnerin "Haus Rossau": "Jeder will immer etwas anderes, aber wenn ich die Allgemeinheit der vielen Kinder anschaue, wollen sie alle etwas aus meinem Leben erfahren. Und wenn ich ihnen sage: 'Du musst dich nicht an das halten, was ich erlebt habe und wie ich dazu stehe.' Aber sie machen es."

Ulrike Perbin, Direktorin "Haus Rossau": "Wesentlich ist, dass vieles von dem Wissen, das ältere Menschen haben, an die Jugend weitergegeben wird. Es wird zum Beispiel nächsten Monat eine Gedächtnisgruppe geben, wo die Kinder einiges erfahren aus der Vergangenheit der älteren Menschen. Kinder fragen zum Beispiel: 'Warum sagt man: Das Telefon abheben und auflegen?' Weil die kennen einfach nur mehr Handys, die wissen nicht, wie das früher ausgeschaut hat. Das ist ein Wissensaustausch."

Die Kinder - so scheint es - haben nicht nur Appetit, sondern auch großen Spaß an den Besuchen im PensionistInnen-Wohnhaus.

Ulrike Perbin, Direktorin "Haus Rossau": "Für sie ist das so ein 'Oma-Opa-Gefühl', dass hier ältere Menschen warten und die Kinder rechnen damit, dass sie jetzt wieder eine Jause bekommen und alles Mögliche. Also die kommen schon gerne her."

Sicher ist, dass sie sich selbst und die BewohnerInnen auf den nächsten Besuch freuen können, denn da steht noch einiges auf dem Programm.

Ulrike Perbin, Direktorin "Haus Rossau": "Es wird noch vier Veranstaltungen geben, zweimal davon ist der sogenannte 'Märchenthron' geplant. Einmal kommen sie in diese Gedächtnisgruppe, wo es um den Austausch geht. Und im Juni planen wir ein kleines Abschlussfest."

Bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt im Haus Rossau und in den anderen über 30 "Häuser zum Leben" wiederholt wird.
Larissa Putz, wien.at-TV: "Und damit sind wir auch schon wieder am Ende heutigen Sendung. Schön, dass Sie mit dabei waren, machen Sie es gut und auf Wiedersehen."