Unterkunft für Insekten

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

13.04.2012


Copyright:

Stadt Wien


Heuer wollen die Wiener Förster gemeinsam mit den Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtnern den oft unterschätzten Kleinlebewesen mit Insektenhotels optimale Behausungen bieten.

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Jedes Jahr bewundern tausende Besucher des Wiener Christkindlmarktes den Christbaum vor dem Rathaus. Jedes Jahr muss der Baum aber dem Wiener Eistraum weichen. Dann ist es Zeit sein Holz einer neuen Bestimmung zuzuführen. Im Vorjahr wurden aus dem Stamm des Christbaumes 30 Nistkästen für Fledermäuse. Heuer wollen die Wiener Förster gemeinsam mit StadtgärtnerInnen den oft unterschätzten Kleinlebewesen mit Insektenhotels optimale Behausungen bieten.

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien: "Weil sie in Wien nicht so oft die Möglichkeit haben, wo zu wohnen, wollen wir ihnen hier in einem ganz tollen Gebäude die Möglichkeit bieten, ihre Jungen zu bekommen. Sie legen hier ihre Eier ab, in diesen vielen kleinen Löchern, die Sie hier sehen, und können sich als Nützlinge in der Stadt dann auch gut umtun."

Wildbienen, Ohrwürmer und Marienkäfer tragen wesentlich zur Artenvielfalt in der Millionenstadt Wien bei. Die kleinen Nützlinge helfen als biologische Schädlingsbekämpfer das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien: "Wenn man den Marienkäfer zum Beispiel betrachtet, der Blattläuse frisst - Blattläuse sind Viecherln, die vielleicht nicht so günstig sind und die viele Leute nicht wollen, weil sie die Pflanzen schädigen - der Marienkäfer wächst hier drinnen und der frisst diese Blattläuse. Damit ist es eine ganz tolle Sache und für Nützlinge eine sehr wichtige Sache in Wien."

Das Insektenhotel wird vielen unterschiedlichen Nützlingen Unterschlupf bieten.

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien: "Einen Bewohner haben wir schon. Wenn man sich vorstellt, dieses Insektenhotel steht jetzt erst einen Tag, hat hier eine Wespe schon eingebohrt. Die ist in das Loch hinein und hat es mit Lehm zu gemacht. Hier drinnen entwickeln sich schon die Eier der neuen Wespen. Sie sind Wildbienen - da gibt es sogar welche, die auf der roten Liste stehen, also die gefährdet sind, die es nicht mehr oft gibt - die kommen auch hier her und machen ihre Jungen hier. Die Florwespe ist eine Zielgruppe und viele verschiedene andere Wespenarten auch, die sich hier einbohren und leben können."

Acht Insektenhotels werden in den kommenden Tagen an sonnigen Plätzen in den Wiener Parks und je einer bei der Waldschule Ottakring und beim Nationalparkhaus in der Lobau aufgestellt.