Nachbarschaftsaktion in Wiener Gemeindebauten

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

05.01.2012


Copyright:

Stadt Wien


Seit gut einem Jahr heißt es in Wiens Gemeindebauten "Willkommen Nachbar", ein Projekt das neu zugezogenen Mietern, den Einstieg ins unbekannte Wohngebiet erleichtern soll und vor allem die Nachbarn einander näher bringen soll.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Seit gut einem Jahr heißt es in Wiens Gemeindebauten 'Willkommen Nachbar', ein Projekt das neu zugezogenen Mietern, den Einstieg ins unbekannte Wohngebiet erleichtern, und vor allem auch die Nachbarn einander näherbringen soll."

Die Nachbarn der Erde sind Venus und Mars. Slowenien, Tschechien und Ungarn sind drei von acht Nachbarstaaten von Österreich. Niederösterreich benachbart Wien und wie heißen Ihre Nachbarn?

"Ah, ist jemand da - sehr schön. Grüß Gott!"

"Willkommen Nachbar", so heißt das Projekt dem auch Hermine Bestenlehner und Frau Christine Asprian angehören. Wenn in ihren Gemeindebau jemand neu einzieht, so bekommt er von diesen beiden Damen Besuch.

Christine Asprian, Willkommen Nachbar: "Ich wohne jetzt mittlerweile schon 14 Jahre in der Anlage. Mittlerweile wohne ich sehr gerne hier und es waren eigentlich nur ganz, ganz wenige Parteien - also Menschen, die sich gegenseitig gegrüßt haben."

Hermine Bestenlehner, Willkommen Nachbar: "Es sind jetzt so viele neue Mieter eingezogen, die man nicht mehr kennt. Die Alten sind gestorben oder ins Pensionistenheim gegangen und das war irgendwie alles fremd und ein bisschen unangenehm. Es ist nicht gegrüßt worden, so wie früher… man ist so aneinander vorbei."

Christine Asprian, Willkommen Nachbar: "Von manchen hat man oft gar nicht gewusst, wohnen die in der Anlage oder gehen die nur durch? Weil wir haben immerhin zwei Eingänge, also einen öffentlichen Durchgang. Gehören die hier her? Und so weiter. Und das hat ja auch irgendwo mit Sicherheit zu tun."

Josef Cser, wohnpartner: "Bei den wohnpartnern geht es sehr stark um Kommunikation. Denn wir wissen, Kommunikation hat einen sehr starken präventiven Charakter. Es geht hier darum, dass Alteingesessene Neu-Hinzukommende begrüßen und in die formellen und informellen Bräuche und Sitten einführen."

Christine Asprian, Willkommen Nachbar: "Meine Kollegin, die Frau Bestenlehner hat etwas für Sie mitgebracht."

Hermine Bestenlehner, Willkommen Nachbar: "Da ist drinnen, was Sie vielleicht an Nummern und Adressen brauchen."

Josef Cser, wohnpartner: "In Wien gibt es 2.000 Gemeindebauten, 2.000 Wohnhausanlagen und wie gerade gesagt, 30 bis 50 Personen machen mit. Das heißt wir haben noch sehr, sehr viel Kapazität auf diesem Bereich."

Christine Asprian, Willkommen Nachbar: "Was sich im positiven Sinne verändert hat, dass alleine die Menschen, die sich dafür einsetzen, dass wir näher zusammengerückt sind."

Hermine Bestenlehner, Willkommen Nachbar: "Und mir gefällt es, weil man sich jetzt viel mehr grüßt. Ich werde oft angesprochen und habe mir das Gesicht ja doch nicht gemerkt und die grüßen dann schon und dann denk ich mir: 'Ja ja, die habe ich ja begrüßt.' Das ist lieb, das gefällt mir unheimlich."

Hermine Bestenlehner, Willkommen Nachbar: "Das ist die Tasche für Sie, bitteschön."

Mieterin: "Danke. Auf Wiedersehen."

Hermine Bestenlehner, Willkommen Nachbar: "Auf Wiedersehen."