wien.at-TV - Jahresrückblick 2011

Produktionsdatum:

2011


Erstausstrahlung:

30.12.2011


Copyright:

Stadt Wien


Bürgermeister Michael Häupl zieht Bilanz und wien.at-TV gibt einen Überblick über die Ereignisse des letzten Jahres. Es hat sich viel getan in der Stadt und das soll sich 2012 auch nicht ändern.

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Moderatoren: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV, dem aktuellen Magazin der Stadt Wien. Diese Woche haben wir folgende Themen für Sie…Finden Sie das etwa normal? Finden Sie das etwa normal?"

Alle Jahre wieder - auch 2011 war Weihnachten im Jänner vorbei. Und auch im Jänner 2013 wird Weihnachten wieder vorbei sein. Wie sich das soziale Wien allerdings weiterentwickeln wird, das wissen wir nicht.

Mona Müller, wien.at-TV: "Herr Bürgermeisters, ganz Europa hat Geldsorgen. Wird Wien so sozial bleiben, wie es jetzt ist?"

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Natürlich hängt das auch davon ab, wie sozial wir sein können. Wie sehr uns der momentane - ich sag's ungeschminkt - Wahnsinn, der in Europa ausgebrochen ist, tatsächlich auch lässt. Aber ein wesentlicher Faktor ist, wie sehr gelingt es, neben dem In-Ordnung-Halten öffentlicher Haushalte auch die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Wir werden Wachstum brauchen, nur dann haben wir etwas zu verteilen. Und Wien hat eine große Tradition auch in schwierigen Zeiten, in sehr schwierigen Zeiten, seine soziale Kompetenz aufrecht zu erhalten und das werden wir auch diesmal tun."

Menschen, die Anspruch auf soziale Leistungen haben, waren und sind bei der Servicestelle der MA 40 gut beraten.

Ob Mindestsicherung, Heizkostenzuschuss oder Pflegegeld - das Angebot ist groß. In der Servicestelle kann jedenfalls rasch geklärt werden, ob ein Anspruch auf eine bestimmte Leistung besteht.

Weiterbilden wäre auch noch schön, daher ist es so, dass…

Mario Rieder, Wiener Volkshochschulen: "…alle Menschen, die einen Mobilpass der Stadt Wien haben, die Möglichkeit haben, sehr viele Kurse bei den Wiener Volkshochschulen um nur einen Euro pro Unterrichtsstunde zu besuchen."

Während es auf bundespolitischer Ebene heftige Diskussionen um die neue Mittelschule gibt, will Wien das Angebot erweitern. Schließlich soll auch das Lesen gefördert werden. Das erst kürzlich gestartete Projekt LesepatInnen zeigt schon jetzt erste Erfolge.

Neben der Renovierung von Kindergärten wurden auch einige Neubauprojekte realisiert. So entsteht etwa derzeit im Stadtpark ein hochmoderner Kindergarten für acht Gruppen.

Wenn Sie in den nächsten Wochen und Tagen vermehrt junge Menschen ins Berufsleben springen sehen, dann könnte da die Wiener Ausbildungsgarantie dahinter stecken. Die hilft jungen Menschen in Wien die Schnittstelle zwischen Ende der Schulzeit und Beginn des Arbeitslebens zu meistern.

In Simmering hat man sich über ein neues Bildungszentrum gefreut.

Jedes Jahr, wenn die Sonnenstrahlen an Intensität gewinnen, beginnt ein buntes Frühlingserwachen in den Wiener Parks. In den kommenden Wochen wird in den Grünflächen eifrig gepflanzt.

Jugendlicher: "Wenn überall Schnee liegt kannst da herkommen. Das ist die einzige Halle halt."

Im Indoor- und Outdoor-Bereich können sich Kletterenthusiasten auf mehr als 2.700 Quadratmetern austoben.

Kicken und dann lernen und dann wieder kicken.

Miroslav Sraihans, 1. Simmeringer Sportclub: "Integrationsarbeit am Fußballplatz ist heutzutage etwas, was eigentlich normal sein sollte und für uns halt einen besonderen Schwerpunkt gewonnen hat."

Sportplatz Wien heißt das Programm, mit dem die Stadt die Bewohner anregen will, sich mehr zu bewegen und fitter zu werden.

Mutter: "Ich bin seit vier Jahren in Wien und habe selber Deutsch gelernt zuerst. Und dann im Deutschkurs."

Mutter: "Ich habe Deutsch gelernt im Deutschkurs Mama lernt Deutsch."

Mona Müller, wien.at-TV: "Thema Integration - seit ewigen Zeiten ein Thema. Wann wird Integration kein Thema mehr sein?"

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Das weiß ich nicht, sage ich ganz offen. Es wird immer eins sein solange es Zuwanderung gibt. Wir haben ja in Wien reichlich Erfahrung, wir haben über viele Jahrhunderte Zuwanderung. Das war als Wien noch die Hauptstadt des großen Kaiserreichs gewesen ist und das ist es jetzt, in diesem neuen Europa genauso. Wichtig ist vielmehr: Welche Voraussetzungen treffen wir damit die Integration gelingt? Und ich denke, da sind wir auf einem sehr guten Weg. Insbesondere was die Sprachkompetenz betrifft - also Deutschlernen ist ein conditio sine qua non, also eine absolute Voraussetzung dafür, dass die Integration auch funktionieren kann, Einstieg in das Bildungssystem… Niemand muss seine eigene Kultur aufgeben, wir wollen keine Assimilation. Aber es ist überhaupt gar keine Frage, dass man natürlich in einem Land, in dem man lebt, auch an der Gesellschaft entsprechend teilnimmt. So gesehen sage ich: Wir sind nicht am Ziel, aber wir sind ganz gut voran gekommen die letzten Jahre."

Viel getan hat sich im vergangenen Jahr auch auf Europas größter Baustelle, dem Hauptbahnhof.

Der Arsenalsteg wird über die Gleisanlagen des künftigen Hauptbahnhofs eingehoben. In Zukunft wird dieser Steg zwei Bezirke miteinander verbinden.

Derzeit ist es noch ein karges Stahlgerüst. Bald werden die tonnenschweren Bauteile aber das charakteristische Rautendach des Wiener Hauptbahnhofs bilden.

Und was ist noch passiert?

Die Nacht-U-Bahn hat ihren ersten Geburtstag gefeiert. Der Ring-Radweg wurde ausgebaut. Und: Ab März fährt man im Wiener öffentlichen Verkehrsnetz um einen Euro pro Tag. Die Mariahilfer Straße wird auch ein neues Gesicht bekommen. Und: Das Jüdische Museum erscheint bereits in neuem Kleid.

Zeitung lesen, das war gestern. Heute lesen viele nur noch auf mobilen Endgeräten, wie etwa auf dem iPhone oder auf dem iPad. Für sie hat sich die Stadt Wien jetzt eine eigene Applikation einfallen lassen.

Open Government bedeutet die Öffnung von Regierung und Verwaltung gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft. Wien hat sich geöffnet.

Sein Herz geöffnet hat auch Bürgermeister Michael Häupl, und zwar gegenüber der Meeresschildkröte Puppi im Haus des Meeres.

Michael Mitic, Haus des Meeres: "Eigentlich, sie hat einen dicken Panzer, sie ist kulinarischen Verlockungen nicht abgeneigt und vor allem sie schwimmt in einem Haibecken herum, aber sie ist der Chef. Und so kam ich dann einfach auf den Herrn Bürgermeister."

Mona Müller, wien.at-TV: "Hat sich da eine tiefere Freundschaft entwickelt?"

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Naja, wie jeder weiß, gibt es auch bei mir ein Leben vor der Politik - das war in der Biologie. Das war insbesondere die letzten acht Jahre in der Herpetologie. Und da kann man sich mit Schildkröten natürlich sehr viel leichter anfreunden. Es werden die Menschen wahrscheinlich viel weniger Verständnis haben, dass ich auch ein Freund der Schlangen bin. Aber bei Schildkröten und insbesondere bei der Puppi ist das leicht. Ich kann nur jedem empfehlen, dass er die Puppi besucht. Ob sie jeder füttern soll, da würde ich Vorsicht walten lassen als Ungeübter, denn die Puppi kann ganz schön bissig sein."

Peng! Der steht nicht mehr, der Schornstein. Er hat seinen Platz geräumt für das neue Krankenhaus Nord - ein Baustein des Wiener Spitalskonzeptes 2030. Nicht zu verwechseln mit dem Wiener Geriatriekonzept, das ist wieder etwas anderes. Bis 2015 entstehen damit neun neue Pflegewohnhäuser. Und das jetzt bitte nicht verwechseln mit den Wohngruppen für Fortgeschrittene.

Hana Walter, Bewohnerin: "Es ist einfach eine Geselligkeit da, die nichts kostet und die irrsinnig viel bringt. Und ich denke, im Alter sollte man die sozialen Kontakte wirklich pflegen. Und hier geschehen sie einfach, da muss man gar nicht viel dazu beitragen."

6.250 neue geförderte Wohnungen werden durch die Wohnbauinitiative gebaut.

Und die Entsorgungsbetriebe Simmering, der größte Stromverbraucher der Stadt, versorgt sich jetzt selbst mit Energie.

"Was wir laufen haben ist sozusagen nicht der heißeste Scheiß aus dem letzten Jahr, sondern es sind einfach Empfehlungen."

Mona Müller, wien.at-TV: "Herr Bürgermeister, ein Rot-Grün-Resümee: Was hat 2011 gebracht und wie geht es weiter?"

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Es war ein gutes Jahr. Denn ich denke, wir haben zeigen können, dass man auch wenn man kontroversielle Standpunkte hat, diese vernünftig, rational, friedlich und in einem Miteinander auflösen kann. Es geht ja nicht darum, dass man keine Konflikte hat, das gibt es ja nirgends. Selbstverständlich gibt es auch Konflikte in Beziehungen, in Freundschaften. Es kommt immer darauf an, wie löst man sie auf? Das ist der wichtige Punkt an der Geschichte. Und das, glaube ich, haben wir jetzt zeigen können. Es ist uns gut gelungen und das ist eine Menge wert. Es wird vielleicht den einen oder anderen Konflikt geben, der noch härter ist in Interessensunterschieden. Etwa bei der Frage Wahlrecht, das für uns eine wichtige Frage ist. Werden wir auch austragen müssen. Aber ich bin heute überzeugt, absolut überzeugt, am Ende des Tages wird es eine Lösung geben und es wird vor der nächsten Gemeinderatswahl im Jahr 2015 ein neues Wahlrecht geben, nach dem dann dort gewählt wird."

Die Wiener Stadthalle hat mit Disney und dem Performing Center Austria eine Kooperation vereinbart. In den kommenden drei Jahren sind 50 Musical-Shows in der Halle F geplant.

Preise hat die Stadt im vergangenen Jahr viele vergeben. So etwa den Centrope-Preis für herausragende, grenzüberschreitende und völkerverbindende Leistungen, den Zukunftspreis für die forschenden Köpfe in Wien, den Fachhochschulen Best Paper Award, den Content Award für die besten Games, Apps und Animationen und bereits zum zehnten Mal den Frauenpreis.

56 Sendungen, 168 Beiträge, 504 Minuten Information - das war ein kleiner Auszug aus dem Wiener Jahr 2011.

Mona Müller, wien.at-TV: "Was wünschen Sie uns und unseren Sehern für 2012?"

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Allen HörerInnen und SeherInnen wünsche ich: Die Wünsche, die gerechtfertigt sind, die mögen in Erfüllung gehen."

Soweit das Neueste aus Wien. Danke für Zuschauen. Danke fürs Dabeisein. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV.