wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 23. September 2011

Produktionsdatum:

2011


Erstausstrahlung:

23.09.2011


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. In der Nacht der Jugend präsentieren die Vereine der Wiener Kinder- und Jugendarbeit was sie drauf haben. Ausgrabungen der Stadtarchäologie am Gelände des Hauptbahnhofes ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit. Der Monat der Senioren ist Thema des Mediengesprächs mit Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

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David Settelmaier, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at- wien.at-TV. Ich freue mich, dass Sie zusehen. Beginnen wir die Sendung mit einem kurzen Themenüberblick:"

Nacht der Jugend - Junge Wiener feiern
Ausgrabungen - Ein Blick in die Vergangenheit
Mediengespräch - Pflege und Betreuung in Wien

Nacht der Jugend

David Settelmaier, wien.at- wien.at-TV: "Bereits zum dritten Mal geht am 30. September die 'Lange Nacht der Jugend' über die Bühne. Dabei präsentieren die Vereine der Wiener Kinder- und Jugendarbeit was sie drauf haben. Über 50 Locations sind dabei, mit Aktivitäten wie Soundmixen, Gokart-Racing oder einem Schreibwettbewerb."

Am 30. September machen die Wiener Kinder- und Jugendvereine wieder die Nacht zum Tag. Denn dann findet wieder die Lange Nacht der Jugend statt.

Brigitte Bauer-Sebek, MA 13 - Jugend/Pädagogik: "Es geht darum, dass die Angebote der gesamten außerschulischen, offenen Jugendarbeit präsentiert werden. Einerseits natürlich dem jungen Zielpublikum, aber auch, dass sich die Vereine mit all ihrer breiten Angebotspalette auch einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können."

Das Angebot der Langen Nacht der Jugend ist so vielfältig wie die jungen Wiener selbst. Es reicht von Sport über Musik bis hin zur Kulinarik.

Michael Höflinger, MA 13 - Jugend/Pädagogik: "Das Motto der Lajuna ist heuer vor allem, Angebote im öffentlichen Raum zu setzen. Wir haben auch sehr stark auf Kooperationen gesetzt. Und da möchte ich jetzt drei Veranstaltungen besonders hervorheben: Am Urban-Loritz-Platz wird es die Veranstaltung 'Den Gürtel enger schnallen' geben, wo vor allem Lehrlinge, die beim KUS-Soundproject mitgemacht haben auf der Bühne stehen und die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Mädchencafe Neubau stattfinden. Und auch der Verein Wiener Sozialprojekte, das Projekt 'Check-it', wird vor Ort sein."

Wichtig ist aber auch der enge Kontakt der Wiener Jugendeinrichtungen zur Jugendszene. Im Programm wird darauf besondere Rücksicht genommen.

Patrick Neuzil, MA 13 - Jugend/Pädagogik: "Ein wesentlicher Schwerpunkt heuer, auch im Rahmen der Lajuna, ist, dass man auf die jugendkulturellen Trends eingeht, sprich Beatboxing, DJing. Und hier haben wir sowohl im Indoor- als auch im Outdoorbereich unterschiedliche Workshops, Contests und Jam-Sessions geplant."

Michael Höflinger, MA 13 - Jugend/Pädagogik: "Wir haben in ganz Wien, in jedem Bezirk zumindest einen Ort. Insgesamt sind es über 70 Locations dieses Jahr. Es sind 25 Vereine der offenen Jugendarbeit, einige Vereine der Wiener Kinder- und Jugendorganisationen und, wie gesagt, unsere Kooperationspartner und -partnerinnen: die Büchereien Wien, die Volkshochschulen. Aber auch das Figurentheater zum Beispiel 'Drei zur Dritten' im 3. Bezirk, werden mitmachen."

Ausgrabungen

David Settelmaier, wien.at- wien.at-TV: "Auf der größten Baustelle der Stadt, dem Wiener Hauptbahnhof, tut sich derzeit viel. Seit Juni etwa entsteht das charakteristische Rautendach. Doch abseits der Bauarbeiten hat ein Team der Stadtarchäologie etwas Besonderes entdeckt. Wir haben einen Blick in die Vergangenheit Wiens geworfen."

Mit dem Bau des Wiener Hauptbahnhofs beginnt in Wien eine neue Ära. Doch was war eigentlich vor dem neuen Bahnhof da? Ein Team der Stadtarchäologie geht genau dieser Frage nach und buddelt nach Antworten.

Karin Fischer-Ausserer, Wiener Stadtarchäologie: "Wir haben Straßenläufe verorten können. Wir haben einen Straßengraben gefunden, Wir haben eine Wasserleitung aus dem 18. Jahrhundert finden können. Und aufgrund dessen haben wir jetzt eben diese Grabung geplant, die höchstwahrscheinlich bis in den Winter hinein laufen wird."

Anhand von sogenannten Suchschnitten konnten die Archäologen in die Geheimnisse des Erdreichs einblicken. Mittlerweile gibt es drei Grabungsprojekte.

Karin Fischer-Ausserer, Wiener Stadtarchäologie: "Wir stehen hier im Bereich des Projektes 3. Man sieht im Gelände noch die Suchschnitte, die jetzt schon sozusagen durch die Grabung erweitert wurden, und haben hier die Vorgängerstraße der Gudrunstraße erfassen können, die auf Plänen des 18. Jahrhunderts, im Speziellen auch auf einem Plan etwa um 1730 schon drauf war, die also älter ist. Wir können den Verlauf, die Dimensionen abschätzen, die Richtung, in die diese Straße gegangen ist."

Das Team hat aber auch eine weitere Straße entdeckt. Sie führt in Richtung Schwarzenbergplatz und wird von den Archäologen als Prinz-Eugen-Straße bezeichnet.

Karin Fischer-Ausserer, Wiener Stadtarchäologie: "Diese Prinz-Eugen-Straße wird begleitet von der Urselbrunnen-Wasserleitung, die wir auch gefunden haben. Der Urselbrunnen konnte im 10. Bezirk, Laaer Berg entdeckt werden und hat zwei Phasen. In der ersten Phase als einfacher Brunnenbau einfach für die Wasserversorgung der Umgebung. Und in einer zweiten Phase wurde er von Fischer von Erlach sozusagen um diese unterirdische Wasserleitung ergänzt, um im Palais Schwarzenberg diese Fontänen mit Wasser speisen zu können und eben diese Gartengestaltung auszubauen. Deshalb eben als Zeitzeugnis wieder sehr spannend."

Die Ausgrabungsarbeiten werden noch bis in den Winter dauern, denn gegraben wird bei jeder Jahreszeit. Danach müssen aber etwa die Straßenverläufe der alten Gudrunstraße den neuen Bauten des Hauptbahnhofs weichen.

Karin Fischer-Ausserer, Wiener Stadtarchäologie: "Ein Archäologe nennt eine Ausgrabung eine 'organisierte Zerstörung'. Es bleibt meistens nach der Ausgrabung nichts mehr übrig. Wir graben schichtenweise von oben nach unten um die einzelnen Epochen und Zeitstufen und Befunde klar abdecken zu können. Wenn wir bei der Neuzeit beginnen, übers Mittelalter, Römerzeit, kommen wir über die Urzeit vielleicht irgendwann auf den geologisch gewachsenen Boden."

Die Arbeiten werden aber trotzdem genauestens dokumentiert und möglicherweise in einer Ausstellung aufgearbeitet. Spätestens dann können die Wiener wieder Einblicke in die Geschichte ihrer Stadt nehmen.

Monat der Senioren

David Settelmaier, wien.at- wien.at-TV: "Jetzt geht’s wieder ins Rathaus zum wöchentlichen Mediengespräch des Bürgermeisters. Dort hat Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely auf die vielen Maßnahmen der Stadt in Sachen Pflege und Betreuung aufmerksam gemacht."

In Wien leben mehr als 380.000 Menschen, die über 60 Jahre alt sind. Rund 80.000 sind sogar über 80. Ihnen widmet die Stadt jetzt einen eigenen Monat, nämlich den Monat Oktober.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Den Monat der Seniorinnen und Senioren habe ich deshalb ausgerufen, um in allen Bereichen der Stadt den Schwerpunkt darauf zu legen, für Seniorinnen und Senioren etwas zu machen. Und das Tolle ist: es sind über 300 Veranstaltungen, Tage der offenen Tür, Events für die Menschen über 60 in unserer Stadt herausgekommen. Spiel, Spaß, aber vor allem auch ganz viel Information."

Doch auch in den anderen elf Monaten des Jahres erhalten Wiens Senioren ein Angebot, das sich sehen lassen kann. Denn die Stadt investiert viel Geld in Pflege und Betreuung.

Peter Hacker, Fonds Soziales Wien: "Insgesamt im Jahr 2010 über 655 Millionen Euro. Das sind ungefähr zwei Drittel unseres Gesamtbudgets. Der Fonds Soziales Wien ist ja auch noch für Menschen mit Behinderung zuständig, und so weiter. Aber der größte Bereich, ist der Bereich Pflege und Betreuung."

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser. Im kommenden Jahr wird es sein Angebot noch individueller gestalten. Zielgruppen sind jene Menschen, die eigenständig leben möchten, jene, die nicht mehr zu Hause leben können und jene, die rund um die Uhr Betreuung brauchen.

Gabriele Graumann, Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser: "Wir werden ein ganz neues Leistungsangebot einführen und das schrittweise. Das heißt, wir wollen all denjenigen, die es brauchen, anbieten: Pflege und Betreuung individuell zugeschnitten. Und wir werden das schrittweise machen."

Also, ganz gleich welche Art von Betreuung man braucht, in Wien ist für jeden etwas dabei. Genau deshalb zählt das Angebot zu den besten in ganz Österreich.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Wir sind Spitzenreiter. Spitzenreiter sowohl was die Versorgung betrifft als auch was die Vielfalt betrifft. Denn was ich für ganz besonders wichtig halte, ist, dass nicht, wenn man alt wird, es auf einmal nur mehr eine Art gibt, die man für die Pflege kriegt, - das würde man sich als jüngerer Mensch auch nicht gefallen lassen - sondern entsprechend der Bedürfnisse von der schwer medikalisierten Pflege, wo 24 Stunden ein Arzt da ist, bis zu Wohngruppen, Wohngemeinschaften, betreutem Wohnen im Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser, wir eine ganz große Palette an Vielfalt haben in dieser Stadt. Und da können alle Wienerinnen und Wiener sehr stolz darauf sein, aber auch sehr beruhigt alt werden."

Tipp

David Settelmaier, wien.at- wien.at-TV: "Soweit wieder das Neueste aus Wien. Mit einem Tipp verabschiede ich mich jetzt. Bis zum nächsten Mal bei wien.at- wien.at-TV."

Bis 13. Oktober zeigt die Kleine Galerie Malereien und Grafiken von Herwig Zens und Adolf Frohner. Manche Frohner-Bilder werden sogar erstmals gezeigt.