MedUni Wien entwickelt Herzunterstützung

Produktionsdatum:

2011


Erstausstrahlung:

03.06.2011


Copyright:

Stadt Wien


Wenn das Herz einmal zu schwach ist, um den Körper zu unterstützen, dann sind die Überlebenschancen gering. Doch ein Kunstherz mit Wiener Know-how gibt Patienten wieder eine Zukunft. Die MedUni Wien ist weltweit federführend in der Entwicklung dieser Hightech-Geräte, und das schon seit langem.

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David Settelmaier, wien.at-TV: "Wenn das Herz einmal zu schwach ist, um den Körper zu unterstützen, dann sind die Überlebenschancen gering. Doch ein Kunstherz mit Wiener Know-how gibt Patienten wieder eine Zukunft. Die MedUni Wien ist weltweit federführend in der Entwicklung dieser Hightech-Geräte, und das schon seit langem."

Drei Jahrzehnte schon arbeitet die MedUni Wien an der Entwicklung des Kunstherzens. Mit Erfolg, denn die Kunstherzen werden immer ausgereifter und die Träger sind immer zufriedener.

Georg Wieselthaler, MedUni Wien: "Im landläufigen Jargon versteht man unter Kunstherz jede Form von mechanischer Herzunterstützung. Herzunterstützung bedeutet, dass Sie Blutpumpen haben, die das versagende Herz eben unterstützen können beziehungsweise vollkommen ersetzen können."

Das Kunstherz kommt bei der sogenannten Herzinsuffizienz zum Einsatz. Das bedeutet, dass das Herz zu schwach ist, um den Körper zu unterstützen.

Georg Wieselthaler, MedUni Wien: "Früher hat man das versagende Herz vollkommen herausgeschnitten und durch zwei Blutpumpen ersetzt. Heute haben wir die Situation, dass wir Blutpumpen an das Herz annähen und vornehmlich nur die linke Herzkammer unterstützen. Daher sprechen wir heute eher von Herzunterstützungssystemen und nicht von Kunstherzen per se."

War das Kunstherz früher noch ein großer Koloss, ist es heute ein kleines Hightech-Gerät. Mit Wiener Know-how wird es in den USA produziert.

Georg Wieselthaler, MedUni Wien: "Da schwimmt ein Rotor im Magnetfeld wie ein Wasserskifahrer im Blut, und dadurch ist es möglich mit sehr kleinen Leistungen, in der Gegend von drei bis fünf Watt Batterieleistung, den Patienten zu unterstützen, so dass der auch mit kleinen Batteriepaketen einen ganzen Tag unterwegs sein kann."

Ursprünglich war das Kunstherz als Überbrückung bis zu einer Herztransplantation gedacht. Heute wählen es viele Patienten als dauerhafte Option.

Gustav Hrdlicka, Kunstherz-Patient: "100 Tage nach der Operation bin ich bereits wieder auf den Skiern gewesen und bin Ski gelaufen. Jetzt fahr ich Rad, jetzt geh ich Nordic Walken, ich mache vieles. Und dank meiner vorhergehenden beruflichen Tätigkeit als Sportlehrer habe ich auch ein bisschen Wissen, wie man sich wieder aufbauen kann, und in Zusammenarbeit mit den Ärzten funktioniert das wunderbar."