wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 14. Jänner 2011

Produktionsdatum:

2011


Erstausstrahlung:

14.01.2011


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Die Servicestellen der Stadt bieten Unterstützung bei Fragen zu Sozialleistungen. Ein neuer Ratgeber für Eltern soll bei Erziehungsfragen behilflich sein. Klettern mitten in der Stadt ist in Wien möglich.

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David Settelmaier, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV. Ich freue mich, dass Sie zusehen. Beginnen wir die Sendung gleich mit einem Themenüberblick."

Soziales - Servicestelle bietet Unterstützung
Erziehung - Neuer Ratgeber
Freizeit - Klettern mitten in der Stadt

Servicestelle

David Settelmaier, wien.at-TV: "Mehr als 90.000 Wiener haben im vergangenen Jahr das soziale Serviceangebot der Stadt genutzt. Vor allem die Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung hat für einen großen Ansturm gesorgt. Eine besondere Servicestelle der Magistratsabteilung 40 sorgt dafür, dass Bürger rasch und unkompliziert Information und Hilfestellung beim Zugang zu Sozialleistungen bekommen."

Die Servicestelle der Magistratsabteilung 40 im 3. Bezirk. Sie ist die zentrale Anlaufstelle für Bürger, die das breite soziale Angebot der Stadt nutzen möchten.

Elisabeth Paschinger, Sozialamt Servicestelle (MA 40): "Die Servicestelle ist eine Einrichtung der Magistratsabteilung 40 und hat sich zum Ziel und zur Aufgabe gemacht, allen Wienerinnen und Wienern den Zugang zu den vielfältigen sozialen Leistungen, die die Stadt Wien ja bietet, möglichst rasch und unbürokratisch zu ermöglichen."

Ob Mindestsicherung, Heizkostenzuschuss oder Pflegegeld, das Angebot ist groß. In der Servicestelle kann jedenfalls rasch geklärt werden, ob ein Anspruch auf eine bestimmte Leistung besteht.

Elisabeth Paschinger, Sozialamt Servicestelle (MA 40): "Die Menschen erkundigen sich bei uns, ob sie Ansprüche haben, wie sie diese Ansprüche geltend machen können und wie sie diese Leistungen erhalten."

Auch jene, die mit dem sozialen Angebot nicht zufrieden sind, können sich an die Servicestelle wenden.

Elisabeth Paschinger, Sozialamt Servicestelle (MA 40): "Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die mit unserer Leistung nicht zufrieden sind. Auch das wird von uns sehr ernst genommen. Wir gehen hier jeder Beschwerde nach und schauen, dass wir zu einer individuellen Lösung kommen."

In der Servicestelle der Magistratsabteilung 40 können sich Bürger auf rasche und kompetente Hilfe verlassen. Beispiel: Mindestsicherung.

Elisabeth Paschinger, Sozialamt Servicestelle (MA 40): "Vor allem im Bereich der neuen Mindestsicherung, die Neuanträge. So alle Voraussetzungen vorliegen, so auch die Betroffenen am Verfahren mitwirken, kann ich sagen, dass ein Antrag nicht länger als drei Tage dauert."

Im vergangenen Jahr haben sich etwa 100.000 Menschen telefonisch an die Servicestelle gewandt. Mehr als 4.000 haben direkt vorbei geschaut.

Elisabeth Paschinger, Sozialamt Servicestelle (MA 40): "Es kann zu uns jeder kommen, es kann uns auch jeder anrufen. Wir haben ein Servicetelefon, das Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt ist. Unter 4000-8040 erhalten Sie allgemeine Auskünfte und man kann auch persönlich hier her kommen, in die Servicestelle und sein Anliegen, sein konkretes, sein individuelles Anliegen besprechen. Und wir informieren, beraten und kümmern uns um das Anliegen."

Erziehung

David Settelmaier, wien.at-TV: "Die Erziehung von Kindern kann eine große Herausforderung sein - vor allem, wenn Job und Haushalt noch dazu kommen. Hilfe bietet jetzt ein neuer Erziehungsratgeber des Amts für Jugend und Familie. Anhand von kurzen, amüsanten Beiträgen soll er Eltern bei der Erziehung ihres Kindes unterstützen."

Es ist nicht immer leicht, Mama oder Papa zu sein. Denn oft stoßen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder an ihre Grenzen. Unter dem Titel "Das kleine 1x1 der Erziehung" hat das Amt für Jugend und Familie jetzt einen Ratgeber herausgebracht, der Eltern unterstützen soll.

Belinda Mikosz, MAG ELF - Psychologischer Dienst: "Wenn es um die seelische Gesundheit geht - also um das Familienklima: Wie gehe ich mit einem Kind um? - da kommen Eltern sehr oft an ihre Grenzen. Dann sind sie überfordert und was macht man, wenn man überfordert ist? Man reagiert aus dem Bauch. Und diese Baureaktionen, die gehen manchmal in Richtung Gewalt. Und wir wollen natürlich ein Familienklima für Kinder, das gewaltfrei ist."

Anhand von kurzen, amüsant zu lesenden Beiträgen können Eltern erfahren, was für ihre Kinder ganz besonders wichtig ist.

Belinda Mikosz, MAG ELF - Psychologischer Dienst: "Jeder von uns weiß, wenn ich positiv mit einem Kind rede, wenn ich Mut mache, wenn ich sage: 'Super, wie du kletterst!', wird das Kind besser motiviert als wenn ich sage: 'Pass auf, du fällst runter.' Also, da ist schon das Negative drinnen. Das soll einfach ein bisschen auch anleiten, dass man anders formuliert, dass mehr Mut macht, dass man nicht abwertet, dass man keine Zynismen verwendet in der Erziehung, sondern eher das Positive hervorkehrt. Aber in manchen Dingen auch klare Regeln aufstellt."

Eine zentrale Botschaft des Ratgebers: dem Kind zuhören und ihm Vertrauen schenken.

Belinda Mikosz, MAG ELF - Psychologischer Dienst: "Es geht nicht immer um die Quantität, sondern um die Qualität. So kurze Zeit signalisieren: jetzt höre ich dir zu - und da höre ich wirklich zu. Das wäre ganz wichtig. Das würde viel entkrampfen, viel entspannen. Und auf das schauen wir halt und versuchen wir auch zu vermitteln."

Neben dem "kleinen 1x1 der Erziehung" gibt es noch weitere Ratgeber, die sich mit dem Thema Kindererziehung befassen.

Belinda Mikosz, MAG ELF - Psychologischer Dienst: "Das ist also nach Altersgruppen getrennt. Da wäre das Schritt für Schritt als Eltern fit. Da geht es um die Altersgruppe 0 bis sechs Jahre, also Vorschulkinder. Dann Großziehen oder einfach wachsen lassen. Das ist der Ratgeber für Schulkinder. Und jetzt kommt etwas, das viele Eltern vielleicht zum Schmunzeln bringt: Pubertät oder: 'Eltern sind peinlich'. Das ist eine Phase im Leben eines Kindes, wo Eltern sehr herausgefordert werden." Selbst wenn die Erziehung der eigenen Kinder manchmal schwierig ist, Eltern können sich darauf verlassen, dass sie Unterstützung bekommen.

Belinda Mikosz, MAG ELF - Psychologischer Dienst: "Wenn Überforderung da ist, wenn man das Kind nicht mehr versteht, dann sollte man professionelle Beratung aufsuchen, bevor man da wild zu agieren beginnt. Das wäre die Botschaft. Und die MA 11, die Jugendwohlfahrt, ist in erster Linie da auch zu unterstützen und zu helfen. Und zu schauen, dass es Familien und den Kindern in den Familien gut geht."

David Settelmaier, wien.at-TV: " 'Das kleine 1x1 der Erziehung' liegt in allen Regionalstellen der MAG ELF sowie in den Eltern-Kind-Zentren auf."

Klettern

David Settelmaier, wien.at-TV: "Abschließend begeben wir uns noch in luftige Höhen. Wer in Wien klettern möchte, muss weder in die Berge fahren noch auf den Frühling warten. In der Kletterhalle Wien gibt es nämlich ein umfangreiches Angebot - sowohl für Anfänger als auch für Profis. Also, auf geht’s!"

Klettern für Anfänger und Profis, das geht auch direkt in der Stadt. Und zwar in der Kletterhalle Wien. Die bietet alles, was das Klettererherz begehrt.

Johannes Wahrmann, Naturfreunde Wien - Kletterhalle: "Prinzipiell unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Kletterarten. Man kann bei uns Bouldern, das ist Klettern ohne Seil in Absprunghöhe, da ist die Wand maximal drei bis 3,5 Meter hoch. Gesichert ist man durch dicke Matten, die drunter liegen. Dann haben wir einen Toprope-Bereich. Das heißt, die Seile hängen bereits in der Wand und man bindet sich unten als Kletterer ein und klettert bis zum Umlenker oder soweit man halt kommt, hinauf. Und dann gibt’s noch das Vorstiegsklettern. Das heißt, man nimmt als Kletterer das Seil von unten mit und hängt sich immer bei den jeweiligen Zwischensicherungen ein."

Im Indoor- und im Outdoorbereich können sich Kletterenthusiasten auf mehr als 2.700 Quadratmetern austoben. Dabei gibt es Routen für jeden Schwierigkeitsgrad.

Johannes Wahrmann, Naturfreunde Wien - Kletterhalle: "Die Route besteht immer aus den gleichfarbigen Griffen und die Schwierigkeit der Route ist unten mit einem kleinen Schild markiert und geht bei uns zwischen drei bis zehn plus."

Wer noch nicht ganz trittsicher ist, kann sich für einen der zahlreichen Kurse anmelden. Die gibt es für jede Leistungsstufe.

Johannes Wahrmann, Naturfreunde Wien - Kletterhalle: "Wir bieten Kurse an für Kinder ab vier Jahren bis Jugendliche und Erwachsene. Auch Familienkurse haben wir im Angebot. Geleitet werden die Kurse von unseren Naturfreunde-TrainerInnen und starten eigentlich wöchentlich in allen Bereichen."

Das Klettern kann also jeder erlernen. Einem Abenteuer in luftigen Höhen steht also nichts mehr im Weg.

Johannes Wahrmann, Naturfreunde Wien - Kletterhalle: "Das Besondere am Klettern ist vielleicht die Vielseitigkeit von dem Sport. Man wird sowohl körperlich sehr gefordert - also Geschicklichkeit, Kraft, Koordination wird sehr gefragt. Und es kommt natürlich auch in gewisser Weise - in der Halle vielleicht ein bisserl weniger - aber gerade für Anfänger schon meistens auch, ein gewisser psychischer Aspekt dazu. Die Halle ist doch durchgehend 16 Meter hoch und wenn man das erste Mal her kommt und die erste Route bis ganz nach oben durchklettert, ist das schon teilweise für Leute auch psychisch eine gewisse Herausforderung."

David Settelmaier, wien.at: "Soweit das Neuste aus Wien. Ich bedanke mich fürs Zusehen und verabschiede mich mit einem Veranstaltungstipp. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Veranstaltungstipp

2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligen. Eine Tour durch alle 27 EU-Staaten soll die vielfältige Arbeit von Freiwilligen jetzt veranschaulichen. Von 25. bis 27. Jänner macht sie Station im Wiener Rathaus.