wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 31. Dezember 2010

Produktionsdatum:

2010


Erstausstrahlung:

31.12.2010


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Der "Wiener Sozialbericht 2010" gibt Auskunft über die Kernleistungen der sozialen Unterstützungen in Wien und ein spannendes Jahr mit Volksbefragung, Südbahnhofabriss und Wien-Wahl geht zu Ende. Wir lassen es noch einmal Revue passieren.

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David Settelmaier, wien.at-TV: "Hallo bei wien.at-TV. Ich freue mich, dass Sie zusehen. Beginnen wir die Sendung gleich im Rathaus, wo Sozialstadträtin Sonja Wehsely den Sozialbericht 2010 vorgestellt hat."

Wiener Sozialbericht

Erstmals hat die Stadt Wien einen Sozialbericht erstellt. Er gibt Auskunft über die Kernleistungen der sozialen Unterstützungen in Wien.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Der Sozialbericht gibt einen umfassenden Überblick über die Sozialleistungen der Stadt Wien in den letzten Jahren. Und darüber hinaus aber auch noch über die Grundlagen, wie das österreichische Sozialsystem funktioniert - welche Rolle der Bund, welche Rolle die Länder haben. Es ist ein umfassendes Standardwerk, das auch für die nächsten Jahre als Grundlage dient, um Veränderungen wahrnehmen zu können."

Fast ein Drittel des Wiener Gesamtbudgets fließt in den Sozialbereich. Damit werden umfangreiche Leistungen sichergestellt.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Wir geben im Jahr 2011 mehr als 1,1 Milliarden Euro aus. Das sind wieder um rund 60 Millionen Euro mehr als im Jahr davor. Und das ist auch notwendig."

Besonders deutlich zeigt der Bericht, dass die bedarfsorientierte Mindestsicherung in Wien gut ankommt.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Ganz besonders sticht die hohe Zahl an Menschen heraus, die ihr Recht in Anspruch nehmen, Mindestsicherung zu beziehen. Wien ist das Bundesland, das durch die hohe Servicequalität einen ganz geringen Anteil nur an Menschen hat, die Sozialhilfe, Mindestsicherung beziehen könnten, das aber nicht tun."

Aus dem Bericht geht aber auch hervor, dass sich die Stadt in Zukunft einigen Herausforderung stellen muss.

Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin: "Er stellt einige Dinge sehr deutlich klar: auf der einen Seite, dass Wien im Jahr 2030 die jüngste Stadt sein wird, aber auch jene Stadt sein wird, die den höchsten Anteil an Hochbetagten haben wird. Dass wir auf der anderen Seite anhand der Entwicklung der Sozialhilfe in den letzten zehn Jahren sehen, dass jene Menschen, die ausschließlich Sozialhilfe beziehen, immer weniger werden. Während die, für die das Einkommen nicht reicht, das sie verdienen, leider steigen. Und dass die Bildung ganz viel damit zu tun hat, wie armutsgefährdet man ist."

Jahresrückblick

David Settelmaier, wien.at-TV: "Und wieder ist ein Jahr zu Ende. Für uns eine willkommene Gelegenheit, 2010 Revue passieren zu lassen. Von der Volksbefragung über den Abriss des Südbahnhofs bis hin zur Wien-Wahl hat sich ja Einiges getan. Wir haben die Highlights für Sie zusammengefasst."

Volksbefragung

Um diese fünf Fragen dreht sich von 11. bis 13. Februar Ihre Meinung. wien.at-TV: "Wie schaut's aus mit dem Hundeführschein? Ja oder Nein?" Passantin: "Ja." wien.at-TV: "Hausmeister?" Passantin: "Ja." wien.at-TV: "Ganztagsschule?" Passantin: "Ja, ist auch gut." wien.at-TV: "Was haben wir noch? Was hab ich vergessen? Citymaut, genau." Passantin: "Ja, auch nicht so schlecht." Hausbesorger neu: Ja. Flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien: Ja. Citymaut: Nein. U-Bahn am Wochenende: Ja. Verpflichtender Hundeführschein für Kampfhundehalter: Ja. Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Die Fragen sind, mit einer Ausnahme, völlig klar beantwortet."

Abriss des Südbahnhofs

Es war einmal der Südbahnhof. Unzählige Tonnen Schutt, Metall, Glas und ähnliches fallen bei diesem Abriss an. Karl-Johann Hartig, Gesamtprojektleiter ÖBB: "Der Bahnhof selbst rückt ja dort an den Südtiroler Platz. Da wo er hin rückt, steht schon nichts mehr. Besser gesagt, es steht schon wieder was dort. Es stehen die Gleisanlage und die Brücke über die verlängerte Argentinierstraße. Und hinter diesen Gleisen haben wir bereits begonnen mit dem ganzen Aushub für die Tiefgarage, die sich unterhalb des Bahnhofes befinden wird."

Ganztagsschulen

Wien will den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen. Zumindest laut Volksbefragung - 77 Prozent waren nämlich dafür. Derzeit gibt es in Wien 23 Volks- und vier Hauptschulen, die ganztägig geführt werden. Weitere Standorte sollen jetzt folgen. Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport: "Wir haben uns vorgenommen, dass wir in etwa in den nächsten sieben Jahren die Zahl der Standorte verdoppeln und die Umsetzungsschritte in einer Expertengruppe jetzt seriös vorbereiten. Einmal untersuchen: welche Standorte eigenen sich? Wo gibt es die entsprechende Nachfrage dafür? Und wo können wir letztendlich auch durch die Sanierungsmaßnahmen sinnvoll die Umbaumaßnahmen in Angriff nehmen?"

Ausbildungsgarantie

Wenn es um Förderung von Jugendlichen am Arbeitsmarkt geht, reichen Stadt, der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds und das AMS einander die Hände. Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Wir garantieren jedem Jugendlichen in dieser Stadt, dass er oder sie entweder eine Lehre bekommt in einem Unternehmen oder eine Lehre in der überbetrieblichen Lehrausbildung oder eine Ausbildung nachmachen kann oder sie gehen in die Schule."

wien.at-Relaunch

Mona Müller, wien.at-TV: "Heuer feiert www.wien.at seinen 15. Geburtstag und präsentiert sich dazu in einem neuen Erscheinungsbild." Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport: "Man kann sich sämtliche Inhalte von wien.at auch von einer neu entwickelten Wiener Stimme vorlesen lassen. Das heißt, die Nutzung wird noch einfacher und barrierefreier."

Bahnorama

Rudi Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr: "Den Überblick von so einem Turm hat man natürlich am allerbesten. Da sieht man genau wo der neue Bahnhof hinkommt. Dass der beim Südtiroler Platz ist, dass er bei der U-Bahn liegt damit. Und man kann auch erkennen, wie groß dieses Gebiet ist. Es ist immerhin so groß wie der 8. Bezirk."

Seestadt Aspern

Der Spatenstich für den See der Seestadt Aspern ist vollbracht. Ab 2015 können hier die ersten Menschen leben. Die Donaustadt hat damit eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen und Wirtschaftspolitik: "Hier werden 20.000 Menschen arbeiten, 20.000 Menschen wohnen. Und allein die U-Bahn, die hierher geführt wird, sichert Tausende von Arbeitsplätzen."

Hundeführschein

Ab 1. Juli haben Besitzer eines sogenannten Kampfhundes innerhalb einer Übergangsfrist von einem Jahr den Hundeführschein zu machen. Der Hundehalter ist unbescholten für bestimmte Delikte. Der Hund ist elektronisch gekennzeichnet. Eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 725.000 Euro wurde auf den Hund abgeschlossen.

Global Village

Das Global Village in der Halle A der Messe Wien war ein vibrierender Ort, wo sich Menschen aus aller Welt getroffen haben, um voneinander zu lernen. "Ich hoffe, dass es uns auch hilft in Wien und in Österreich, dass HIV und Aids wieder mehr Thema ist. Dass die Leute sich mehr bewusst sind, dass man sich infizieren kann und wieder mehr Safer Sex machen und Kondome verwenden."

Sicherheitstour

Wolfgang Kastel, Die Helfer Wiens: "Wiens große Sicherheitstour 'Wien - da bin ich sicher' ist an 100 Tagen in Wien unterwegs. Wir gehen direkt zu den Menschen hin. Sie brauchen nicht zu uns kommen, sondern wir gehen vor Ort und informieren zum Thema Sicherheit."

24-Stunden-U-Bahn

wien.at-TV: "Was sagst du so generell zur 24-Stunden-U-Bahn?" Fahrgast: "Find' ich super. Ich bin schon oft mal da gestanden und hab mir gedacht: 'damn it, verpasst'. Geht jetzt einfacher. Freu mich schon darauf."

Hausmeister neu

Seit ein paar Tagen gibt es in Wien wieder Hausmeister. Elisabeth Miksch-Fuchs, Wiener Wohnen: "Von den Rahmenbedingungen her hat sich schon Wesentliches verändert, weil sie keine Dienstwohnung mehr haben. Und weil sie fixe Arbeitszeiten haben, zu denen sie Ansprechzeiten auch festlegen für die Mieterinnen und Mieter. Aber nicht mehr quasi als Haus-Sklave 24 Stunden zur Verfügung stehen."

Fairplay im Gemeindebau

Unter dem Motto "Fairplay im Gemeindebau" ist seit heuer die neue Brigade der Wohnpartner vor Ort unterwegs. Michael Ludwig, Wohnbaustadtrat: "Das sind 105 Personen, die aus der Gebietsbetreuung hervor gegangen sind und die sich um zwei Punkte im Wesentlichen kümmern. Zum Einen sollen sie Hausgemeinschaft herstellen und zum Zweiten, wenn es zu Konflikten zwischen Nachbarn kommt, dass sie hier auch eingreifen, wenn es diese Mieterinnen und Mieter wünschen. Und versuchen in einem Vermittlungsgespräch eine Lösung für einen solchen Konflikt zu finden."

U2-Verlängerung

Jetzt, wo die U2 bis Aspern fährt, kann das Fahrvergnügen noch weiter ausgekostet werden und das ist ganz nebenbei auch praktisch. Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Erstens ist die Anbindung des Donauspitals sehr wichtig. Zum Zweiten ist eine zusätzliche Donauquerung einer U-Bahn sehr wichtig und zum Dritten ist die Anbindung des neuen Stadtteils am ehemaligen Flugfeld Aspern, also die Seestadt - die immerhin eine Größe hat von der Stadt Krems - natürlich auch eine sehr wichtige Geschichte. Keine Stadtentwicklung ohne entsprechende Anbindung durch den öffentlichen Verkehr."

Sei dabei-Gala

Das Rathaus hat sich im Rahmen der "Sei dabei-Gala" in einer bunten Vielfalt gezeigt. Über 600 Gäste aus der ganzen Welt sind zusammen gekommen, um eben diese Vielfalt und damit sich selbst zu feiern. Sandra Frauenberger, Frauen- und Integrationsstadträtin: "Dieser Abend beweist, dass diese Vielfalt einfach eine unglaubliche Chance ist. Diese Stadt lebt von der Vielfalt und alle, die heute hier sind, leisten auch wirklich intensiv einen eigenen Beitrag zu einem respektvollen Zusammenleben." Nurten Yilmaz, Gemeinderätin SPÖ: "Es ist so ein Abend, wo man Gelegenheit hat, vielen Gesichtern dieser Stadt in die Augen zu schauen. Das macht's aus."

Wien-Wahl

Bei der Wien-Wahl am 10. Oktober verliert die SPÖ ihre absolute Mehrheit. Die FPÖ gewinnt stark dazu. Sowohl ÖVP als auch Grüne verlieren. Es folgen mehrwöchige Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und Grünen. Vor allem in den Bereichen Bildung, Klimaschutz und Armutsbekämpfung wollen die Partner künftig gemeinsame Akzente setzen. Bei den Stadträten bleibt mit einer Ausnahme alles beim Alten. Maria Vassilakou übernimmt als künftige Vizebürgermeisterin das Verkehrs- und Planungsressort.

David Settelmaier, wien.at-TV: "Soweit das Neuste aus Wien. Vielen Dank fürs Zusehen und ein frohes neues Jahr. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."