wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 22. Oktober 2010

Produktionsdatum:

2010


Erstausstrahlung:

22.10.2010


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Auf dem Hauptbahnhofgelände gibt es eine Safari der besonderen Art. In den Pensionistenklubs wird auf die Gesundheit viel Wert gelegt und die Stadt Wien einen Kriterienkatalog für den humanitären Aufenthalt entwickelt.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Das Projekt Hauptbahnhof ist derzeit die größte Baustelle Europas und in Wien hat man jetzt die Möglichkeit, dieses Areal kennen zu lernen. Mit dem Bus durch endlose unbebaute Flächen, bekommt man ein Gefühl wie dieses Gebiet künftig aussehen wird."

Ursula Koller, Fremdenführerin (Off): "Herzlich willkommen meine Damen und Herren zu unserer Baustellensafari. Mein Name ist Ursula Koller und neben mir sitzt der Dragan und er wird uns jetzt wohlbehalten in der Baustelle herumkutschieren."

Ursula Koller, Fremdenführerin: "Wir fahren mit dem Bus über die Baustelle, ungefähr eine knappe Stunde. Und sehen uns auf der Baustelle an was sich so alles abspielt, was alles passiert, was gebaut wird."

Ursula Koller, Fremdenführerin (Off): "Wir sind jetzt hier auf dem Gelände schon mit drin auf dem sogenannten zukünftigen Sonnwend-Viertel. Das ist eines dieser Bauprojekte für Wohnbauten und es werden auf diesem Gelände sage und schreibe 5.000 Wohnungen errichtet. Das ist Wohnraum für ungefähr 13.000 Menschen."

Ursula Koller, Fremdenführerin: "Gibt’s Highlights? Ja. Die Südbahnhofbrücke zum Beispiel. Die jetzt letzte Woche auf die Brückenpfeiler gehoben worden ist. Also das ist eines dieser Dinge, wo man das wirklich super erkennen kann, dass echt was passiert."

Ursula Koller, Fremdenführerin (Off): "Gleich im Anschluss an das Wohnviertel entsteht der zukünftige Bildungscampus. Der kann auch mit einigen beeindruckenden Zahlen aufwarten. Der Campus besteht aus einem Kindergarten, einer Volksschule und einer Hauptschule - die Schulen beide als Ganztagesschulen geführt. Und jetzt zu den Superlativen: Der Kindergarten hat elf Gruppen, die Volksschule 17 Klassen und die Hauptschule auch noch 16 Klassen."

Ursula Koller, Fremdenführerin: "Wir haben auch schon internationale Besucher gehabt. Zwölf Straßendesigner aus Schweden, die sich das angeschaut haben."

Ursula Koller, Fremdenführerin (Off): "Damit sind wir auch schon mehr oder weniger am Ende unserer Rundfahrt angekommen. Ich hoffe es war spannend und es hat Spaß gemacht und Sie haben einige interessante Einblicke bekommen, in diese Baustelle. Für mich gilt es noch zu sagen: ich würde mich freuen, wenn Sie uns wieder besuchen kommen. Es ändert sich ja immer wieder etwas."

Mona Müller, wien.at-TV: "Die Baustellensafari gibt es noch bis Ende Oktober, wer es bis dahin nicht schafft, ab dem Frühjahr, wenn die Sonne dann eventuell einmal wieder scheint, geht es weiter."

Pensionistenklub

Mona Müller, wien.at-TV: "170 Pensionistenklubs gibt es in Wien, seit Anfang September sind zwei von Ihnen Gesunde Klubs. Im 20. und im 10. Bezirk treffen einander Menschen um ihre Zeit gemeinsam zu verbringen und sich dabei mehr oder weniger zu bewegen." Ernährungsworkshops, Lach-Yoga oder spielerische Bewegungseinheiten. Das Leben einer Pensionistin in Wien kann abwechslungsreich sein. Seit 65 Jahren gibt es in Wien Pensionistenklubs. Und seit Anfang September ist ihr Angebot zunächst einmal in zwei Bezirken erweitert worden.

Ursula Hübel, Wiener Gesundheitsförderung: "Das Besondere daran war, dass wir sozusagen die SeniorInnen gefragt haben, was sie denn gerne zum Thema Gesundheit machen würden."

Mona Müller, wien.at-TV: "Und was machen sie gerne? Was ist dabei rausgekommen?"

Ursula Hübel, Wiener Gesundheitsförderung: "Das war unterschiedlich in den zwei Bezirken und deswegen schaut das Programm auch unterschiedlich aus. Das was sie in beiden Bezirken machen wollten - und das hat mich persönlich fast ein bisschen gewundert - sie wollten Bowling spielen mit Nintendo Wii."

Mona Müller, wien.at-TV: "Sie bowlen heute auch noch?"

Maria Erhardt, Pensionistin: "Ich probier's natürlich. Ich mein, ich bin nicht sehr geübt damit, aber einen Versuch ist es wert. Auf alle Fälle."

Esther Kurz, Pensionistenklubs: "Wir wissen, dass die Menschen älter werden. Wir kennen die demographischen Zahlen. Das heißt, es sind zwei Aspekte wichtig: einerseits das soziale Netz, die soziale Sicherheit, andererseits aber auch das angepasste sportliche Angebot."

Beide Aspekte berücksichtigt der Gesunde Klub in seinem Programm. Den PensionistInnen scheint das zu gefallen.

Stefan Neuwirth, Pensionist: "Erstens einmal, unsere Betreuerinnen sind immer super top. Das muss man schon sagen. Die Veranstaltungen werden sehr schön gemacht - Weihnachten, Krampus oder wenn wir Musik haben oder Heurigen haben. Es ist immer sehr lustig. Wir haben immer Unterhaltung. Wenn nicht, dann tun wir Karten spielen, die anderen tun tratschen." Maria Erhardt, Pensionistin: "Mit meinen Mädls bin ich ja schon sehr lange Jahre zusammen. Und das ist ein schöner Treffpunkt, finde ich."

Mona Müller, wien.at-TV: "Was tut ihr da dann?"

Maria Erhardt, Pensionistin: "Karten spielen tun wir meistens und tratschen."

Bis Weihnachten stehen mehrmals pro Woche gesundheitsförderliche Aktivitäten auf dem Programm. Danach wird evaluiert und hoffentlich ausgebaut.

Esther Kurz, Pensionistenklubs: "Ich gehe davon aus, dass wir mit Jänner des nächsten Jahres beziehungsweise mit Beginn der Saison 2011 dieses Angebot dann in mehreren Bezirken, mehreren Klubs anbieten können."

Stefan Neuwirth, Pensionist: "Wir gehen da schon 20 Jahre her."

Maria Erhardt, Pensionistin: "So ist es schön, wenn wir uns immer treffen. Wir treffen uns am Sonntag auch manches Mal. Da gehen wir irgendwohin Essen oder machen einen Ausflug. Dass wir halt immer ein bisschen eine Abwechslung haben."

Mona Müller, wien.at-TV: "Vielleicht haben jetzt auch Sie Lust bekommen, einen Pensionistenklub zu besuchen? Die Klubs stehen allen von Montag bis Freitag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr offen."

Bleiberecht

Mona Müller, wien.at-TV: "Mit Arigona Zogaj hat es begonnen, am Thema Abschiebung kommt Österreich derzeit nicht vorbei. Bürgermeister Michael Häupl und Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger haben jetzt einen Kriterienkatalog für das Bleiberecht vorgestellt."

Wer darf bleiben, wer muss gehen? Wenn es um das humanitäre Bleiberecht geht, entscheidet das in letzter Instanz das Innenministerium. Vor vier Jahren hat die Stadt Wien einen Kriterienkatalog entwickelt, der die Voraussetzungen für den humanitären Aufenthalt beschreibt. Eine Richtlinie, deren rechtliche Umsetzung Wien jetzt fordert.

Sandra Frauenberger, Frauen- und Integrationsstadträtin: "Was er noch nicht kann, der Kriterienkatalog, ist, dass er auch zur Anwendung kommt, wenn die Sicherheitsdirektion Fälle zu entscheiden hat. Und auch nicht zur Anwendung kommt, wenn über die Berufung ein Fall an das Innenministerium herangetragen wird. Wir treten dafür ein, einheitlich mit ein und demselben Katalog zu arbeiten und damit eine Rechtssicherheit herzustellen."

Und so sehen die Kriterien konkret aus:

Beatrix Hornschall, Einwanderung, Staatsbürgerschaft (MA 35): "Die Integration an und für sich, das Erlernen der deutschen Sprache, ist jemand dabei, eine Ausbildung zu machen? Also, das ist gerade bei Kindern wichtig, die sich gerade in einer Schulausbildung befinden. Das ist aber genauso die Dauer des Aufenthalts."

Derzeit arbeitet die MA 35 mit dem Katalog.

Beatrix Hornschall, Einwanderung, Staatsbürgerschaft (MA 35): "Das heißt, dass alle Menschen, die eben in den Genuss eines humanitären Aufenthaltsrechtes kommen, können von uns Beratung und Betreuung bekommen und wir sind natürlich, selbstverständlich unseren Antragstellerinnen und Antragstellern behilflich, auch einen vollständigen Antrag zu stellen."

Wenn also der Asylantrag eines Menschen abgelehnt wird, geht eben dieser Mensch zur ((MA 35,,Einwanderung, Staatsbürgerschaft)) und stellt einen Antrag auf humanitären Aufenthalt. Und genau hier kommt der Kriterienkatalog derzeit zur Anwendung.

Sandra Frauenberger, Frauen- und Integrationsstadträtin: "Was ich nicht möchte, ist, dass der Kriterienkatalog als so eine K. o.-Kriterien-Geschichte gesehen wird. Das heißt, es bräuchte eine Gesamtschau. Man kann in allen Punkten der Kriterien sozusagen inhaltlich etwas rein buchen und in der Gesamtschau müsste man dann einfach feststellen, ist das jetzt ein positiver Bescheid oder ein negativer Bescheid."

Veranstaltungstipp

Mona Müller, wien.at-TV: "Soviel von uns für diese Woche. Mit einem Veranstaltungstipp verabschiede ich mich jetzt. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV.

Wolfgang Kastel, Die Helfer Wiens: "Ich darf Sie recht herzlich einladen zum Wiener Sicherheitsfest. Das Wiener Sicherheitsfest findet am 25. Und 26. Oktober auf dem Rathausplatz statt. Dort präsentieren sich alle Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen, viele, viele Magistratsabteilungen, es gibt tolle Vorführungen - Diensthunde, Rettungshunde, eine Vorführung der WEGA. Wir zeigen Ihnen aber auch anhand eines Unfalls wie die Einsatzorganisationen zusammenarbeiten und was Sie selbst auch tun können, wenn Sie zu einem Unfall dazu kommen. Es gibt auch musikalische Beiträge. Am 26. Oktober ist das Highlight der Auftritt der Vereinigten Bühnen Wien und ich würde mich freuen, wenn ich Sie am Rathausplatz sehen würde."