wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 15. Oktober 2010

Produktionsdatum:

2010


Erstausstrahlung:

15.10.2010


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Die sogenannte Centrope-Region rückt näher zusammen. Die Temperaturen sinken und damit wird das Heizen wieder zum Thema und eine Analyse zur Wahl darf natürlich auch nicht fehlen.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV - dem Programm direkt aus der Stadt. Ich freue mich, dass Sie zusehen und beginne gleich mit einem Themenüberblick:"

Centrope - eine Region rückt zusammen
Heizperiode - so kommen Sie möglichst sparsam durch den Winter
Mediengespräch - nach der Wahl

Centrope

Mona Müller, wien.at-TV: "Vor sieben Jahren haben sich die Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, der Städte Südmährens, der Westslowakei und Westungarns zusammen getan und die Region Centrope gegründet. Ganz nach dem Motto: 'Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile'."

Mehr als 6,5 Millionen Menschen gehören zur Centrope-Region und über gemeinsame Projekte lernen eben diese Menschen einander wieder besser kennen.

Karl Hanzl, Centrope-Preis Jury: "Weil im Prinzip sind das Menschen einer sehr, sehr ähnlichen Mentalität - einer sehr, sehr ähnlichen Lebensauffassung und eines Lebensraumes, der fast natürlich zusammen gehört."

Rudi Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr: "Das Spezielle ist, dass hier aus historischer Sicht wieder etwas zusammenwächst, was einmal beisammen war. Und das es zweitens hier eine Region ist, wo sechs Sprachen autochthon gesprochen werden. Und das ist schon eine Sensation."

Für herausragendes und grenzüberschreitendes Engagement dieser Region hat die Stadt heuer bereits zum vierten Mal den Centrope-Preis verliehen. Mit seinem Projekt "Zukunftsbezirk Donaustadt" hat diesmal Hannes Brauner den mit 10.000 Euro dotierten Preis bekommen. Ziel seines Projektes ist die Zusammenführung von jungen Menschen und Wirtschaftsbetrieben der Region.

Karl Hanzl, Centrope-Preis Jury: "Auf Basis von Schulen, auf gemeinsamen Veranstaltungen - Ball durchführen in Brno, in Brünn. Beziehungsweise auch dann weitergehende wirtschaftliche Kontakte mit den Jugendkontakten zu verknüpfen."

Hannes Brauner, Centrope-Preis Gewinner: "Ich war sehr überrascht den Centrope-Preis zu erhalten. Freue mich sehr, danke der Jury, dass sie mich für würdig befunden haben. Und wenn ich mit meinen Leistungen ein bisschen etwas dazu beitragen konnte, Centrope zu bereichern, dann freue ich mich darüber."

Aus der Centrope-Region sollen ausschließlich Gewinner hervorgehen. Und gemeinsam sollte das funktionieren.

Hannes Brauner, Centrope-Preis Gewinner: "Ich glaube, dass Wirtschaft nur dann gut funktionieren kann, wenn wir auch auf anderen Ebenen, nämlich der der Kultur, des Sportes - was auch immer in der Richtung - in Augenhöhe miteinander verkehren."

Rudi Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr: "Denn gemeinsam können wir mit dieser großen Region Centrope uns international, weltweit auch im Standortwettbewerb besser bewähren."

Heizen

Mona Müller, wien.at-TV: "Bei Centrope kann einem zwar warm ums Herz werden, das hilft nur leider nicht über den Winter. Es naht wieder einmal die Zeit, wo man sich einen offenen Kamin wünscht. Wer den nicht hat, hat aber hoffentlich eine Heizung. Wie Sie eben diese möglichst Energie schonend einsetzen, erfahren Sie jetzt."

Wer der Umwelt und seiner Geldbörse Freude schenken möchte, der spart im Idealfall auch beim Heizen. Dazu ist es gar nicht notwendig, zu frieren, oft genügen schon ganz einfache Handgriffe.

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Dass die Heizkörper nicht versteckt werden. Also nicht sagen: Okay, der Heizkörper gefällt mir nicht, ich verstecke ihn hinter dem Vorhang oder sonst wo. Dann habe ich das Problem, dass ich zwar Wärme dort habe, aber ich bekomme die Wärme nicht weg."

Morgens und abends Stoßlüften ist ja auch nichts Neues, nur tut man es auch wirklich?

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Man sollte auch überprüfen ob man wirklich auch alle Räume voll heizen muss. Aber Vorsicht bitte - wenn man einen Raum überhaupt nicht heizt, Schlafzimmer sind zum Beispiel oft nicht geheizt, dann sollte man die Türen zu den geheizten Räumen möglichst verschlossen halten. Weil sonst die Luftfeuchtigkeit kondensieren könnte und das könnte theoretisch so weit gehen, dass man dann in diesen Räumen Probleme mit Schimmel oder Feuchtigkeit im Allgemeinen bekommt."

Vor Beginn der Heizperiode sollte die liebe Therme gewartet werden. Geputzt braucht das gute Stück dann weit weniger Energie. Außerdem sind die Heizkörper selbst genauer unter die Lupe zu nehmen.

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Es kann, oder es wird, nach der Sommersaison üblicherweise etwas Luft im Heizkörper sein. Das heißt, man hört das auch oft an so gluckernden, blubbernden Geräuschen. Also man sollte wirklich zumindest vor der Heizsaison einmal die Heizkörper entlüften. Es nützt nichts, wenn Luft im Heizkörper ist und nicht Wasser. Das Wasser ist eigentlich der Wärmeträger, nicht die Luft."

Beispiel: Ich verlasse um 7.30 Uhr meine Wohnung, gehe idealerweise bis 12 Uhr arbeiten, tatsächlich aber bis 17 Uhr und bin dann um 17.30 Uhr wieder zu Hause. Wie stark fahre ich die Temperatur herunter?

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Es ist nicht immer gleich, aber prinzipiell sollte man - da gibt es eine Grundregel, dass man nicht mehr als drei Grad absenken sollte. Das heißt, wenn man ein funktionierendes Thermostat oder einen Regler hat, dann dreht man das halt während der Nichtbenützungszeit der Wohnräume um drei Grad runter. Warum nicht mehr? Weil sonst kühlt die ganze Wohnung aus. Da kühlen die Bauteile aus, sprich die Wände. Es kühlen die Möbel aus, es kühlen die Fußböden aus und das dann wieder aufzuheizen kostet mehr Energie als wenn ich es auf einer relativ konstanten Temperatur lasse."

wien.at-TV: "Was ist denn so die Idealtemperatur in einer Wohnung?"

Andreas Hudecek, Wien Energie Haus: "Die gibt es nicht. Weil die Temperatur, die wir empfinden, ist nicht die Raumtemperatur alleine. Wir empfinden einen Mix aus der Raumtemperatur und aus der Temperatur der Flächen, die uns umgeben. Also der Fenster, der Wände. Das heißt, wenn ich ein schlecht gedämmtes Haus habe, brauche ich höhere Temperaturen als bei einem gut gedämmten Haus. Also es kommt auf die Wohnsituation an."

Wohnungen und Häuser sind also vielschichtiger als man denken könnte. Wer sich individuell in Bezug auf seine eigenen vier Wände beraten lassen möchte, tut gut daran, die Nummer des Service-Telefons des Wien Energie Hauses zu wählen.

Mona Müller, wien.at-TV: "Mehr Informationen bekommen Sie auch am 2. November im Wien Energie Haus. Bei Vorträgen und Beratungen erfahren Hausbauer alles rund um energiesparendes Bauen und die damit verbundenen Förderungen. Jetzt machen wir noch einen Abstecher ins Rathaus zum Mediengespräch des Bürgermeisters."

Wahl

Wien hat gewählt, und zwar den Gemeinderat und die Bezirksvertretungen. Dass wählen nur dann Sinn macht, wenn die Menschen auch von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, ist nichts Neues mehr. Dennoch hätte das Wahlergebnis an diesem vergangenen Wahlsonntag noch ein paar mehr ausgefüllte Stimmzettel vertragen. Ohne Berücksichtigung der Wahlkarten haben 56,5 Prozent der wahlberechtigten Menschen ein Kuvert in die Urne geschmissen. Weitere 162.000 Wahlkarten werden bis 18. Oktober erwartet.

Ein vorläufiger Ergebnisüberblick der vier stimmenstärksten Parteien:

SPÖ: 44,55 Prozent
ÖVP:13,84 Prozent
FPÖ: 26,18 Prozent
Grüne: 12,19 Prozent

Mona Müller, wien.at-TV: "Wie zufrieden sind Sie denn mit sich selbst nach diesem Wahlkampf jetzt?"

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Naja, man muss sich selbst hinterfragen. Das ist gar keine Frage. Man muss sich selbstverständlich, wenn man vier Prozent verliert, auch selbst hinterfragen: Hab ich wirklich alles richtig gemacht? Ist da oder dort etwas schief gegangen? Womit ich an sich sehr zufrieden bin, ist, wie es gelungen ist, auch die Vertrauenspersonen der Partei zu motivieren. Wie sehr es gelungen ist, auch Leute, die mit der Sozialdemokratie so normal nix am Hut haben, auch dafür zu begeistern. Dass der Wähler dann entschieden hat, uns vier Prozent weniger zu geben und dem Herrn Strache zwölf Prozent mehr, muss man als Demokrat zur Kenntnis nehmen - so bedauerlich es auch ist. Und sich ernsthaft dann auch natürlich damit beschäftigen und die Fragen, die da zu beantworten sind, sind nicht vordergründig. Weil es lässt sich nicht damit beantworten, dass man noch 30 Waste Watcher mehr machen oder noch 100 Ordnungshüter. Sondern das geht natürlich schon tiefer in die Emotionen."

Das amtliche Endergebnis wird dann nach Beschluss durch die Stadtwahlbehörde am 27. Oktober 2010 verkündet. Bereits jetzt ist von Seiten des Bürgermeisters allerdings klar, dass die Bildung einer neuen Stadtregierung so schnell wie möglich über die Bühne gehen sollte.

Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Ja, die muss es auf jeden Fall geben vor der Budget-Debatte im Wiener Gemeinderat. Denn ohne Regierung wird man ein Budget wohl schwer entscheiden können. Daher ist da durchaus auch ein gewisser Zeitdruck gegeben und das werden wir auch hinkriegen."

Die Budget-Debatte soll noch im November über die Bühne gehen.

Mona Müller, wien.at-TV: "Soviel von uns für diese Woche, danke fürs zusehen. Mit einem Hinweis auf 'Salam Orient' verabschiede ich mich jetzt. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Veranstaltungstipp

"Salam Orient" heißt es bis 5. November derzeit an acht Veranstaltungsorten in Wien. Musik, Tanz und Poesie aus orientalischen Kulturen erwarten die Besucher. Das genaue Programm finden Sie online unter salam-orient.at.