Umweltpreis: Besondere Auszeichnung für vier Unternehmen

Produktionsdatum:

2009


Erstausstrahlung:

20.03.2009


Copyright:

Stadt Wien


Insgesamt 680 Betriebe in Wien arbeiten umweltfreundlich. Gemeinsam haben sie im Rahmen des ÖkoBusinessPlans der Stadt schon viel erreicht.

AnsprechpartnerIn für Rückfragen:
Redaktion wien.at TV
Kontaktformular

Achtung:

Zur Betrachtung von Videos auf wien.at müssen Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Sie benötigen Javascript und Flash um das Video zu sehen.

Einbetten (Code einblenden) Einbetten (Code ausblenden)

Transkription: Umweltpreis: Besondere Auszeichnung für vier Unternehmen

Insgesamt 680 Betriebe in Wien arbeiten umweltfreundlich. Gemeinsam haben sie im Rahmen des ÖkoBusinessPlans der Stadt schon viel erreicht.
Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Dass von der Menge an Abfall, die eingespart worden ist, könnte man das Ernst-Happel-Stadion 1,4 Mal voll füllen. Man könnte mit der Menge an Strom, die eingespart worden ist, rund 60.000 Wiener Haushalte versorgen. Man könnte 670 olympische Schwimmbecken mit dem Wasser füllen, das eingespart worden ist. Man könnte rund 2.000 Mal um die Welt fahren, mit den Transportkilometern, die eingespart worden sind."
Die Betriebe hatten auch etwas davon. So haben sie durch die Maßnahmen im vergangenen Jahrzehnt 100.000.000 Euro eingespart.
Vier dieser Unternehmen haben eine besondere Auszeichnung erhalten.
Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Die haben alle gemeinsam, dass sie einfach sehr tolle Umweltmaßnahmen gesetzt haben in ihrem Betrieb, die einerseits der Umwelt viel bringen und andererseits ihre Geldbörse schonen, weil sie ihre Betriebskosten dadurch reduzieren konnten. Aber es waren nicht nur vier Betriebe, sondern es gibt mittlerweile nur alleine im heurigen Jahr 132 Wiener Betriebe, die solche Öko-Business-Maßnahmen gesetzt haben."
Einer der Preisträger ist das Boutiquehotel Stadthalle im 15. Bezirk. Es stellt im Rahmen einer Hotelerweiterung auf Null-Energie-Bilanz um. Dazu gehört etwa eine Flächenheizung über Kühlwasser, das heißt:
Michaela Reitterer, Boutiquehotel Stadthalle: "Wir werden Grundwasser entnehmen und führen es durch unsere Betondecke durch, das funktioniert so wie eine Fußbodenheizung. Aber im Sommer machen wir das mit dem kalten Grundwasser, damit wird das ganze Gebäude gekühlt und wir brauchen keine Klimaanlage."
Eine Solaranlage am Dach und eine Fotovoltaikanlage gehören ebenso zum Plan wie:
Michaela Reitterer, Boutiquehotel Stadthalle: "Windräder auf dem Dach. Die haben nur 30 Dezibel, sind also sehr leise und damit können wir mit einem Windrad fast doppelt so viel Strom gewinnen wie ein Einfamilienhaus das ganze Jahr braucht. Wir werden das Regenwasser sammeln und werden es für die Toiletten verwenden. Das weiß ich schon, dass das nicht der große Deal ist, ja, weil das Wasser auch in Österreich nicht viel kostet, aber das ist meine persönliche Einstellung."
Und das Umweltschutz auch sehr schön sein kann beweist:
Michaela Reitterer, Boutiquehotel Stadthalle: "Das Lavendeldach. Ich glaube, dafür sind wir schon richtig berühmt. Dieses Lavendeldach funktioniert so: Es wird also soviel Substrat aufgeschüttet auf dem Dach, auf dem Flachdach, und dadurch brauchen wir auch da drunter keine Klimaanlage im Sommer und auch im Winter ist es sehr gut gedämmt. Das ist also eine so genannte intensive Begrünung und dass ein Lavendel oben draufsteht ist einfach meines, weil ich so gerne Lavendel in Kombination mit roten Rosen habe."
Das Boutique-Hotel Stadthalle, als weltweit erstes seiner Art, ist nur einer von insgesamt 130 Betrieben in Wien, die im Sinne der Umwelt arbeiten. Und es könnten ruhig noch mehr werden.
Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Ich wünsche mir, dass möglichst alle Wiener Betriebe mitmachen oder zumindest alle Wiener Betriebe mit einer gewissen Anzahl an Mitarbeitern sich hier beteiligen. Weil gemeinsam können wir erstens viel Geld sparen an Betriebskosten. Und das ist in Zeiten wie diesen, in der Wirtschaftskrise, glaube ich, eh angesagt und auf der anderen Seite gleichzeitig damit viel Gutes für die Umwelt erreichen. Also sozusagen eine Situation wo niemand verliert und deswegen hoffe ich, dass sehr viele noch mitmachen und wir uns da zahlenmäßig zumindest verdoppeln können."