Neue Strategie für nachhaltigen Tourismus

Die Stadt Wien und WienTourismus wollen den Städtetourismus nach Wien nachhaltig entwickeln. Ziel der "Visitor Economy Strategie" ist es, die Bedürfnisse von Einheimischen und Gästen weiterhin in Einklang zu bringen.

Der Tourismus hat sich in wenigen Jahrzehnten zu einem tragenden Wirtschaftssektor entwickelt. In Wien steht er für jährlich 4 Milliarden Euro an Wertschöpfung, 90.000 Arbeitsplätze, Top-Infrastruktur und ein Kunst- und Kulturleben, das international seinesgleichen sucht. Seit 1990 sind die Ankünfte in Wiener Beherbergungsbetrieben um über 150 % auf 7,5 Millionen Gäste im Jahr 2018 angewachsen.

Tourismusdirektor Norbert Kettner, Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke

Tourismusdirektor Norbert Kettner, Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (v.l.n.r.)

Bürgermeister Michael Ludwig: "Wien ist zunehmend gefragtes Reiseziel und wir bekennen uns weiter zu Wachstum, aber nicht um jeden Preis. Wiens neue Visitor Economy Strategie steht für nachhaltige Entwicklung, die die Grundlagen des Erfolges nicht untergräbt, sondern im Einklang mit den Zielen der Stadt und den Bedürfnissen der hier lebenden Menschen steht. Die zentrale Frage für die kommenden Jahre lautet daher nicht, was unsere Stadt für den Tourismus tun kann, sondern darauf zu fokussieren, was Tourismus für unsere Stadt tun kann."

Stadtrat und WienTourismus-Präsident Peter Hanke: "9 von 10 WienerInnen geben regelmäßig an, dass sie dem Tourismus positiv gegenüberstehen. Das erlaubt es, aus einer Position der Stärke und der breiten Akzeptanz neue Wege einzuschlagen."

Ziele

Bis 2025 soll Folgendes erreicht werden:

  • Der Beitrag des Tourismus zum Wiener BIP steigt von 4 auf 6 Milliarden Euro.
  • Der Nächtigungsumsatz der Beherbergungsbetriebe steigt von 900 Millionen auf 1,5 Milliarden Euro.
  • Die Zufriedenheit der Gäste bleibt unverändert hoch: 9 von 10 würden Wien weiterempfehlen.
  • Die Tourismusgesinnung bleibt auf Top-Niveau: 9 von 10 Wienerinnen und Wienern stehen hinter Tourismus.
  • Der Anzahl Wiener Tourismus-Betriebe mit Umweltzeichen verdoppelt sich von 112 auf 224.
  • Der Anteil mit Bahn (21 %) und per Auto (26 %) Anreisender dreht sich um.

Die Erreichung der Ziele der Visitor Economy Strategie 2025 wird anhand von 6 Ziel-Indikatoren überprüft. Sie bilden die Umsatz- und Wertschöpfungseffekte ebenso ab wie die Zufriedenheit von Bewohnerinnen und Bewohnern, Gästen sowie ökologische Entwicklungen.

Kein Massentourismus

Ein rein quantitatives Nächtigungsziel gibt es im Vergleich zu früheren Strategien nicht mehr. Ziel ist es, Touristinnen und Touristen anzusprechen, die sich für Wiens Premium-Angebote interessieren und sich gut in die Stadt einfügen. Massentourismus wird Wien auch in Zukunft weder fördern noch vermarkten.

Regionenkonzept für dezentrale Stadtteile

Über 50 % der Wien-Gäste waren zuvor schon in der Stadt, ein Viertel kommt jedes Jahr. Damit bietet sich die Gelegenheit, neue Erlebnisräume außerhalb der Tourismuskernzone sichtbar zu machen und die Wertschöpfung besser auf die Grätzel der Stadt zu verteilen. Der WienTourismus wird daher ein Marketingkonzept für zentrale und dezentrale Stadtteile entwickeln, in das kreative Impulse sowie öffentliche und private Initiativen einfließen.

Premium. Cosmopolitan. Digital

Sämtliche Maßnahmen der Visitor Economy Strategie 2025 bauen auf zentralen Wertehaltungen auf, die eine Weiterentwicklung des Leitmotivs der Tourismusstrategie 2020 "Global. Smart. Premium" darstellen:

Premium
Wien setzt auf Premium-Qualität. Die Stadt zieht damit Menschen an, die Qualität und hohe Standards schätzen. Daraus resultiert im Regelfall ein respektvoller Umgang mit der Stadt, hohe Zufriedenheit und die Bereitschaft, sich in die Stadt zu integrieren.
Cosmopolitan
Wien als Weltstadt setzt auf Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz. Das kosmopolitische Wien steht für Internationalität, begreift Vielfalt, unterschiedliche Sprachkenntnisse und kulturelle Hintergründe seiner Bewohnerinnen und Bewohner als Stärke. Das macht Wien attraktiv für Gäste, die ihrerseits zur Vielfalt der Stadt beitragen.
Digital
Wien wird Digitalisierungshauptstadt. Digitalisierung muss dabei Kulturtechnik bleiben und im Sinne des "digitalen Humanismus" dem Menschen nutzen: niederschwellig und userfreundlich, niemals als Selbstzweck.

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