Leistungsbericht 2016 der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt)

Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) tritt gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Transgender- und Intersex-Personen auf. Sie setzt sich für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen ein. Sie ist die erste und nach wie vor österreichweit einzige derartige Stelle in einer kommunalen Verwaltung.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2016

Beratung, Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit

  • 114 anonyme und kostenlose Antidiskriminierungs-Beratungen für Lesben, Schwule, Transgender-, Intersex-Personen und Menschen, die beruflich mit LGBTIQ-Themen befasst sind.
  • 31 Schulungen und Seminare (88 Stunden, 619 Teilnehmende) an unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, unter anderem in der Verwaltungsakademie der Stadt Wien, der MA 10, der BAKIP, in zahlreichen Krankenpflegeschulen, der MedUni Wien und der PH Wien
  • 22 öffentlich zugängliche Veranstaltungen (Diskussionen, Rathausführungen, Vorträge et cetera) mit circa 1.170 Besucherinnen und Besuchern

WASt-Jahreskonferenz

Die Jahreskonferenz "Queer in Wien. Stadt-Wien-Studie zur Lebenssituation von LGBTIQs in Wien" fand im Wiener Rathaus mit 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Österreich und dem deutschsprachigen Raum statt. An der Fachtagung wirkten Vortragende aus Deutschland und Österreich mit.

Internationales

  • Teilnahme am Arbeitstreffen des "Rainbow Cities Netzwerkes" in Amsterdam mit Vertreterinnen und Vertretern aus 24 Regenbogenstädten zu den Schwerpunktthemen Transgender, ältere LGBTIQ-Personen, Archive und LGBTIQ-Flüchtlinge
  • Teilnahme an der neunten Trans*- und Inter*sex-Tagung in München
  • Mitarbeit beim Abschluss des Twinning Projekts "Bekämpfung vom Homophobie und Transphobie im Kosovo" in Prishtina

Publikationen

  • Queer in Wien. Stadt-Wien-Studie zur Lebenssituation von LGBTIQs in Wien - Konferenzmappe.
  • Neuauflage der Broschüren "Trans*Identitäten" und "Gegen Gewalt in lesbischen Beziehungen"

Vergabe von Förderungen

Im Rahmen des Queeren Kleinprojektetopfes wurden 2016 acht Projekte mit einer Gesamtsumme von 21.000 Euro gefördert und abgewickelt.

Öffentliche Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit

  • Teilnahme an der Regenbogenparade mit einem eigenen WASt-Wagen zum Thema "Gewalt im öffentlichen Raum" mit einem Sujet "Händchenhalten tut nicht weh?"
  • Zahlreiche Infostände zum Thema Lesben, Schwule, Transgender-, Intersex-Personen, Diskriminierung/ Antidiskriminierung, unter anderem bei den Frauengesundheitstagen, beim Straßenfest "Andersrum ist nicht verkehrt" in Mariahilf, bei den Tagen der Diversität in der Pädagogischen Hochschule, beim Open Rathaus und im Pride Village im Sigmund Freud Park
  • Kuratierung und Ausstellung der Internationalen Foto-Ausstellung "My Rainbow City" in der Arkadenhofgalerie des Wiener Rathauses
  • Organisation der Ausstellung "Gegen die Regeln. Homophobie im Sport" im Stadtinformationszentrum im Wiener Rathaus
  • Medienauftritte (Fernsehen, Radio, Pressekonferenz) zu LGBTIQ-relevanten Themen
  • Hissen der Regenbogen-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit LGBTIQ-Anliegen anlässlich der Vienna Pride Week
  • Hissen einer Red Ribbon-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember
  • Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Medien, beispielsweise Facebook

Kooperationen und Vernetzung

  • Austausch mit der Lesben-, Schwulen-, Transgender- und Intersex-Community sowie mit Expertinnen und Experten innerhalb und außerhalb des Magistrats
  • Magistratsinterne Zusammenarbeit mit Stellen zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung
  • Mitarbeit in der Watchgroup gegen sexistische Werbung
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