Leistungsbericht 2021 der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt)

Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt) tritt gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Transgender und intergeschlechtlichen Personen auf und setzt sich für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen ein. Sie ist die erste und nach wie vor österreichweit einzige derartige Stelle in einer kommunalen Verwaltung.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick

Beratung, Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit

  • Corona-bedingt konnten einige Schulungen und Veranstaltungen nicht durchgeführt werden beziehungsweise mussten verschoben werden.
  • 185 anonyme und kostenlose Antidiskriminierungs-Beratungen für Lesben, Schwule, Transgender-, Intersex-Personen und Menschen, die beruflich mit LGBTIQ-Themen befasst sind.
  • 41 Schulungen und Seminare (70 Stunden, 1.061 Teilnehmende) an unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, unter anderem der Wien-Akademie, Lehrlingsmanagement, in den Abteilungen Wiener Kindergärten (MA 10) und Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35), BAKIP, zahlreiche Krankenpflegeschulen, Wiener Kinder- und Jugendbetreuung, PH Wien, Universitäten und Fachhochschulen und vieles mehr.
  • 6 öffentlich zugängliche Veranstaltungen (Diskussionen, Rathausführungen, Vorträge et cetera) mit circa 303 Besucher*innen beziehungsweise Teilnehmer*innen.

Symposium

  • WASt-Online-Symposium "Queere Jugendliche in Wien" mit über 100 Teilnehmer*innen.

Internationales

  • Teilnahme am Arbeitstreffen des "Rainbow Cities Netzwerkes" mit Vertreter*innen aus circa 20 Regenbogenstädten in Bergen, Norwegen
  • Kuratierung, Koordination und Teilnahme an der Internationalen Fotoausstellung im Rahmen des Rainbow Cities Netzwerkes zum Thema "Intersectionality within the LGBITQ-Community"

Publikationen

  • Neuerscheinung in Kooperation mit dem Frauenservice Wien "Mein lesbisches, queeres Wien!"

Vergabe von Förderungen

  • Im Rahmen des Queeren Kleinprojektetopfes wurden 2021 Projekte mit einer Gesamtsumme von 21.000 Euro gefördert und abgewickelt.
  • Inhaltliche Unterstützung der Abteilung Bildung und Jugend (MA 13) bei der Vergabe von Jahresförderungen an große Vereine im LGBTIQ-Bereich.

Denkmal für die Männer und Frauen, die Opfer der NS-Homosexuellen-Verfolgung wurden

  • Neuauslobung des Wettbewerbs gemeinsam mit der KÖR GmbH
  • Inhaltliche Unterstützung der KÖR GmbH im Denkmals-Errichtungsprozess
  • Mitarbeit im Bewertungsgremium/Fachbeirat

Öffentliche Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit

  • Teilnahme an der Regenbogenparade mit einer eigenen WASt-Fahrradgruppe
  • "Pick-Up Your Flag" anlässlich der Fensterlparade
  • "Regenbogenplatz" am Wiener Rathausplatz anlässlich der Fensterlparade
  • Zahlreiche Infostände zum Thema Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender- und intergeschlechtlichen Personen, Diskriminierung/Antidiskriminierung, unter anderem bei den Hernalser Gesundheitstagen und bei den Tagen der Diversität in der Pädagogischen Hochschule
  • Kuratierung und Ausstellung der Internationalen Rainbow Cities Network Foto-Ausstellung "Intersectionality within the LGBTIQ-Community"
  • Medienauftritte (Fernsehen, Radio, Pressekonferenz) zu LGBTIQ-relevanten Themen
  • Hissen der Regenbogen-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit LGBTIQ-Anliegen anlässlich der Regenbogenparade in Wien
  • Hissen der Regenbogen-Fahne an der Bildungsdirektion Wien als Zeichen der Solidarität mit LGBTIQ-Anliegen anlässlich der Regenbogenparade in Wien
  • Hissen der Regenbogen-Fahne am Schulzentrum Leopoldsgasse
  • Hissen der Regenbogen-Fahne am Amtsgebäude Friedrich-Schmidt-Platz
  • Hissen der Red Ribbon-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember
  • Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Medien wie Facebook

Kooperationen und Vernetzung

  • Austausch mit der Lesben-, Schwulen-, Bi-, Transgender- und Intersex-Community sowie Expert*innen innerhalb und außerhalb des Magistrats
  • Organisation der Mitarbeiter*innen-Gruppe MAG-Queer und Durchführung der Gruppentreffen
  • Magistratsinterne Zusammenarbeit mit Stellen zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung
  • Mitarbeit im regionalen Dialogforum der Polizei (LPD Wien) und Co-Leitung des LGBTIQ-Fachzirkels
  • Mitarbeit am Gender-Sprachleitfaden der MD-OS
  • Gründung und Leitung einer geschäftsgruppenübergreifenden Arbeitsgruppe zur einheitlichen Umsetzung der Empfehlungen zur Gleichbehandlung von intergeschlechtlichen Menschen und dem Umgang mit den neuen Geschlechtskategorien in Österreich
  • Auftakt Round Table mit der Landespolizeidirektion Wien (LPD Wien) zu LGBTIQ-Themen
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