Leistungsbericht 2020 der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt)

Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt) tritt gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Transgender*- und Intersex-Personen auf und setzt sich für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen ein. Sie ist die erste und nach wie vor österreichweit einzige derartige Stelle in einer kommunalen Verwaltung.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick

Beratung, Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit

  • Corona-bedingt wurden ab März 2020 sämtliche Veranstaltungen und Schulungen verschoben oder gänzlich abgesagt.
  • 94 anonyme und kostenlose Antidiskriminierungs-Beratungen für Lesben, Schwule, Transgender-, Intersex-Personen und Menschen, die beruflich mit LGBTIQ-Themen befasst sind.
  • 11 Schulungen und Seminare (35 Stunden, 228 Teilnehmende) an unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, unter anderem an der Wien-Akademie, in der Abteilung Wiener Kindergärten (MA 10), in zahlreichen Krankenpflegeschulen, Wiener Kinder- und Jugendbetreuung, PH Wien, Universitäten und Fachhochschulen und vieles mehr.
  • 4 öffentlich zugängliche Veranstaltungen (Diskussionen, Rathausführungen, Vorträge et cetera) mit circa 200 Besucherinnen und Besuchern

Internationales

  • Teilnahme am Arbeitstreffen des "Rainbow Cities Netzwerkes" mit VertreterInnen aus circa 20 Regenbogenstädten online.
  • Kuratierung, Koordination und Teilnahme an der Internationalen Fotoausstellung im Rahmen des Rainbow Cities Netzwerkes zum Thema "lesbian visibility".
  • Teilnahme und Vernetzung der WASt an der Städtevernetzung mit der Stadt Helsinki online.

Publikationen

  • Corona-bedingte Verschiebungen

Vergabe von Förderungen

  • Im Rahmen des Queeren Kleinprojektetopfes wurden 2020 Projekte mit einer Gesamtsumme von 21.000 Euro gefördert und abgewickelt.
  • Inhaltliche Unterstützung der Abteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA 13) bei der Vergabe von Jahresförderungen an große Vereine im LGBTIQ-Bereich.

Denkmal für die Männer und Frauen, die Opfer der NS-Homosexuellen-Verfolgung wurden

  • Auslobung des Wettbewerbs gemeinsam mit der KÖR GmbH
  • Mitarbeit im Bewertungsgremium/Fachbeirat
  • Präsentation des Siegerentwurfs
  • Inhaltliche Unterstützung der KÖR GmbH im Denkmals-Errichtungsprozess

Öffentliche Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit

  • WASt-Stand am geplanten Paradentag am Wiener Rathausplatz
  • Teilnahme am Regenbogen-Corso mit einem eigenen WASt-Wagen
  • Distribution Day in der WASt zur Fensterl-Parade
  • Medienauftritte (Fernsehen, Radio, Pressekonferenz) zu LGBTIQ-relevanten Themen
  • Hissen der Regenbogen-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit LGBTIQ-Anliegen anlässlich der Fensterl-Parade und der Regenbogenparade
  • Hissen der Regenbogen-Fahne an der Bildungsdirektion Wien als Zeichen der Solidarität mit LGBTIQ-Anliegen anlässlich Pride in Wien.
  • Hisse der Regenbogen-Fahne am Schulzentrum Leopoldsgasse
  • Hissen der 1. "Flag-Included"-Fahne an der HTL Rennweg und weiteren Standorten
  • Hissen der Red Ribbon-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember
  • Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Medien wie Facebook

Kooperationen und Vernetzung

  • Austausch mit der Lesben-, Schwulen-, Bi-, Transgender- und Intersex-Community sowie ExpertInnen innerhalb und außerhalb des Magistrats
  • Organisation der MitarbeiterInnengruppe MAG-Queer
  • Magistratsinterne Zusammenarbeit mit Stellen zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung
  • Mitarbeit im regionalen Dialogforum der Polizei (LPD Wien) und Co-Leitung des LGBTIQ-Fachzirkels
  • Mitarbeit am Gender-Sprachleitfaden der MD-OS
  • Gründung und Leitung eines Arbeitskreises zum sprachlichen Umgang mit dem 3. Geschlecht
  • Mitarbeit an einer interministeriellen Arbeitsgruppe des Frauenministeriums zum sprachlichen Umgang mit dem 3. Geschlecht
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