Leistungsbericht 2017 der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt)

Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) tritt gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Transgender- und Intersex-Personen auf. Sie setzt sich für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen ein. Sie ist die erste und nach wie vor österreichweit einzige derartige Stelle in einer kommunalen Verwaltung.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2017

Beratung, Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit

  • 92 anonyme und kostenlose Antidiskriminierungs-Beratungen für Lesben, Schwule, Transgender-, Intersex-Personen und Menschen, die beruflich mit LGBTIQ-Themen befasst sind.
  • 51 Schulungen und Seminare (114 Stunden, 1.716 Teilnehmende) an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen, unter anderem der Verwaltungsakademie der Stadt Wien, dem Lehrlingsmanagement, der MA 10, der MA 35, der BAKIP, an zahlreichen Krankenpflegeschulen sowie der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung und der PH Wien.
  • 19 öffentlich zugängliche Veranstaltungen (Diskussionen, Rathausführungen, Vorträge et cetera) mit circa 470 Besucherinnen und Besuchern. Vier Veranstaltungen fanden im Rahmen der Queeren Stadtgespräche zum Thema "Gewalt im öffentlichen Raum" statt.

WASt-Jahreskonferenz

Die Jahreskonferenz "Intersektionalität LGBTIQ und Behinderungen" fand im Wiener Rathaus mit 120 TeilnehmerInnen und ReferentInnen aus Österreich und dem deutschsprachigen Raum statt. Erfreulich war die Bandbreite von SelbstvertreterInnen und VertreterInnen von staatlicher Stellen.

Internationales

  • Teilnahme am Arbeitstreffen des "Rainbow Cities Netzwerkes" mit VertreterInnen aus 23 Regenbogenstädten in Ljubljana. Austausch, Vernetzung, Modifikation der Netzwerkstruktur, sowie ein Vortrag und eine Diskussion zur aktuellen Genderdebatte waren die Hauptschwerpunkte.
  • Präsentation der Ausstellung "Sie war ganz schlimm schön...Lesbische Portraits" bei der Europäischen Lesbenkonferenz von 6. bis 8. Oktober 2017 in Wien. Die Ausstellung war eine Leihgabe der Stadt München.

Schwerpunkt Denkmal für LGBTIQ NS-Opfer

  • Zwei "Open Spaces" mit ExpertInnen aus dem Kunstbereich, Geschichtswissenschaften und aus der LGBTIQ Community zur inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung des Wettbewerbs zur Errichtung eines LGBTIQ NS-Denkmals in Wien
  • Das Zentrum QWIEN wurde mit einer Studie zur NS-Verfolgung von LGBTI*-Personen beauftragt, die als Grundlage für die Auslobung eines Wettbewerbs für ein Denkmal dienen soll.

Publikationen

  • Intersektionalität: LGBTIQ und Behinderungen, Konferenzmappe

Vergabe von Förderungen

Im Rahmen des Queeren Kleinprojektetopfes wurden 2017 acht Projekte mit einer Gesamtsumme von 21.000 Euro gefördert und abgewickelt.

Öffentliche Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit

  • Teilnahme an der Regenbogenparade mit einem eigenen WASt-Wagen, auf der die MitarbeiterInnen-Gruppe MAG QUEER mit dem Sujet "Stadt Wien mag MAG QUEER" vorgestellt wurde.
  • Zahlreiche Infostände zum Thema Lesben, Schwule, Transgender-, Intersex-Personen, Diskriminierung/ Antidiskriminierung, unter anderem bei den Frauengesundheitstagen, beim Straßenfest "Andersrum ist nicht verkehrt" in Mariahilf, bei den Tagen der Diversität in der Pädagogischen Hochschule, beim Internationalen Frauentag im Rathaus und im Pride Village am Rathausplatz
  • Kuratierung und Ausstellung der Internationalen Foto-Ausstellung "Families" in der Arkadenhofgalerie des Wiener Rathauses
  • Medienauftritte (Fernsehen, Radio, Pressekonferenz) zu LGBTIQ-relevanten Themen
  • Hissen der Regenbogen-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit LGBTIQ-Anliegen anlässlich der Vienna Pride Week
  • Hissen einer Red Ribbon-Fahne am Wiener Rathaus als Zeichen der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember
  • Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Medien, wie beispielsweise Facebook

Kooperationen und Vernetzung

  • Austausch mit der Lesben-, Schwulen-, Transgender- und Intersex-Community sowie mit Expertinnen und Experten innerhalb und außerhalb des Magistrats
  • Gründung und Aufbau der MitarbeiterInnen-Gruppe MAG QUEER
  • Magistratsinterne Zusammenarbeit mit Stellen zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung
  • Mitarbeit in der Watchgroup gegen sexistische Werbung
  • Mitarbeit im regionalen Dialogforum der Polizei (LPD Wien) und Gründung eines LGBTIQ-spezifischen Fachzirkels
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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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