Leistungsbericht 2018 der Magistratischen Bezirksämter

Die Wiener Bezirksämter sind mit mehr als 5 Millionen KundInnen-Kontakten und weit über 1 Million Erledigungen im behördlichen Bereich eine der wichtigsten Schnittstellen der Wiener Stadtverwaltung zu den Bürgerinnen und Bürgern. Das umfangreiche Angebot der Bezirksämter reicht von diversen Leistungen für Gewerbetreibende mit der Bewilligung von Betriebsanlagen und Schanigärten über das Melde-, Pass- und Fundservice bis zur Ausstellung von Parkpickerln. Im Vordergrund stehen dabei für die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 16 Bezirksämter Serviceorientierung sowie KundInnen-Nähe.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2018

Service für Gewerbetreibende

  • Am 10. Jänner 2018 waren die Magistratischen Bezirksämter am Fördertag der Wiener Wirtschaft mit einem eigenen Stand vertreten. Dabei konnten Unternehmerinnen und Unternehmer Fragen im Zusammenhang mit der Gewerbeanmeldung und Betriebsanlagengenehmigung gleich vor Ort klären. Mit dieser maßgeschneiderten Beratung außerhalb der Amtsräume über alle gewerberechtlichen Aspekte einer Unternehmensgründung konnte ein wichtiger Beitrag für einen raschen und einfacheren Start in die Selbstständigkeit geleistet werden.
  • Auch im Jahr 2018 wurden die bewährten und stark nachgefragten Sprechtage für Klein- und Mittelbetriebe fortgeführt. Im gesamten Jahr wurden in den Betriebsanlagenzentren insgesamt 681 Beratungsgespräche durchgeführt. Bei den Projektsprechtagen erhalten Gewerbetreibende alle Informationen, die sie für die Neuerrichtung oder den Umbau ihres Betriebes benötigen, von Expertinnen und Experten des Bezirksamtes, der Wirtschaftskammer, des Arbeitsinspektorates und der Abteilung für technische Gewerbeangelegenheiten quasi aus einer Hand. Dies hilft den Unternehmerinnen und Unternehmern bei der Erstellung eines genehmigungsfähigen Projektes und trägt letztlich dazu bei, Kosten zu sparen. Zu einer Beschleunigung der Genehmigungsverfahren wird ebenfalls beigetragen.
  • Mit noch effizienterer Verfahrensführung ist es gelungen, die durchschnittliche Dauer von Genehmigungsverfahren für neu errichtete Betriebsanlagen von 88 auf 65 Tage zu reduzieren. Das ist für einen Ballungsraum wie Wien ein ganz ausgezeichneter Wert, gilt es doch, im Betriebsanlagengenehmigungsverfahren widerstreitende Interessen im Rahmen der rechtlichen Vorgaben (Nachbarn, Gewerbetreibende, Arbeitsinspektorat) unter einen Hut zu bringen. Diese raschen Verfahren zur Genehmigung von Betrieben sind ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den Wirtschaftsstandort Wien.

Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Simmering

Mit 5. November 2018 wurde im Zentrum Simmerings eine flächendeckende Kurzparkzone eingeführt. Dem Magistratischen Bezirksamt Simmering kam dabei die wichtige Aufgabe zu, allen berechtigten Bewohnerinnen und Bewohnern des betroffenen Gebiets ein Parkpickerl auszustellen. Um die große Zahl an Anträgen bewältigen zu können, wurden - wie bei anderen Parkpickerleinführungen auch - zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt und die Öffnungszeiten erweitert. Bis zum Ende des Jahres wurden vom Bezirksamt in Simmering insgesamt 8842 Parkpickerl ausgestellt. Dem besonderen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort war es zu verdanken, dass die Einführung des Parkpickerls in Simmering reibungslos über die Bühne gehen konnte.

Ausweitung des E-Government-Angebots

Die Online-Abwicklung des Verfahrens zur Ausstellung eines Parkpickerls ist eines der am häufigsten genutzten E-Government-Services der Stadt Wien. Nunmehr wurde für die Bewohnerinnen und Bewohner der parkraumbewirtschafteten Bezirke, die ein gültiges Parkpickerl besitzen, die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Geschäftsfälle online abzuwickeln:

  • Fahrzeugwechsel
  • Kennzeichenwechsel
  • Parkpickerl beschädigt oder defekt
  • Rückvergütung
  • Windschutzscheibenwechsel
  • Wohnsitzwechsel

Damit ist es möglich, nahezu alle Angelegenheiten rund um das Parkpickerl bequem von zu Hause aus zu erledigen.

Einführung eines prozessorientierten Qualitätsmanagements

In einem 2-jährigen Projekt haben die Bezirksämter ein an der ISO 9001:2015 ausgerichtetes Qualitätsmanagementsystem eingeführt. Im Zuge dessen wurden sämtliche Verfahren und Prozesse durchleuchtet und hinsichtlich Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit überprüft. Es wurden insgesamt 72 Prozesse, davon 42 Kernprozesse, in einem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abrufbaren, elektronischen Geschäftsprozess-Tool detailliert dargestellt. Sämtliche Prozesse werden in regelmäßigen Abständen überprüft und von den Prozessverantwortlichen bei geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Damit wird ein gleichbleibend hoher, einheitlicher Standard bei der Abwicklung sämtlicher Verfahren gewährleistet und die Kundinnen und Kunden können sich auf eine beständig hohe Qualität bei der Bearbeitung all ihrer Anliegen verlassen.

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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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