Leistungsbericht 2017 der Abteilung Feuerwehr und Katastrophenschutz (MA 68)

Die Aufgaben der Abteilung Feuerwehr und Katastrophenschutz (MA 68) sind im Wiener Feuerwehrgesetz und im Wiener Katastrophenhilfegesetz definiert und beinhalten die Brandbekämpfung, die Menschenrettung, die Leichenbergung, die Hilfeleistung bei öffentlichen Notständen und den Katastropheneinsatz.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2017

Einsätze

Die Berufsfeuerwehr Wien ist im Jahr 2017 im Vergleich zu den Jahren davor deutlich öfter ausgerückt - zu exakt 35.525 Einsätzen. Etwa ein Drittel waren Brandeinsätze und ein weiteres Drittel technische Einsätze. Der Rest teilt sich auf die Rettung von Menschen und Tieren, Verkehr und Schadstoffe auf.

  • Ende Jänner explodierte eine Wohnung in der Hernalser Hauptstraße. Eine Person wurde getötet, mehrere zum Teil schwer verletzt, darunter auch ein erst wenige Wochen altes Baby. Wie sich später herausstellte, sollte der Wohnungsmieter delogiert werden. Er wurde verdächtigt, die Gasleitung manipuliert und so die Explosion provoziert zu haben. Der Mann wurde angeklagt, Anfang 2018 lag aber noch kein rechtskräftiges Gerichtsurteil vor.
  • Bei einem Zugunglück am Bahnhof Wien-Meidling entgleisten im April mehrere Waggons. Die Berufsfeuerwehr Wien löste Alarmstufe zwei aus und rückte mit zahlreichen Spezialfahrzeugen an. Durch den Unfall waren die Fahrgäste teilweise im Zug eingeschlossen. Die Feuerwehrleute konnten sich über Leitern einen Zugang zu den Menschen im Zug verschaffen, beruhigten diese und brachten sie danach in Sicherheit.

Fahrzeuge und Geräte

Die Berufsfeuerwehr Wien verfügt über Ausrüstung auf dem neuesten Stand der Technik. Diese wird regelmäßig gewartet und teilweise durch neue Geräte ersetzt und ergänzt. 2017 wurden einige Spezialgeräte angeschafft.

  • Wechselaufbau Ergänzungsgeräte: Dieser Wechselaufbau ist für Einsätze mit einer Vielzahl an zu versorgenden beziehungsweise zu rettenden Personen gedacht, zum Beispiel: Katastropheneinsätze, Schadstoffeinsätze, Massenanfall an Verletzten, Verkehrsunfälle mit Schienenfahrzeugen/Bussen.
  • Ergänzung der Erste-Hilfe-Ausrüstung der Notfallrucksäcke: Alle Notfallrucksäcke wurden mit zusätzlichen Erste-Hilfe-Materialien aufgerüstet, welche Maßnahmen zur Erstversorgung verletzter Personen - speziell hinsichtlich der Stillung starker Blutungen - erleichtern sollen. Ein Verbluten kann in Abhängigkeit der Verletzungen bereits in wenigen Minuten erfolgen. Daher müssen Blutstillungsmaßnahmen immer eine hohe Priorität zukommen.

Feuerwachen - Neubau und Sanierungen

  • Die Hauptfeuerwache Leopoldstadt wird bei laufendem Betrieb komplett neu errichtet. Die Arbeiten am ersten Bauteil wurden plangemäß abgewickelt, Anfang 2018 soll Bauteil eins fertiggestellt sein, bis Ende 2019 auch der zweite Bauteil.
  • In der Hauptfeuerwache Favoriten wurde der gesamte Hofbelag erneuert. Die Grünfläche der Feuerwache wurde von der MA 42 neugestaltet. Der Übungsturm und die Fassade der Feuerwache wurden unter Begleitung des Bundesdenkmalamts saniert.
  • In der Hauptfeuerwache Liesing wurde eine Fahrzeughalle für sechs Einsatzfahrzeuge komplett neu errichtet und mit Ende 2017 in Betrieb genommen.
  • Die Fassade des Übungsturmes der Gruppenwache Grinzing wurde unter Mitwirkung des Bundesdenkmalamtes saniert.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Führungen für Schülerinnen und Schüler durch Hauptfeuerwachen waren auch 2017 sehr beliebt. Insgesamt wurden mehr als 300 Führungen auf den Feuerwachen durchgeführt, bei denen die kleinen Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Berufsfeuerwehr Wien werfen konnten.
  • Daneben präsentierte sich die Berufsfeuerwehr bei den jedes Jahr stattfindenden Veranstaltungen, wie dem Feuerwehrfest Am Hof, dem Sicherheitsfest am Rathausplatz und dem Mistfest der MA 48. Diese Feste bieten übrigens auch 2018 hervorragende Möglichkeiten, die Arbeit der Berufsfeuerwehr Wien näher kennenzulernen und Einsatzfahrzeuge auch von innen zu sehen und Fotos zu schießen.
  • Selbstverständlich wurden auch zahlreiche etablierte Veranstaltungen und Kooperationen der vergangenen Jahre weitergeführt, wie beispielsweise die Infotage für Polizeischülerinnen und Polizeischüler sowie der Töchtertag.
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