Leistungsbericht 2016 der Abteilung Feuerwehr und Katastrophenschutz (MA 68)

Die Aufgaben der Abteilung Feuerwehr und Katastrophenschutz (MA 68) sind im Wiener Feuerwehrgesetz und im Wiener Katastrophenhilfegesetz definiert und beinhalten die Brandbekämpfung, die Menschenrettung, die Leichenbergung, die Hilfeleistung bei öffentlichen Notständen und den Katastropheneinsatz.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2016

Einsätze

  • Die Berufsfeuerwehr Wien ist im Jahr 2016 öfter als im Vorjahr ausgerückt - exakt zu 33.217 Einsätzen. Etwa ein Drittel waren Brandeinsätze und ein weiteres Drittel technische Einsätze. Der Rest teilt sich auf die Rettung von Menschen und Tieren, Verkehr und Umwelteinsätze auf.
  • Im Zuge eines Wohnungsbrandes in der Gellertgasse in Favoriten war im Februar rund 100 Personen der Fluchtweg abgesperrt. Die Bewohnerinnen bzw. Bewohner der Brandwohnung wurden schwer, 29 weitere Personen leicht verletzt. Das Feuer brach in einer Sauna aus, die als Abstellraum benutzt wurde.
  • Ein ungewöhnlicher Einsatzort war im Sommer der Südturm des Stephansdoms: auf dem Weg zur Türmerstube kollabierte ein junger Mann und musste von den Höhenrettern der Feuerwehr im Inneren des Turmes rund 70 Meter abgeseilt werden. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.
  • Für Aufsehen sorgte im November ein Feuerwehreinsatz auf dem Parlamentsdach: dort hatte eine aufgesetzte Lüftungsanlage Feuer gefangen. Eine dunkle Rauchwolke war weithin sichtbar und sorgte für Aufsehen.

Fahrzeuge und Geräte

Die Berufsfeuerwehr Wien verfügt über Ausrüstung auf dem aktuellen Stand der Technik. Diese wird regelmäßig gewartet und laufend durch neue Geräte ersetzt und ergänzt. 2016 wurden neun Fahrzeuge - vom Kastenwagen bis zum Pkw - und ein Anhänger angeschafft. Auch die technische Ausrüstung der Einsatzfahrzeuge wird laufend erneuert, letztes Jahr beispielsweise mit hydraulischen Rettungssätzen.

Feuerwachen - Neubau und Sanierungen

  • Die Hauptfeuerwache Leopoldstadt wird bei laufendem Betrieb komplett neu errichtet. Im Mai begannen die Abbrucharbeiten für den ersten Bauteil, bis Ende 2016 wurde der Großteil des Rohbaus fertiggestellt. Anfang 2018 wird der erste Bauteil fertiggestellt werden, bis Ende 2019 der zweite Bauteil.
  • In der Hauptfeuerwache Favoriten wurde eine Garage für zwei große Einsatzfahrzeuge, eine Teleskopmastbühne und ein Großtanklöschfahrzeug, errichtet sowie Sanitärräume für die Mannschaft saniert.
  • Der schwimmende Feuerwehr-Wasserstützpunkt auf der Donau wurde nach Linz geschleppt und in der dortigen Schiffswerft generalsaniert: er erhielt komplett neue Installationen, sämtliche Beschichtungen, auch unter der Wasserlinie, wurden erneuert und für zusätzliche Sicherheit sorgen neue Tore. Ende 2016 war der Stützpunkt wieder einsatzbereit.
  • Im Oktober 2016 begann die Generalsanierung der Gruppenwache Penzing. Im Zuge der Sanierung wird auch das Dach angehoben, um Aufenthaltsräume für die Mannschaft zu schaffen. Die Fertigstellung erfolgt bis Ende 2017.
  • Auf der Hauptfeuerwache Hernals wurden die Hoffläche und der Übungsturm saniert.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Einen Einsatz der anderen Art hatten Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr Wien im Sommer 2016 zu absolvieren: "Vorstadtweib" Nina Proll, ihr Mann Gregor Bloéb, Murathan Muslu, "Kaiser" Robert Palfrader, Uwe Ochsenknecht, viele weitere namhafte österreichische Schauspielerinnen und Schauspieler sowie echte Feuerwehrleute standen im Sommer gemeinsam vor der Kamera. Die daraus entstandene österreichische Produktion kommt 2017 in die Kinos.
  • Daneben wurde wieder in bewährter Weise der Sicherheitstag der Wiener Schulen und das Feuerwehrfest Am Hof organisiert. Ebenso beteiligte man sich am Wiener Sicherheitsfest am Rathausplatz und am Mistfest der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48). Diese Feste bieten auch 2017 hervorragende Möglichkeiten, die Arbeit der Berufsfeuerwehr Wien näher kennenzulernen und Einsatzfahrzeuge auch von innen zu sehen und Fotos zu schießen.
  • Selbstverständlich wurden auch zahlreiche, etablierte Veranstaltungen und Kooperationen der vergangenen Jahre weitergeführt, wie beispielsweise die Infotage für Polizeischülerinnen und Polizeischüler sowie der Töchtertag.

Innovation

  • Ein neuartiger Haltegurt wurde gemeinsam mit namhaften Firmen entwickelt und wird nun im Einsatzdienst verwendet. Dieser Haltegurt ist nun in das Atemschutzgerät integriert, erhöht die Sicherheit für die Einsatzkräfte und bedeutet eine Zeitersparnis beim Ausrüsten. So sparen die Feuerwehrleute wertvolle Zeit beim Anlegen der Schutzausrüstung.
  • Gäste des Feuerwehrmuseums können seit 2016 von einem persönlichen Guide durch das Museum geführt werden. Möglich macht dies die kostenlose Smartphone App Hearonymus: man installiert die Basis-App auf dem Smartphone und lädt in der App den ebenfalls kostenlosen Guide für das "Feuerwehrmuseum Wien" herunter, wahlweise auf Deutsch oder Englisch. Mit dem eigenen Kopfhörer im Ohr kann die Führung durch das Museum beginnen.
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