Leistungsbericht 2017 der Abteilung Wien Leuchtet (MA 33)

Die Abteilung Wien Leuchtet (MA 33) plant, errichtet, betreibt und erhält in Wien die öffentlichen Beleuchtungsanlagen, öffentliche Uhren, Anstrahlungen und Effektbeleuchtungen sowie kostenloses WLAN und Orientierungsstelen auf öffentlichen Plätzen. Weiters ist die Abteilung für die elektro- beziehungsweise lichttechnischen Anlagen zur Regelung und Sicherung des Verkehrs (Verkehrslichtsignale, beleuchtete Verkehrszeichen, Wegweiser, innen beleuchtete Verkehrslichtsäulen und sonstige Verkehrsleiteinrichtungen) hinsichtlich Detailprojektierung, Errichtung, Betrieb und Erhaltung zuständig. Zur effizienten und raschen Störungsbehebung sind ein Permanenzdienst und ein Call-Center (0800 33 80 33) im 24-Stunden-Betrieb eingerichtet.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2017

Baustellen-Highlights

Projekt Seilhängeleuchtentausch - "LED-it-schein"

Am 19. September 2017 fand im Museumsquartier die Auftaktveranstaltung zum Projekt Seilhängeleuchtentausch - "LED-it-schein" statt. Eine Besonderheit dieses Projektes ist, dass sich die Modernisierung der Leuchten weitestgehend über die Energieeinsparung refinanziert und daher als kostenneutral anzusehen ist.

Mit dem 4. Quartal 2017 startete die Umrüstung der alten Straßenbeleuchtung (Hängeleuchten) auf neue innovative LED-Leuchten und wird bis voraussichtlich Ende 2020 andauern. Dabei werden rund 50.000 Hängeleuchten (ein Drittel der Wiener Straßenbeleuchtung) auf moderne energieeffiziente Leuchten erneuert. Die Umrüstung der alten Straßenbeleuchtung ist ein wichtiger Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs (rund 60 Prozent) und trägt somit zum Klimaschutz bei. Ein weiterer Vorteil für die Bevölkerung ist unter anderem die verbesserte Beleuchtungsqualität der Schutzwege und Kreuzungen durch die gezielte Verwendung geeigneter Leuchtentypen.

Tausch der Straßenbeleuchtung

Optische FußgeherInnendetektion an Verkehrslichtsignalanlagen

Nach der Entwicklung und Herstellung zweier Prototypen im Vorjahr konnten diese Prototypen nun an der Verkehrslichtsignalanlage an der Kreuzung 10., Wienerbergstraße/Eschenallee unter Realbedingungen getestet werden. Die Teststellung hat bei über 22.000 zu Fuß gehenden Personen nur 55 Fehlinterpretationen des Systems ergeben, welches einer mittleren Fehlerquote von 0,05 Prozent entspricht. Dem Projektziel entsprechend konnte die Benutzerfreundlichkeit für zu Fuß gehende Personen erhöht werden, da diese nicht mehr den Drucktaster zur Anmeldung betätigen müssen. Ebenso können Personen, die bereits bei Rot über den Schutzweg gehen und aufgrund ihres Fehlverhaltens keine Freigabe mehr benötigen, aus dem System gefiltert werden. Durch den erweiterten Detektionsradius kann das System bis zu fünf Sekunden vor einer potenziellen Drucktastenanmeldung erkennen, ob ein Querungswunsch besteht, und somit frühzeitig eine Anmeldung generieren beziehungsweise nahezu in Echtzeit eine dynamische Programmanpassung (Grünzeitverlängerung, Wartezeitenreduktion) an der Verkehrslichtsignalanlage initiieren.

1-Watt-Technologie an Verkehrslichtsignalanlagen

Im Jahr 2017 wurden erstmals in Wien Verkehrslichtsignalanlagen getestet, deren Komponenten mit einer Spannung von nur 24 Volt betrieben werden und deren LED-Signalgeber-Einheiten nur eine Leistung von circa ein Watt aufnehmen. Messungen haben ergeben, dass der Stromverbrauch damit um ungefähr 90 Prozent gegenüber den herkömmlichen Verkehrslichtsignalanlagen gesenkt werden kann, ohne dass Einbußen im Betrieb und/oder in der Wahrnehmung in Kauf genommen werden müssen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser neuen Technologie soll nun im Laufe des Jahres 2018 die Teststellung dahingehend erweitert werden, dass die dauerhafte Verfügbarkeit der Verkehrslichtsignalanlagen auch bei allfälligen Stromausfällen durch Akkumulatoren sichergestellt ist.

Projekt Stephansplatz und Währinger Park

Im Zuge der Umgestaltung des Stephansplatzes wurde auch die öffentliche Beleuchtungsanlage modernisiert und erweitert. Ebenso wurde im Währinger Park die gesamte Beleuchtungsanlage modernisiert und mit den neuen LED-Leuchten bestückt. In beiden Fällen konnte maßgeblich die Beleuchtungssituation erhöht werden und somit etwaige Angsträume gegenüber den Altanlagen eliminiert werden.

Sonstige Highlights

Überreichung Austrian Event Award

Am 6. Dezember 2017 fand im Design Center in Linz die Verleihung des Austrian Event Award statt. Die MA 33 hat in der Kategorie Public Events Charity/Social/Cultural für das Lichterfest im Jahr 2016 den Award in Silber verliehen bekommen. Das Lichterfest am Maria-Theresien-Platz fand im Oktober 2016 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Lichtkünstlerinnen und Lichtkünstlern statt und begeisterte rund 70.000 Besucherinnen und Besucher. In einem Zusammenspiel aus Video, Diaprojektion, Licht und Ton wurde an drei Abenden eine spektakuläre Lichtershow bei freiem Eintritt jeweils ab Einbruch der Dunkelheit dargeboten.

Elektromobilität

In Abstimmung mit der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) und der Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) wurde das Design der Wiener E-Ladestation festgelegt. Im September erfolgte die Vergabe eines Dienstleistungskonzessionsvertrages für die Errichtung und den Betrieb von öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Raum innerhalb des Wiener Stadtgebietes. Bis Mitte 2018 werden in jedem Wiener Bezirk fünf Ladestationen errichtet. In den darauffolgenden Jahren sind, den Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen entsprechend, bis zu 1.000 Ladepunkte möglich.

Gemeinsam mit der MA 46 wurden Regelwerke für die Ausstattung von Ladeplätzen für mehrspurige Elektrofahrzeuge erstellt. In diesem Regelwerk werden unter anderem Abmessungen, Restgehsteigbreiten, Bodenmarkierungen und Positionen von Verkehrszeichen definiert und dienen zur einheitlichen Umsetzung innerhalb von Wien. Basierend auf diesen Regelwerken wurden in Folge Standorte für zukünftige Ladestationen evaluiert. Die erste Elektroladestation (aus dem Konzessionsvertrag) konnte erfolgreich am 5. Oktober 2017 in der Porzellangasse 4-6 im 9. Bezirk in Betrieb genommen werden.

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