Leistungsbericht 2019 der Abteilung Wiener Wasser (MA 31)

Die Abteilung Wiener Wasser (MA 31) versorgt die Wiener Bevölkerung über die beiden Hochquellenleitungen, die Behälter und das angeschlossene Rohrnetz mit Hochquellwasser aus dem Schneeberg-, Rax- und Hochschwabgebiet. Der Anteil an Grundwasser im Wiener Trinkwasser ist gering.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2019

  • Der vergangene Sommer hatte 39 Tropennächte mit Temperaturen von über 20 Grad Celsius. Für Wiener Wasser bedeutete das mit verschiedensten Methoden für Abkühlung zu sorgen:
    • Die Sprühnebel-Funktion der 25 mobilen Trinkbrunnen der Abteilung wurde auf Dauerbetrieb gestellt.
    • Wiener Wasser legte Sprühschläuche an den Standorten Karlsplatz, Schwarzenbergplatz, Praterstern und Keplerplatz auf, die großflächig für Abkühlung sorgten.
    • Die Dienststelle entwickelte spezielle Hydranten-Aufsätze mit dem Namen "Sommerspritzer", die an dezentralen Orten kleinräumig kühlten.
    • 1.000 Trinkbrunnen sorgen in ganz Wien für kostenfreien Zugang zu bestem Hochquellwasser.
  • 6.500 Besucherinnen und Besucher kamen zum 4. österreichischen TRINK'WASSERTAG am 19. Juni 2019 auf das Wiener Wasserfest. Dieses stand heuer unter dem Motto "120 Jahre Wasserturm Favoriten". Besondere Highlights waren das Live-Mikro-Theater in der Wasserschule, ein riesiges Ausmalbild, die Stars Rolf Rüdiger und Robert Steiner aus der ORF-Sendung mit der frechen Ratte sowie eine Vielzahl an Sportangeboten des 10. Bezirks. Zum wiederholten Mal wurde das Wasserfest als Green Event und ÖkoEvent zertifiziert.
  • Die Erneuerungsoffensive und die Neubauoffensive in Zusammenhang mit der wachsenden Stadt, wurden in den Hauptverkehrsstraßen und an weiteren neuralgischen Punkten im Stadtgebiet fortgesetzt. Um Synergien zu nutzen, werden Rohrauswechslungen und Neurohrlegungen gebietsweise geplant und öffentlich ausgeschrieben. Bei insgesamt 74 größeren Baustellen wurden Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 30,4 Kilometer erneuert beziehungsweise neu verlegt.
  • Die Früherkennung von Schäden ist Voraussetzung für das Verringern von Wasserverlusten und für deren zeitnahe Reparatur. 2015 wurde erstmals das gesamte Wiener Rohrleitungsnetz mit einer Gesamtlänge von über 3.000 Kilometer mit Geräuschloggern analysiert. Seit Anfang 2019 werden in neuralgischen Gebieten Folgemessungen zur verbesserten Erkennung und Lokalisierung von Leckagen durchgeführt. Die Methode erlaubt das Erkennen auch kleinster Leckagen.
  • Im Hebewerk Laaerberg, welches maßgeblich zur Versorgung des 10. Bezirks beiträgt, wurden die Transformatoren und die Schaltanlagen im Bereich der sogenannten Mittelspannung (10 Kilovolt) dem Stand der Technik angepasst. Zur Verbesserung der Versorgungssicherheit wurde eine zweite Stromanspeisung von den Wiener Netzen hergestellt.
  • Im Pumpwerk Augustinerwald, welches die höher gelegenen Gebiete im Bereich des Augustinerwaldes versorgt, wurden die Pumpen erneuert und der Stromnetzanschluss inklusive Notstromanspeisung verstärkt. Durch die neuen Pumpen und der neuen Pumpensteuerung wird in Zukunft der Energieverbrauch gesenkt.
  • Im Hebewerk Krapfenwald, welches die Behälter Cobenzl und Kahlenberg versorgt, wurden die vorhandenen Pumpen durch moderne drehzahlgeregelte Pumpen getauscht und die elektrotechnische Ausstattung auf den Stand der Technik angepasst. Zusätzlich können nun im Notfall die Versorgungsgebiete direkt über die Pumpen angespeist werden, wodurch die Versorgungssicherheit wesentlich verbessert werden konnte.
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