Leistungsbericht 2017 der Abteilung Strategische Gesundheitsversorgung (MA 24)

Schwerpunkte der Abteilung Strategische Gesundheitsversorgung (MA 24) waren die Umsetzung der Gesundheitsre­form 2017 ("Zielsteuerung Gesundheit") sowie die Ausarbeitung und Abstimmung von Konzepten und Planungen für den Gesundheits- und Sozialbereich. In der MA 24 ist neben der Geschäftsstelle des Wiener Ge­sundheitsfonds (WGF), der für die Teilfinanzierung der Wiener Fondskrankenanstalten zuständig ist, auch das Büro für Frauengesundheit und Gesundheitsziele angesiedelt. Darüber hinaus werden die Aufgaben des Bereichsleiters für Finanzmanagement der Geschäftsgruppe Soziales, Gesundheit und Frauen unter dem organisatorischen Dach der MA 24 wahrgenommen.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2017

Wiener Gesundheitsbericht erschienen

Im Auftrag der MA 24 hat die Gesundheit Österreich GmbH den "Wiener Gesundheitsbericht 2016" erstellt. Inhaltliche Schwerpunkte bilden, neben Ergebnissen zum Gesundheitszustand und -verhalten der Wienerinnen und Wiener, die diesbezüglichen Entwicklungen im vorangegangenen Jahrzehnt, Informationen zum Wiener Gesundheitswesen sowie gesundheitliche Unterschiede nach Merkmalen wie Bildungsniveau oder Geschlecht. Die Wienerinnen und Wiener schätzen ihren Gesundheitszustand großteils als gut oder sehr gut ein, wobei sich dieser Anteil seit 2007 um fünf Prozentpunkte erhöht hat. Deutliche Unterschiede zeigen sich hier allerdings nach sozioökonomischen Merkmalen wie Bildungsstand und Einkommen. Die Lebenserwartung ist in Wien im Einklang mit dem bundesweiten Trend seit 2005 bei Männern um 1,8 und bei Frauen um 1,1 Jahre gestiegen.

Neues aus der Zielsteuerung Gesundheit

PHC Donaustadt

Im September 2017 wurde das zweite Wiener Primärversorgungszentrum, das PHC Donaustadt beim Sozialmedizinischen Zentrum Ost - Donauspital eröffnet. Drei kompetente Allgemeinmedizinerinnen betreiben die neuartige Versorgungsstruktur. Ziel des Zentrums ist sowohl eine Verbesserung der hausärztlichen Infrastruktur vor Ort als auch die Entlastung der Ambulanzen des Donauspitals, das sich direkt gegenüber befindet und mit dem eine enge Kooperation besteht. Zusätzlich zu den Allgemeinmedizinerinnen sind noch eine diplomierte Krankenschwester, eine Psychotherapeutin sowie eine Diätologin vor Ort. Die deutlich erweiterten Öffnungszeiten betragen 50 Stunden pro Woche, 52 Wochen pro Jahr. Die Ordination ist täglich zumindest von 8 bis 19 Uhr geöffnet, am Dienstag auch ab 7 Uhr.

Telefonische Gesundheitsberatung 1450

Im April 2017 startete die telefonische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 (ohne Vorwahl aus allen Netzen) in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg. Sie wird sehr gut angenommen. Bis Jahresende waren in Wien 22.604 Anrufe zu verzeichnen, auf die 10.338 Beratungen durch speziell qualifizierte Pflegekräfte folgten. Die häufigsten Anrufgründe waren Bauchschmerzen, Insektenbisse, Rückenschmerzen und Erbrechen beziehungsweise Durchfall. Wenn erforderlich, wurden die Patientinnen und Patienten zumeist in den hausärztlichen Bereich verwiesen. Die Wartezeit betrug im Durchschnitt 20 Sekunden.

eHealth und Elektronische Gesundheitsakte (ELGA)

Das Land Wien hat 2017 das eHealth-Portfolio mit ausgewählten eHealth-Projekten überarbeitet. Die Veröffentlichung dieser Projekte soll dem Erfahrungsaustausch dienen und das Lernen voneinander fördern.

Wiener eHealth-Projekt Portfolio 2017: 1 MB PDF

Pflege und Betreuung in Wien 2030

2017 begann der Monitoringprozess zur Umsetzung der Strategie "Pflege und Betreuung in Wien 2030". Neben der Abstimmung und laufenden Anpassung des Umsetzungsplans wurden auch erste Schritte in Richtung wirkungsorientierter Steuerung des Prozesses erarbeitet (Wirkungseinschätzung). Die MA 24 begleitet diesen Prozess. Zudem sind die Auswirkungen der Abschaffung des Vermögensregresses auf die Pflegestrategie ein Thema, das auch 2018 im Vordergrund stehen wird.

Strategie "Pflege und Betreuung in Wien 2030"

Task-Force zur Reorganisation der MA 40

Der Leiter der Gruppe Sozialplanung wurde im März 2017 von Seiten der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger beauftragt, einen Prozess zur Reorganisation der MA 40 einzuleiten. Das Projekt unter Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MA 24 und der MA 40 umfasst sowohl eine neue Aufbauorganisation der MA 40, die Implementierung neuer Führungs- und Steuerungsinstrumente (z.B. Berichtswesen), die Neugestaltung der Prüf- und Kontrollprozesse in der MA 40 sowie die Optimierung der Ressourcen (Personalentwicklung, Wissensmanagement, IKT-Entwicklung). Zu den Aufgaben des Leiters der Task-Force zählte auch die Implementierung des neuen Wiener Mindestsicherungsgesetzes, die Weiterentwicklung von Maßnahmen der Arbeitsintegration sowie neue Schwerpunktsetzungen in der Sozialarbeit der MA 40. Nach einer umfassenden Ist-Analyse erfolgte die Erarbeitung neuer Konzepte, die teilweise bereits in Umsetzung sind. Vor allem technische Umstellungen bzw. Anpassung der Prozesse werden aber erst mittelfristig nach entsprechenden Vorbereitungen umgesetzt werden. Die Task-Force, ein Gremium das diesen Prozess begleitet hat, tagt noch bis voraussichtlich April 2018.

Wiener Gesundheitsziele 2025

2017 wurden bei der Umsetzung die inhaltlichen Schwerpunkte auf "Die Chance auf Spontangeburt erhöhen", "Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft" und "Verbesserung der Gesundheitskompetenz" (z. B. die Broschüre zu Reproduktionsmedizin (833 KB PDF)) sowie "Frauenspezifische Betriebliche Gesundheitsförderung" gelegt. Um die Wiener Gesundheitsziele laufend an Wissenschaft und Forschung zu binden, wurde der Prozess auch 2017 von einem internationalen wissenschaftlichen Beirat begleitet und ein Wiener Gesundheitsziele Hochschulen-Kooperationsverbund aufgebaut. Die neu erstellte Webplattform Wiener Gesundheitsziele 2025 stellt für Gesundheitsziele relevante Maßnahmen der Wiener Organisationen vor.

Frauengesundheit

  • Das Wiener Programm für Frauengesundheit setzte im Web eine Kampagne gegen Bodyshaming und für ein positives Körpergefühl um. Unter dem Titel "Bauch, Beine, Pommes" parodierten drei junge Frauen in drei YouTube-Videos gängige Fitness channels und die darin transportierten unrealistischen Körpernormen und -ideale:
    "Bauch, Beine, Pommes" - YouTube
  • Wie geht unsere Gesellschaft mit dem Altern von Frauen um? Wie geht es älter werdenden und alten Frauen in Wien? Wie verändern sich Altersbilder im Speziellen von Frauen? Diese Fragen standen am 27. September im Zentrum der Konferenz "Frau trifft Alter: Gesundheit zwischen Rollenklischees, Altersbildern und Unsichtbarkeit" des Wiener Programms für Frauengesundheit im Wiener Rathaus, die von 500 Personen besucht wurde.
  • Der Themenschwerpunkt "Frauen und Flucht" wurde 2017 mit der neu gegründeten Vernetzungsplattform "Frauen – Gesundheit – Flucht" fortgesetzt, die am 4. Dezember mit einer Auftaktveranstaltung im Wiener Rathaus startete.
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