Leistungsbericht 2020 der Abteilung Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11)

Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) erfüllt auf Grundlage des Wiener Kinder- und Jugendhilfegesetzes 2013 (WKJHG 2013) Aufgaben im Rahmen des Kinderschutzes. Im Fokus der Arbeit steht der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor allen Formen von Gewalt und Vernachlässigung sowie die Unterstützung der Familien bei der Bewältigung ihrer Erziehungsaufgaben.

Der Alltag mit Kindern und Jugendlichen kann Herausforderungen und Belastungen mit sich bringen, die besonders unter schwierigen sozioökonomischen Rahmenbedingungen nicht ohne Unterstützung zu bewältigen sind. Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe bietet ein vielfältiges Angebot an Informationen, Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung arbeiten gemeinsam mit Eltern, Kindern, Jugendlichen sowie wichtigen Kooperationspartnerinnen und -partner an einer gewaltfreien und für die Entwicklung der Kinder beziehungsweise Jugendlichen förderlichen Erziehungs- und Familiensituation.

Liegt eine Kindeswohlgefährdung vor, so hat die Kinder- und Jugendhilfe notwendige Schutzmaßnahmen einzuleiten und kann erforderlichenfalls auch in die elterlichen Rechte eingreifen. Krisenzentren und Krisenpflegeeltern nehmen Kinder und Jugendliche dann vorübergehend auf. Sollte eine längerfristige Betreuung notwendig sein, so verfügt die Wiener Kinder- und Jugendhilfe über sozialpädagogische Einrichtungen und - vor allem für jüngere Kinder - über geeignete Pflegeeltern.

Eine weitere wichtige Aufgabe der WKJH stellt die gesetzliche Vertretung in Unterhalts- und Abstammungsangelegenheiten dar.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick

Die Abteilung hat im Jahr 2020 das Angebot an sozialpädagogischen Einrichtungen weiter den vielfältigen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen angepasst und auch von der Platzanzahl erweitert.

Insbesondere der Ausbau Sozialtherapeutischer Betreuungssettings wurde forciert und 50 weitere Plätze geschaffen. Auch eine Erweiterung des Angebots an sozialpsychiatrischen Plätzen ist in Kooperation mit dem PSD gelungen.

Die COVID-19-Pandemie stellte die Wiener Kinder- und Jugendhilfe vor viele neue Herausforderungen. Sicherheitskonzepte und Handlungsanleitungen wurden erarbeitet, regelmäßig modifiziert und rasch umgesetzt. Neben überwiegend telefonischer Beratung fanden auch persönliche Face-to-Face-Kontakte, auch Hausbesuche, zur Vermeidung akuter Kindeswohlgefährdungen statt. Aufgrund der zusätzlichen Belastungen für Familien durch die Pandemie (Arbeitsplatzverlust, Homeschooling et cetera) war es sehr wichtig, für alle Familien sowie Kooperationspartnerinnen und -partner weiterhin gut erreichbar zu sein und sie in der Krisenbewältigung zu unterstützen.

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