Leistungsbericht 2021 der Abteilung Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11)

Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) erfüllt ihre Aufgaben auf Grundlage des Wiener Kinder- und Jugendhilfegesetzes 2013 - WKJHG 2013. Im Fokus der Arbeit steht der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor allen Formen von Gewalt, Vernachlässigung und die Unterstützung der Familien bei der Bewältigung ihrer Erziehungsaufgaben.

Das Leben mit Kindern und Jugendlichen und die damit verbundenen elterlichen Aufgaben können, gerade unter schwierigen sozioökonomischen Bedingungen, zu herausfordernden Situationen führen, die rasche und kompetente Hilfestellungen erfordern. Die Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten gemeinsam mit Eltern, Kindern, Jugendlichen und wichtigen Kooperationspartner*innen an einer gewaltfreien und für die positive Entwicklung der Kinder beziehungsweise Jugendlichen notwendigen Erziehungs- und Familiensituation.

Wird eine Gefährdung des Kindes beziehungsweise Jugendlichen festgestellt, so ist die Kinder- und Jugendhilfe gefordert, die notwendigen Schutzmaßnahmen einzuleiten, und kann, wenn nötig, auch in die elterlichen Rechte eingreifen und die vorübergehende Aufnahme bei Krisenpflegeeltern beziehungsweise in einem Krisenzentrum organisieren. Sollte die familiäre Situation eine längerfristige Betreuung außerhalb der Familie erfordern, so stehen unterschiedliche Betreuungssettings in sozialpädagogischen Einrichtungen und - vor allem für jüngere Kinder - gut ausgebildete Pflegefamilien zur Verfügung.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe stellt die gesetzliche Vertretung in Unterhalts- und Abstammungsangelegenheiten, die Förderungen der Essensbeiträge in Kinderbetreuungseinrichtungen und bezogen auf Kinder in Voller Erziehung - die Abwicklung des Regresses und allfällige Vermögensverwaltung dar.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick

Die COVID-Pandemie hat auch 2021 großen Einfluss auf die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe genommen. Mit viel Engagement der Mitarbeiter*innen gelang es aber fast alle Angebote aufrecht zu halten beziehungsweise in modifizierter Form anzubieten. Die Kernaufgaben des Kinderschutzes wurden trotz der Pandemie und den damit zusammenhängenden Herausforderungen zuverlässig erfüllt.

Der Bereich ambulanter Unterstützungsmöglichkeiten wurde 2021 weiter ausgebaut und so konnte in Zusammenarbeit mit dem Verein ProSoz ein Familientraining mit der Möglichkeit der Zuschaltung von Peer-Diensten (sprachliches und/oder kulturelles Bindeglied) geschaffen werden. Die Ressource Mobile Betreuung von Familien (MOBE) - SOS-Kinderdorf wurde erweitert und kann nun in 2 weiteren Regionen (somit für Familien in 16 Wiener Bezirken) in Anspruch genommen werden.

Der Ausbau von Sozialtherapeutischen Wohnplätzen konnte weiterverfolgt werden und im Fachbereich Verselbstständigung wurden 2 neue Einrichtungen für Jugendliche geschaffen. Zur Betreuung von Jugendlichen mit psychischen Problemen konnte mit dem Verein LOK - Leben ohne Krankenhaus eine Wohngemeinschaft geschaffen werden, die Jugendlichen mit erhöhtem Pflegeaufwand eine passende Betreuung anbietet. Im Bereich der mittelfristigen Aufnahme und Versorgung von Kindern in Pflegefamilien startete 2021 in Kooperation mit SOS-Kinderdorf ein Projekt, das die Betreuung in professionellen Pflegefamilien zum Inhalt hat.

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