Leistungsbericht 2019 der Abteilung Wien Digital (MA 01)

Die Abteilung Wien Digital stellt Informations- und Kommunikationstechnologie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen des Magistrats und im Wiener Krankenanstaltenverbund zur Verfügung. Sie ist für Installation, Wartung und Betrieb von rund 113.000 Arbeitsplatz-Endgeräten, 5.100 Servern und rund 69.000 Telefonen verantwortlich. In den Wiener Schulen betreibt sie 14.300 PCs, 3.900 Notebooks und 5.500 Drucker. Mit einem der größten Computernetze Europas schafft Wien Digital als interne Dienstleisterin die technischen Grundlagen für rund 86.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Wien, um den Bürgerinnen und Bürgern eine rasche, kompetente und moderne Interaktion und Kommunikation mit dem Magistrat der Stadt Wien und eine sichere Bereithaltung der gespeicherten Daten insbesondere auch für Diagnose und Therapie in den Gesundheitseinrichtungen des Wiener KAV zu ermöglichen.

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Projekt- und Schwerpunktüberblick 2019

Wahl-IT

Die Sicherstellung einer rechtskonformen Wahlabwicklung mit Anbindung an das zentrale Wählerregister des Bundes und die Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit sind neben der Sicherung des technischen Know-hows primäre Ziele einer Erneuerung der Wahl-IT. Die ersten neuen Module des Systems wurden erfolgreich bei der EU-Wahl 2019 sowie bei der Nationalratswahl 2019 eingesetzt. Um einen einwandfreien Ablauf gewährleisten zu können, wurden im Jahr 2019 laufende Optimierungen durchgeführt.

Zentrales Fördermittelmanagement

Ziel im Fördermittelmanagement ist der durchgängige elektronische Förderakt. Die bisher in den Dienststellen eingesetzten unterschiedlichen IT-Werkzeuge werden im Zuge einer Systemkonsolidierung reduziert und der komplette Förderprozess wird softwareunterstützt. In einer großen Anzahl an Dienststellen wurde der Rollout bereits bis Ende 2019 durchgeführt. Die weiteren Dienststellen stehen für 2020 am Plan.

Einsatz einer Recruiting Software

Eine Ausschreibung zur Beschaffung einer eRecruiting Plattform wurde durchgeführt. Die Testphase wurde im November gestartet. Die Software wird im Projekt im Rahmen eines Pilotbetriebs einigen Dienststellen zur Verfügung gestellt. Zum Ende des Projekts wird über eine magistratsweite Ausrollung der eRecruiting Plattform entschieden.

DigiPol - Digitale Politik Wien

Die Sitzungen zum Wiener Landtag und Gemeinderat sowie jene der Ausschüsse, der Landesregierung und des Stadtsenates werden derzeit in Papierform abgewickelt. Für die Mitglieder des Wiener Landtages werden elektronische Sitzungsabwicklung, Akteneinsicht und Antragstellung umgesetzt. Die Elektronische Akteneinsicht konnte termingerecht im Oktober 2019 in Produktion gehen.

Digitales Stadtservice

Das Digitale Stadtservice "Mein Wien" ist der ideale digitale Ort für die Wienerinnen und Wiener rund um das Leben in der Stadt. Die personalisierte, digitale Begleitung bietet moderne Amtswege mit höchstem Komfort und maßgeschneiderte Infos rund um das Grätzl-Leben.

"Mein Grätzl" bietet individualisierte Informationen aus dem Grätzl und ist so die Tür hinaus in die physische Welt. Von Neuigkeiten in der Umgebung, wie aktuelle Baustellen oder neue Citybike-Stationen, bis zu Veranstaltungen werden personalisierte Informationen auf der Wienkarte verortet angezeigt.

"Meine Amtswege" bietet das zentrale, personalisierte Portal, um Amtswege digital abwickeln zu können. Es bietet nicht nur den Überblick über relevante Aktivitäten, sondern ermöglicht jederzeit direkten Kontakt zur Stadt aufzunehmen oder auch über die Feedback-Funktion Anregungen zur Verbesserung von "Mein Wien" zu geben. Großer Wert wurde auf charmante, leicht verständliche Sprache gelegt, der integrierte WienBot beherrscht sogar den "Wiener Schmäh"! Technisch wurden innovative Technologien integriert, Artificial Intelligence ebenso wie modernste Chatbot-Technologie.

Digitale Baueinreichung

Den Baugenehmigungsprozess zu digitalisieren und zu beschleunigen steht im Fokus des Projekts Digitale Baueinreichung. Anstelle der bislang geforderten Einreichung von Papierplänen soll in Zukunft die Einreichung digitaler Unterlagen – sowohl in 2D als auch in 3D als BIM (Building Information Modelling) möglich sein. Im Jahr 2019 wurde mit der 2D-Einreichung der erste Schritt gemacht und Baugenehmigungen können nun auch digital eingereicht werden. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Baugenehmigungsverfahrens wird im EU-geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt BRISE der Einsatz moderner Technologien wie BIM, AI (Artificial Intelligence), AR (Augmented Reality) erprobt. Das Ziel ist es, Prüfungen weitgehend zu automatisieren, BürgerInnen-Beteiligung optimal zu unterstützen und das Baugenehmigungsverfahren nachhaltig zu beschleunigen.

Schule Digital

Die bestehende IKT-Infrastruktur der Wiener Schulen wird weiter ausgebaut - Teilprojekt "Wireless School" - und neue Digitale Tools werden im Unterricht erprobt - Teilprojekt "Digitale Tools".

Hier wird die Grundlage geschaffen, um in den Wiener Mittelschulen, Berufsschulen und Polytechnischen Schulen digitale Kompetenzen vermitteln zu können. Es werden die Voraussetzungen für einen digital aufgeklärten und ausgebildeten Nachwuchs geschaffen, und dazu ist die Installation von flächendeckendem WLAN an allen oben genannten Wiener Schulen ein erster Schritt.

Krankenhaus Nord IKT-Realisierung

Nach der Baufertigstellung im Dezember 2018 konnten im Jänner 2019 alle Aktivitäten zur Aufnahme des PatientInnen-Betriebes erfolgreich abgeschlossen werden. Der medizinische Probebetrieb sowie die hygienischen Endreinigungen erfolgten im April und Mai. Anfang Juni 2019 konnte eines der modernsten Spitäler Europas, das Krankenhaus Nord - Klinik Floridsdorf, den Betrieb aufnehmen.

Alle IKT-infrastrukturellen Komponenten wie Verteilerräume, aktives Netzwerk, Telekommunikationsanlagen, DECT-Netz wurden in einem technischen Probebetrieb mit positivem Ergebnis getestet. Die IKT-Endgeräte wurden installiert. Die notwendigen Software-Module wurden vorbereitet und in den klinischen und nichtklinischen Organisationseinheiten mit ihren Schnittstellen zu Logistik- und Medizintechniksystemen erfolgreich erprobt. Bürgermeister Ludwig hat das Krankenhaus Nord am 6. April 2019 beim Tag der Offenen Tür feierlich eröffnet.

Vereinheitlichung Röntgen-Software

Ein "Competence Center Radiologie" wurde aufgebaut, Hardware und Software für den zentralen Betrieb wurden bereitgestellt und die Harmonisierung der Kataloge und Prozesse wurde erreicht. Otto- Wagner- Spital, Orthopädisches Krankenhaus Gersthof und Wilhelminenspital sowie die Klinik Floridsdorf wurden erfolgreich auf das neue einheitliche System umgestellt. Aus den Altsystemen wurden Daten migriert. Durch vermehrten Einsatz von Eigenpersonal ist es gelungen, hohe Kosten bei der Vor-Ort-Betreuung einzusparen.

Langzeitarchivierung von EEG-Daten

Die Signaldaten von EEG-Geräten werden in dem weltweiten Standardformat DICOM im bestehenden Zentralarchiv des Wiener Krankenanstaltenverbundes archiviert. Der Zugriff auf EEG-Signale wird dadurch herstellerunabhängig. Ein Austausch zwischen Spitälern und Systemen verschiedener Hersteller wird möglich. Die gesetzliche Datenhaltung ist auch bei Wechsel des EEG-Geräte-Herstellers gegeben. Anfang 2019 wurde ein erster Prototyp des Datenkonverters installiert, erfolgreich getestet und implementiert. EEG-DICOM wurde zur Standardisierung eingereicht und wird im Sommer 2020 zum weltweiten Standard für EEG-Signaldaten.

MA 70 Rettungsanfahrtsübersicht

Als erste Maßnahme werden die PatientInnen-Stammdaten bei Rettungseinsätzen nur noch elektronisch an die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes übertragen. Dadurch sollen betroffene Patientinnen und Patienten bereits im Vorfeld administriert werden können und ein reibungsloserer Ablauf bei der Ankunft im Spital gewährleistet werden.

eMedikation

eMedikation ist eine neue ELGA-Anwendung, die im niedergelassenen Bereich ausgerollt wurde. Ärztinnen und Ärzte können nun sehen, was ihre Patientinnen und Patienten verordnet bekommen und was sie in der Apotheke abgeholt beziehungsweise gekauft haben. Patientinnen und Patienten haben über das ELGA-Portal ebenfalls Einsicht in diese Daten. Die Spitäler können die Daten zu ihren Patientinnen und Patienten abrufen. Das erleichtert die Medikamenten-Anamnese, zum Beispiel bei nicht ansprechbaren Patientinnen und Patienten.

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