Enquete "Die Zahlen zum Sprechen bringen"

Am 11. November 2015 fand die Enquete zu Theorie, Praxis und Anwendung gendersensibler Statistik als Beitrag zur Geschlechtergleichstellung statt. Die Stadt Wien setzt in der Verwaltung auf Genderstatistik und Equality-Daten.

Stadträtin Frauenberger (Mitte) mit den AutorInnen des Leitfadens und OECD-Expertin Pia Rattenhuber (links)

Stadträtin Sandra Frauenberger (Mitte) mit OECD-Expertin Pia Rattenhuber (rechts); von links: MA 57-Leiterin Marion Gebhard, MA 23-Leiter Klemens Himpele, Dezernatsleiterin Gender Mainstreaming Ursula Bauer.

Nur mit ausreichend fundierten und qualitativ hochwertigen Daten lassen sich international vergleichbare Studien und Analysen durchführen, die Lebensrealitäten von Männern und Frauen abbilden. Das Dezernat Gender Mainstreaming der Magistratsdirektion hat daher gemeinsam mit den Abteilungen Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) und Integration und Diversität (MA 17) einen neuen Daten-Leitfaden für den Magistrat für Genderstatistiken und die Erhebung von Equality-Daten entworfen. In einer Keynote im Rahmen der Enquete zeigte sich OECD-Expertin Pia Rattenhuber erfreut über die intensive Auseinandersetzung der Stadt mit gendersensiblen Daten.

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger: "Um Gleichstellung zu erreichen braucht es zielgerichtete Politik, die auch die richtigen Maßnahmen setzt."

Darstellung der Unterschiede

Im Arbeitsalltag des Magistrats spielen schon jetzt Daten und Statistiken eine wichtige Rolle. Das Statistik Journal "Gendersensible Statistik: Lebensrealitäten sichtbar machen" legt einen theoretischen und methodischen Grundstein für Datenerhebungen, die Lebensrealitäten von Frauen und Männern gleichermaßen abbilden.

Der Gleichstellungsmonitor, veröffentlicht von der MA 57 – Frauenabteilung, stellt Lebens- und Arbeitssituationen von Frauen und Männern in Wien anhand von 119 Indikatoren dar. Der Gleichstellungsmonitor wird künftig periodisch erscheinen und die Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männer beobachten und sichtbar machen.

Der Leitfaden zeigt, wie vorhandene Statistiken und neu gesammelte Datensätze verknüpft und so gesellschaftliche Realitäten von Männern und Frauen in Wien noch besser dargestellt werden können. Konkret können Erkenntnisse, wie zum Beispiel geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Verteilung unbezahlter Arbeit, mit der Wirksamkeit von Maßnahmen wie der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen oder die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen in Zusammenhang gestellt werden.

Der Effekt von politischen Entscheidungen, wie zum Beispiel der Ausbau von Kinderbetreuung, wird dadurch messbar: In Wien sind die Differenzen zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt weniger stark ausgeprägt als in den anderen Bundesländern. Das zeigt sich auch bei der höchsten Väterbeteiligung beim Kinderbetreuungsgeld, den höchsten Kinderbetreuungsquoten sowie den hohen Vollzeitquoten der erwerbstätigen Frauen.

Männer und frauen sitzen im Kreis

TeilnehmerInnen im Arbeitskreis während der Enquete "Die Zahlen zum Sprechen bringen"

Vortrag mit Publikum

TeilnehmerInnen bei der Enquete "Die Zahlen zum Sprechen bringen"


Keynote

  • Pia Rattenhuber: Gender und Statistik: 730 KB PDF

Präsentationen

  • Peter Wieser: Gendersensible Statistik: 480 KB PDF
  • Dominik Sandner: Gute Daten im Magistrat: 340 KB PDF
  • Stephanie Kiessling: Gender Statistik und der Wiener Gleichstellungsmonitor: 180 KB PDF

Workshops

  • Potenziale und Grenzen quantitativer und qualitativer Genderdaten; Input: Ulrike Papouschek (FORBA)
  • Methodische Herangehensweisen und Herausforderungen bei der Erstellung gendersensibler Statistik; Input: Elisabeth Aufhauser (Universität Wien, genderATlas)
  • Genderstatistik als Steuerungselement anhand ausgewählter Anwendungsbeispiele; Input: Pia Rattenhuber (OECD)

Broschüre der MA 23 zum Thema

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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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