Verteilerkreis Favoriten/Altes Landgut

Durch die Verlängerung der U-Bahn Linie U1 konnte der Standort erheblich aufgewertet werden. Hochrangige städtebauliche Entwicklungen sind langfristig geplant.

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Mit der Verlängerung der U1 wurde der Standort Altes Landgut/Verteilerkreis Favoriten im September 2017 durch eine hochrangige öffentliche Verkehrsanbindung aufgewertet. Zuvor war dieser ausschließlich als hoch frequentierte Drehscheibe für den motorisierten Individualverkehr bekannt.

Die Fläche innerhalb des Fahrbahn-Kreises, welche insgesamt circa 4 Hektar aufweist, kannte kaum jemand, stellte eine Barriere im Bezirk und für die Menschen dar und war hauptsächlich ungenutzt. Durch die U1-Verlängerung und durch die U1-Station "Altes Landgut" hat sich das wesentlich geändert. Der Verteilerkreis bekam eine neue Bedeutung, wurde für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zugänglich und querbar.

Die Fläche des Verteilerkreises innerhalb der Fahrbahn steht im Eigentum der Republik Österreich und wird von der ASFINAG verwaltet.

Projektverlauf

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In den Jahren 2013 und 2014 wurden Entwicklungsvarianten geprüft und schließlich in einem Wettbewerb konkretisiert. Sieger wurde das Projekt von Frötscher/Lichtenwagner Architekten.

Der Verteilerkreis sollte von einem reinen Verkehrsknoten in ein urbanes Zentrum umgewandelt werden. Angestrebt wurden langfristig Nutzungen, die die Qualitäten und Potenziale des Standorts ausschöpfen. Eine weitere zentrale Frage war, wie der Verteilerkreis und damit die U-Bahnstation von den Nutzungen im Umfeld insbesondere zu Fuß rasch und sicher erreicht werden können. In den Leitbildern wurde daher vorgeschlagen, sowohl das Projektgebiet Viola Park als auch das Gelände des FH-Campus mittels Stegen an den Verteilerkreis anzubinden.

Der Standort weist komplexe technische Anforderungen auf. Unter anderem schränkt die unterirdische Autobahntrasse die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten ein. Daher fand sich vorerst kein Investor für die Umsetzung des städtebaulichen Projekts.

Aktuelle Nutzung

Aktuell befinden sich auf dem Verteilerkreis eine bewirtschaftete Parkfläche sowie Storage-Container. Bei diesen Nutzungen handelt es sich um sogenannte Zwischennutzungen, die zeitlich die Lücke bis zur endgültigen Nutzung füllen. Geplant ist derzeit, dass diese Zwischennutzungen um eine Bäckerei-Filiale erweitert werden sollen. Die endgültige Nutzung steht noch nicht fest.

Ziele des Projekts

Im November 2014 wurden das städtebauliche Konzept und die damit verbundenen Zielsetzungen in der Stadtentwicklungskommission (STEK) beschlossen: STEK-Beschluss (2,3 MB PDF)

Der Beschluss ist nach wie vor aufrecht. Folgende Aspekte sind dabei wesentliche Ziele:

  • Schaffung von Strukturen mit urbanem Charakter aufgrund der prominenten Lage: Dabei soll vor allem der öffentliche Raum attraktiver gestaltet werden.
  • Versorgung mit öffentlichen Grün- und Freiflächen
  • Berücksichtigung von Maßnahmen im Hinblick auf den Klimawandel
  • Schaffung von adäquaten Fuß- und Radwegverbindungen vor allem ins Umland, da der Bereich um den Verteilerkreis von einer starken Entwicklungsdynamik geprägt ist (FH-Campus Wien, Viola Park) und derzeit eine starke Barriere darstellt.

Bürger*innen-Informationsveranstaltung

Am 7. April 2015 waren die Anwohnerinnen und Anwohner des Verteilerkreises Favoriten zur Informationsveranstaltung zum Thema "Viola Park und Verteilerkreis Verkehrskonzept" eingeladen. Über 600 interessierte Bürgerinnen und Bürger informierten sich bei Expertinnen und Experten der Stadt, Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsplanungsbüros TRAFFIX GmbH, der ASFINAG und des FH-Campus Wien über die städtebaulichen und verkehrlichen Entwicklungen rund um den Verteilerkreis.

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