Young Viennese Architects (Yo.V.A.) 1 - Teilnehmende Architekturbüros

Yo.V.A.-Ausstellung in München

Im Architekturjahr 2005 startete der erste Aufruf an junge Architektinnen und Architekten, sich für die Teilnahme an einer Ausstellung ihres eigenen Schaffens zu bewerben.

Eine Jury hat die Teilnehmenden aufgrund ihrer eingereichten Projekte auswählt. Die Jury bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Architektur, Architekturausbildung, Stadt Wien, Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, Österreichischen Gesellschaft für Architektur und ig-architektur.

Sowohl bereits etablierte und publizierte Architektinnen und Architekten als auch die einer breiteren Öffentlichkeit noch unbekannten und stärker konzeptionell Arbeitenden wurden ausgewählt. Insgesamt wurden 15 "Architekturpositionen" konnten auf diese Weise vorgestellt werden:


pool

Sicher zu den bereits etablierten Büros sind pool zu zählen, die gerade mehrere Wohnbauten am Areal der "Kabelwerke" realisiert haben. Für sie zählt nicht die äußere Erscheinung eines Gebäudes sondern die innere Dichte aus unter anderem Mehrfachnutzung, Um- und Neudefinition der einzelnen Funktionen. Die Dinge sind nicht nur das, was sie scheinen - sie sind und können mehr.

pool

querkraft

Mit Bauaufgaben in Deutschland und Großbritannien sind querkraft bereits international tätig. Als Teamarbeiter hinterfragen sie zu Beginn jede Aufgabe. Die Vielfalt im Team öffnet den Horizont. Sie sehen den Menschen als Mittelpunkt ihrer Arbeit. Planung wird als Prozess, die Bauherrin oder der Bauherr als Partnerin oder Partner, die Architektur als Kunst mit Anspruch auf Nachhaltigkeit und Angemessenheit verstanden.

querkraft

Michael Wallraff

Experimentell sieht Michael Wallraff seinen architektonischen Ansatz "Wir bauen Häuser in Häuser und Städte in Städte ... Architektur ist (be)baubar". Gemeinsam mit Wolfgang Tschapeller hat er ein spannendes Projekt für das abgerissene "Bundesländerversicherung"-Gebäude am Donaukanal entwickelt.

Michael Wallraff

ARQUITECTOS

Anfang Mai 2006 wurde das neueste Objekt von ARQUITECTOS als Teil der Neuorganisation des Karlsplatzes feierlich eröffnet - die Polizeistation am Karlsplatz. Sie sehen ihr Tätigkeitsfeld sowohl in der Architektur als auch im Bereich des Urbanismus und "betrachten die Dinge der Welt verkehrt herum, um sie richtig zu sehen".

ARQUITECTOS

feld72

Für mediale Aufmerksamkeit sorgten feld72 (gemeinsam mit nan) im Sommer 2002 mit ihrem "Toronto Barbecue" am Vorplatz des Wiener Museumsquartiers. Er mutierte zur "heterogenen Strebergartenstruktur" und wurde entsprechend genutzt. Sie sehen den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im "Erforschen urbaner Bedingungen und deren Potenzial".

feld72

Alles Wird Gut

"Alles Wird Gut" ist Name und Botschaft dieser Teilnehmer an YO.V.A. Ihr Ansatz ist pragmatisch, sie suchen nach Potenzialen im Kontext, sehen Probleme als Chance und ihr Ziel im Finden und Realisieren von zusätzlichen Qualitäten. Ihre experimentelle Wohnvision, das Wohnrad "turn on", machte sie vor einigen Jahren in der breiten Fachwelt bekannt.

Alles Wird Gut

gerner°gerner plus

Andreas Gerner und Gerda Maria Gerner - kurz gerner°gerner plus - zählen schon zu den arrivierten "jungen" Büros. Dass sie es schaffen, ihren Anspruch von der Umsetzung "ihrer so genannten abstrakten Ideale von konstruktiver Modernität auf die Wünsche und handfesten Bedürfnisse ihrer Bauherren abzustimmen", haben sie unter anderem mit zwei Wohnbauten in Wien bewiesen.

gerner°gerner plus

Büro 000y0

Zu den auch experimentell und theoretisch arbeitenden Büros zählt das 2004 gegründete Büro 000y0. Zur Stärkung der öffentlichen Kultur entwickelten sie das Projekt "Stadtkatze auf Grenzgang". Aber auch konkrete bauliche Umsetzungen wie der "Balkon mit Lagerkisten" oder ein Dachausbau im dritten Wiener Gemeindebezirk zählen zu ihren umgesetzten Projekten.

Büro 000y0

Andreas Treusch

Andreas Treusch beweist mit seinen Projekten in Wels, Linz und Schwechat, dass sich von Wien ausgehend auch die Bundesländer mit großen Projekten "beplanen" lassen. In neutralen Strukturen möchte er unter anderem spezielle Formen entwickeln, Individualität und Gemeinsamkeit fördern, Flexibilität voraussetzen und Raumerlebnisse erreichen. Umweltbewusstsein dient als Grundlage.

Andreas Treusch

heri und salli

Die spannende Ausstellungsarchitektur zur Ausstellung "AustriArchitektur", welche im Juni 2005 in der Berliner Galerie Aedes und anschließend in Wien gezeigt wurde, stammte vom Architektenduo heri und salli. Für das Wiener Künstlerhaus entwickelten sie das Projekt "schleierraum", das vorsah, das Gebäude temporär mit einem freibeweglichen Fahnenschleier zu verhüllen.

heri und salli

Caramel architekten

"Für jedes Projekt neu", das ist die Devise von Caramel architekten und auch "Idealismus und Erfindergeist stehen ganz oben". Dass sie diese Ansprüche auch bis zur Realisierung aufrechterhalten und umsetzen, haben sie mit einer Aktion im Rahmen der "Mak nite" und Gebäuden in Wien, Oberösterreich und Salzburg gezeigt.

Caramel architekten

Stattmann

Wer den Praterstern passiert, dem sticht sicher ein neues, hellblau gefärbtes Gebäude ins Auge. Dabei handelt es sich um die "Transformation einer Fußgängerunterführung und WC-Anlage in eine kulturelle Veranstaltungsstätte mit variabler Nutzung", dem FLUC_2 von Architekt Klaus Stattmann. Für ihn ist die Architektur "das sprunghafte Umschlagen des Unmöglichen ins Faktische".

Stattmann

gaupenraub +/-

Hinter "gaupenraub +/-" stehen Ulrike Schartner und Alexander Hagner und wechselnde Projektpartnerinnen und Projektpartner. Ihr Ziel ist "die Realisierung von Höchstleistungen in der Architektur". Dass der jeweilige Genius Loci den Ausgangspunkt ihrer Arbeit bildet, haben sie mit einem Aufbau in der Freihofsiedlung und einer genialen Lösung für den Kiosk "Engel am Naschmarkt" unter Beweis gestellt.

gaupenraub +/-

ppag

In der Entstehung von Architektur und Kunst sehen ppag Ähnlichkeiten zum Beispiel im kreativen Prozess und den möglichen plötzlichen Einfällen, trotzdem ist der Architekt, die Architektin für sie kein Künstler, keine Künstlerin sondern ein Forscher, eine Forscherin. Als die Ergebnisse ihrer Forschungen in Wien lassen sich unter anderem der weltgrößte Klimawindkanal oder die "Enzis", die multifunktionellen Hofmöbel im Museumsquartier, verstehen.

ppag

RAHM architekten

Auch ein breites Spektrum an architektonischen Lösungen bieten RAHM architekten mit ihren bisherigen Arbeiten. So entwarfen sie die Ausstellungsarchitektur für eine John F. Kennedy Ausstellung, entwickelten einen Badesteg oder entwarfen eine mobile Straßenküche. Sie sehen Ihre Aufgabe "zuallererst in der gezielten Fragestellung".

RAHM architekten

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular