Ausstellung "gebaut 2008" - Architektonische Begutachtungen der MA 19

In der Ausstellung "gebaut 2008" zeigte die "Architektonische Begutachtung" 21 qualitativ hochwertige architektonische Projekte, die im Jahr 2008 in Wien fertig gestellt wurden. Sie war bis Juni 2009 in der Abteilung für Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) zu sehen.

Ausgestellte Projekte

Aufstockung - Wohnhaus - 16., Wattgasse 39

Blechdach mit drei Gauben, die an der Vorderseite gebaucht sind, über einem Gründerzeithaus mit gegliederter Putzfassade

BRANDSTÄTTER baumanagement

Die Ausgangslage: ein Gründerzeithaus in Wien Ottakring. Die Aufgabe: Totalsanierung unter den Richtlinien des Wohnfonds Wien, Erweiterung um ein Voll- und zwei Dachgeschoße. Die Strategie: eine strikte Trennung zwischen Bestand und Erweiterung, die historische Substanz sanieren und darüber etwas Neues schaffen, dieses auch als solches betonen, um somit eine neue Charakteristik zu erzeugen.


Dachausbau - Wohnhaus - 1., Schottengasse 1

Eckhaus mit klassizistischer Fassade und modernem Dachausbau

ÖRAG

Das 1893 von Architekt Emil von Förster im Stil des Späthistorismus erbaute Eckhaus, ehemals "Allgemeine Depositenbank", stellt mit seiner Giebelfigur der Fortuna einen markanten Blickfang am innerstädtischen Platz der Freyung dar. In der Glasfläche der Skybox spiegelt sich der Himmel und die Figur bekommt einen Hintergrund. Der Entwurf sieht Terrassen und Öffnungen in den prominenten Eckbereichen vor, um die entsprechenden Räume im Dachgeschoß durch natürliche Belichtung erlebbar zu machen.


Dachausbau - Wohn- und Bürogebäude - 1., Stubenbastei 2

Gebäudeeck der oberen drei Geschosse eines gründerzeitlichen Hauses, darüber zweigeschossiger Dachausbau in Metall- und Glasbauweise mit abgerundeten Ecken

Architekt STEFFEL

Die Hülle des Dachkörpers wurde an Strategien der Autoindustrie angelehnt, nicht nur im Sinne eines Logos, sondern auch in der Materialwahl und Formensprache. Gebaut wurde das Objekt jedoch überwiegend mit herkömmlichen Baustrategien. Techniken, wie sie die Industrie bei Fahrzeugen anwendet, konnten kaum benützt werden. Das Haus wurde innerlich verjüngt und den heutigen Anforderungen angepasst. Es bleibt jedoch weiterhin ein Gründerzeithaus. Seine typische Gesimsebene stellt sozusagen eine Jahrhundertlinie dar, eine Zäsur, auf die das nächste Jahrhundert in seiner Formensprache gesetzt worden ist.


Dachausbau - Wohnhaus - 2., Praterstraße 42

Reich dekorierter sandsteinfarbener Altbau, darauf eine Halbtonne als Dach

Architektin Dietlind Erschen

Das Haus wurde 1865 nach den Plänen von Ludwig Förster für den Industriellen Albert Klein von Wisenberg als Großmiethaus errichtet. Aufgabe war es, neben der Sanierung des Hauses einen Dachausbau zu planen, der Rücksicht auf die Straßenfassade und deren gleichmäßige Gliederung nehmen sollte. Es wurde eine ruhige, zurückhaltende Lösung angestrebt. Durch das Zurücksetzen der Glasfront, der Aufstockung auf die Baufluchtlinien der Nachbarliegenschaften und dem Schwung der Dachfläche wurde eine gewisse Leichtigkeit erreicht. Die graue Eternit-Dachdeckung betont den Dachcharakter. Die Stützen der Lastableitung sind im Rhythmus der Fassade gesetzt.


Neubau - Wohnhausanlage - 11., Modecenterstraße

Ausschnitt einer Wohnhausfassade mit vorgelagerten Loggien, die teils Glasfüllelemente, teils vollflächig weiße Paneele aufweisen

DELUGAN MEISSL Associated Architects

"Simply 11" wurde als Teil des städtebaulichen Leitprojekts "Mehrwert Simmering" konzipiert. Die Anlage ergänzt den angrenzenden Business-Park "Marximum", einen dichten, urbanen Raum mit hochwertigen Freiflächen. Leitmotiv der Planung war unter anderem die flächenoptimierte Erschließung einzelner Wohnbereiche. Lufträume zwischen den Geschoßen erhöhen die Nutzungsqualität der Erschließungsbereiche. Jede Wohnung verfügt über einen süd- oder westseitigen privaten Freiraum. Hier variiert das Angebot von Veranden und Schiebeverglasungen, Dachterrassen oder Mietergärten, die jeweils den Wohnräumen direkt zugeordnet sind.


Neubau - Wohnhausanlage - 12., Kabelwerk, Amalie Seidl Weg 5

Spitzwinklige obere Gebäudeecke, verglast mit horizontalen Sprossen

Architekt Martin Wurnig

Beeinflusst durch die angrenzende Bahntrasse ist das definierende Element für die Entwicklung des Baukörpers sein Rücken. Thema der Planung ist die "Wand", die sich an der Geländekante windet, wickelt, bricht und ihren Höhepunkt in einem markanten, verglasten Spitz findet. Hofseitig setzt sich die Wand als horizontales Band in der Fassade fort und spielt auf ein traditionelles Motiv der Wiener Gründerzeit an: Die Überhöhung der Gesimse über dem letzten Geschoß findet sich hier in Form von auskragenden, massiv gestalteten Dachgeschoßen wieder. Zusammen mit dem neungeschoßigen Hauptgebäude gruppiert sich ein weiterer, dreigeschoßiger Gebäudeteil um einen Innenhof.


Neubau - Einfamilienhaus - 13., Großer Ring 40

Zweigeschoßiges Haus mit Flachdach, im Erdgeschoß großflächige Plattenverkleidung, rechts zurückspringender Gebäudeteil, großzügig verglast

gharakhanzadeh sandbichler architekten

Zurückhaltung und Maßstäblichkeit in Bezug auf die Umgebung prägen das Projekt nach außen. Großzügigkeit und Offenheit mit ausreichender Intimität ist die Wirkung von Innen. Die Baumasse ist durch geschlossene und verglaste Fassaden strukturiert und durch Einschnitte im Volumen plastisch gegliedert. Der Vorgarten wendet sich dem Straßenraum zu, die geschlossene Fassade begrenzt den privaten Bereich. Nach Süden ist ein Patio vorgelagert, ein zur Straße durch eine Mauer abgeschirmter Freiraum, der die Fläche der Küche in den Außenraum erweitert und als Sonnenfänger dient.


Neubau - Einfamilienhaus - 13., Kramer Glöckner Straße 44

Im Vordergrund eine Gartenlandschaft mit Rasenfläche, Biotop und Terrasse, dahinter ein kubisches Haus in Sichtbeton

Marte.Marte Architekten

Das Wohnhaus Seewald in Wien ist als ebenerdige Wohnung mit Seminar- und Gästebereich im Gartengeschoß, sowie mit zusätzlichen Wohnräumen im Turm konzipiert. Die Wohn- und Schlafräume des Erdgeschoßes öffnen sich gleichsam zu einem offenen Innenhof, wie auch zum nahe gelegenen Hörndlwald. Das Konzept beruht auf einer dynamischen Form, welche um einen kleinen Innenhof geformt ist und in einem Turm endet. Eine überzeugende Umsetzung war nur als Sichtbetonhülle möglich, die Kombination mit Decken als Massivholzscheiben erzeugt ein Gefühl von Offenheit nach oben im Kontrast zur massiven Hülle nach außen.


Neubau - Einfamilienhaus - 14., Hühnersteigstraße 71

Im Vordergrund eine Gebäudeecke, daneben eine blattlose Baumkrone

Architekten Kai Stania

Der schwarze Grundbaukörper ist schlicht gehalten, um eine einfache Umsetzung in Holz-Riegelbauweise zu ermöglichen. Die Rahmen, die für das Gebäude so charakteristisch sind, erfüllen mehrere Aufgaben: Erstens dienen sie dem Sonnenschutz als Träger für Sonnenbaldachine. Zweitens übernehmen sie eine gestalterische Aufgabe, den Kubus wieder räumlich zu schließen, der durch die bauordnungsgemäßen Rücksprünge entsteht, und drittens definieren sie Raum, um einen Übergang vom Wohnraum zur Terrasse und in weiterer Folge in den Garten beziehungsweise in die Ferne zu schaffen. Die Räume sind geprägt von dem Verhältnis zwischen Innen und Außen und dem Bedürfnis, so viel Landschaft und Licht wie möglich einzufangen. Die Nord- und Westfassade sind eher geschlossen gehalten, da sie nicht die Außenraumqualität der Ost- und Südseite aufweisen.


Neubau - Wohnhausanlage - 16., Brunnengasse 40-42

Dunkelgraue Plattenfassade mit durchlaufenden Loggien; Die Loggiengeländer wechseln zwischen Platten, Stab- und geschosshohen Lamellenelementen.

LICHTBLAU | SPINDLER Architekten

Am Brunnenmarkt entstand ein Wohnhaus, dessen Ecksituation an der Brunnengasse/Grundsteingasse, die Lage am Brunnenmarkt und die unterschiedlichen Gebäudehöhen der angrenzenden Häuser eine differenzierte städtebauliche Intervention verlangte. Nach Süden, zur Grundsteingasse und für größere Distanz konzipiert, wurden die Fassaden als helle Scheiben mit horizontalen Fenstern ausgebildet. Die Fassade zum Markt hingegen hat Tiefe und bildet Loggien aus. Die Dachgeschoßzone im Bauteil am Brunnenmarkt wurde als eigenständiges Element ausgebildet und über den kubischen Hauptbaukörper gelegt. Die Ansicht des Profils unterstützt diesen Eindruck.


Neubau - Wohnhausanlage - 16., Koppstraße 12

Obere vier Geschosse eines Wohnhauses mit weißer Lochfassade und anthrazitfarbenen Fensterbändern

BLAICH + DELUGAN ARCHITEKTEN

Die Lage an einer stark befahrenen Straße, sowie das gründerzeitlich geprägte Umfeld mit massiven Hinterhofverbauungen haben die Gestaltung dieses Wohnhauses maßgeblich beeinflusst. Im Erdgeschoß sind die Wohnfolgeräume um einen kleinen, aber feinen Grünhof gruppiert, die darüber befindlichen Wohnungen sind großzügig zur Hof- und Straßenseite geöffnet. Das besondere des Projektes stellen jedoch die ins zweite Dachgeschoß gepackten Gemeinschaftseinrichtungen dar: eine Gemeinschaftsterrasse und ein Gemeinschaftsraum als architektonischer Akzent.


Neubau - Wohnhaus - 20., Mortaraplatz 11 / Pasettistraße 91

Die oberen fünf Geschosse einer dunkelgrauen Straßenfassade, mit schmalen hohen Fenstern

Mascha+Seethaler Architekten

Das Gebäude schließt zwei L-förmige zusammenhängende Baulücken zwischen Mortaraplatz/ Ospelgasse beziehungsweise Pasettistraße. Durch den Baukörper und die Fassadenkomposition geht das Projekt auf seine prominente Lage ein. Das Aufeinandertreffen der Platzfront (Mortaraplatz) und der Straßenfront (Ospelgasse) ist architektonischer Ausgangspunkt. Von diesem Punkt aus erfolgt auch die Haupterschließung des Gebäudes. Zum Mortaraplatz hin präsentiert sich der Baukörper mit einer straffen Metallfassade, in der Ospelgasse sind färbige Faserzementplatten angebracht. Fingerförmig greifen beide Fassaden in der Ecke Mortaraplatz/ Ospelgasse ineinander. Die Fassaden der Pasettistraße sowie der Innenhof sind in Silikatputz ausgeführt.


Neubau - Einfamilienhaus - 22., Kaudersstraße 12

Zweigeschoßiges Haus mit weißen Fassadenplatten und schmalen Fenstern, im Erdgeschoß knallgrüne Verkleidung

STADTGUT architekten

"Haus K" ist ein Einfamilienhaus in einer typischen Einfamilienhaussiedlung, auf einem langen, schmalen Grundstück, mit gekuppelter Bebauung, einem Vorgartenbereich zur Straße hin und einem großen, südwestseitig gelegenen Garten. Helle, aber verborgene, nicht einsehbare Innen-, und Außenraumsituationen entstehen durch die Schaffung von einem atriumähnlichen Patio im Inneren des Hauses, einem in sich abgeschlossenen Garten und unterschiedlichen Innenraumsituationen, die sowohl Höhle als auch Freiheit und Offenheit ermöglichen. Vielfältige Sichtbeziehungen, sowie wechselnde Lichtverhältnisse spielen dabei eine wichtige Rolle.


Neubau - Doppelhaus - 23., Beethovenstraße 5a

Zweifamilienhaus mit symmetrisch gespiegelter Front; Das geneigte Satteldach setzt sich in den schrägen Seitenwänden fort.

Novarc Architekten

Das Zweifamilienhaus in Rodaun steht auf einem großen parkartigen Grundstück mit Altbaumbestand und ist nach Süden ausgerichtet. Die Wohneinheiten des Doppelhauses sind entlang einer Trennwand gespiegelt. Die beiden Haushälften orientieren sich am Gelände und sind entsprechend der leicht abfallenden Topografie im Querschnitt zueinander versetzt. Der Symmetrie im Grundriss wird eine Asymmetrie im Schnitt entgegengesetzt. Es sollte kein "Klatschbild" entstehen, sondern zwei Einheiten in eine Großform gegossen ("2 in 1"). Das Dach zieht sich über Ost- und Westfassade hinunter, umhüllt das kompakte Volumen, das einer Kugel angeglichen ist. Die Hülle aus vorgefertigtem Industrieblech wird nur durch die notwendigen Fenster- und Türöffnungen durchbrochen.


Neubau - Einfamilienhaus - 23., Walter von der Vogelweide Gasse 15

Mehrere anthrazitfarbene Quader bilden den Baukörper eines kleinen Hauses, das sich an drei Seiten um einen Innenhof entwickelt.

bpw architektur

Der Enge der bestehenden Nachbarbebauung sollte mit einem Konzept begegnet werden, das eine introspektive Atmosphäre von privater Abgeschlossenheit schafft. Die Kubatur wurde in zwei sich gegengleich überlagernde L-förmige Baukörper aus Stahlbeton aufgelöst, die eine überbaute Freifläche mit sichtgeschütztem Innenhof einfassen.


Neubau - Wohnhaus - 23., Welingergasse 3

Ausschnitt einer dunkelgrauen Plattenfassade mit grüner Mauerlaibung

mladen jadric architects

Der gemeinnützige Wohnbau versucht die Qualitäten einer geschlossenen Blockrandbebauung mit den Vorteilen des kleinen Maßstabs eines Einfamilienhauses und des beschaulichen "Lebens in der Vorstadt" zu vereinen. Eine klare Strukturierung der Baukörperelemente, die nach dem Innen und Außen des Hauses differenziert sind, ermöglicht sowohl die fast intime Atmosphäre des kleinen Innenhofs, als auch die prägnante und selbstbewusste Anmutung zur Straße hin. Während die helle Putzfassade zum Patio sehr ruhig, fast wie ein Innenraum gestaltet wurde, ist die Straßenfassade plastisch ausgebildet und zieht sich nahezu nahtlos vom Boden bis übers Dach.


Sockelsanierung und Dachausbau - Wohnhaus - 6., Liniengasse 29

Sandsteinfarbener viergeschoßiger Altbau mit braunen Fenstern, im Obergeschoß rechteckig, im Erdgeschoß mit Rundbogen

Professor Friedmund Hueber

Bei der Sockelsanierung des Hauses aus den Jahren 1842 bis 1845 wurde versucht, außen wie auch im Inneren den Charakter des Hauses zu bewahren. Ein wesentliches Gestaltungsmerkmal war es, die hohe Feuermauer beim Durchgang zur Sonnenuhrgasse zu reduzieren, das Nebengebäude zum gestalterischen Straßenabschluss zu machen, sowie den Wohnungen private Freifläche in Form von Veranden, Garten oder Dachterrassen zuzuordnen.


Umbau - Geschäftsportal - 9., Servitengasse 4

Schwarzes Geschäftsportal mit Stahl-Glaskonstruktion mit der Werbeschrift "Die Serviette"

sps-architekten

Ein charmantes ungarisches Gastlokal im Wiener Servitenviertel schloss pensionsbedingt seine Pforten, nur um kurz danach (leicht vergrößert und neu gestaltet) als "Die Serviette" wiedergeboren zu werden. Auch nach seiner architektonischen Metamorphose verströmt das Lokal noch sein schätzenswertes Beislcharisma. Das mag daran liegen, dass es nur fünf Tische gibt, dass das Lichtkonzept stimmt und dass die Möblierung bis auf die Stühle von Konstantin Grcic (auf denen man ausgesprochen gut sitzt) ohne Über-Design auskommt. Die Wandverkleidung aus Eichenbrettern mag zur Gemütlichkeit in der "Serviette" ebenfalls ihren Beitrag leisten.


Zubau - RZB Gebäude - 3., Am Stadtpark 7-9

Metall-Glaszubau am Dach eines Hochhauses, mittig als Box draufgesetzt

Peretti + Peretti Architekten

Der Dachaufbau am RZB-Gebäude wurde durch die Verlegung der Kühlgeräte ermöglicht. So wurden Flächen frei, die einen großartigen Ausblick über Wien bieten. Transparenz, Leichtigkeit, Dynamik und Schwung, Weitblick und Umsicht, hoher Anspruch und Präzision - all diese für das Wesen einer Bank bedeutenden Schlagworte sind hier gebaute Realität geworden und verändern das Image des Bestandsgebäudes und so auch seiner Benutzerinnen und Benutzer. Prägend für das Erscheinungsbild der Sky Conference im Stadtraum sind die gewagt nach außen geneigten Glasfassaden der Konferenzbereiche und Erker. Sie verleihen dem monolithischen RZB-Gebäude eine neue Dynamik. Das Bauwerk hat so nicht nur zusätzliche Nutzfläche bekommen, sondern auch das äußere Erscheinungsbild hat gewonnen.


Zubau - Gartensiedungshaus - 22., Gartensiedlung Mexiko

Zweigeschoßiges weißes Haus im Vordergrund, auf Stützen stehender plattenverkleideter Zubau mit zweiseitiger Verglasung

LOOPING ARCHITECTURE

Das Haus wurde Mitte der 1990er-Jahre mit einem konventionellen Satteldach in Massivbauweise errichtet. Das Dach wurde beim Umbau einseitig über die gesamte Gebäudelänge angehoben und ein neuer Bauteil in Leichtbauweise aufgesetzt, der optisch und formal einen Kontrast zum Bestand bildet. Dieser vertikale Zubau reagiert unmittelbar und sensibel auf die vorhandene Situation. Helle elfenbeinfarbige Fassadenplatten passen den Baukörper im Winter und an trüben Tagen der Umgebung an und bilden im Sommer den Hintergrund für üppig wucherndes Grün.


Zu- und Umbau - Wiener Arbeiterkammer - 4., Prinz-Eugen-Straße 20-22

Siebdruck auf Glaswand mit blauen und roten Frage- und Rufzeichen

NMPB Architekten

Die Erweiterung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes erfolgte in Form eines Neubaus im Innenhof mit direkter Verbindung zum Bestandsobjekt. Ein eingeschoßiger Baukörper im Hof enthält das Beratungszentrum. Darüber wurde parallel zur Prinz-Eugen-Straße ein sechsgeschoßiger Büroteil errichtet, der mit dem Hauptgebäude durch ein mehrgeschoßiges transparentes Raumgefüge verbunden ist. Als Kernpunkt der funktionellen Lösung wurde eine vollständige Trennung des Beratungszentrums vom internen Bereich der Arbeiterkammer vorgesehen. Darüber erhebt sich mit einem drei Meter breiten vertikalen Foyer, das zugleich den Abstand zum bestehenden Gebäude bildet, der sechsgeschoßige Neubau, der den Speisesaal und die jeweiligen Erweiterungen beinhaltet.


Zu- und Umbau - Appartementhaus - 19., Cobenzlgasse 24

Weiß verputztes Sockelgeschoß mit darüberliegenden holzverkleideten kubischen Baukörpern und großzügiger Verglasung

BWM Architekten und Partner

Die Objekte der ehemaligen Winzeranlage beziehungsweise des späteren Gastronomiebetriebes "zur Reblaus" wurden umfassend saniert, adaptiert und baulich erweitert. Als Nutzung ist ausschließlich Wohnen vorgesehen. Ziel war es, den reizvollen Gesamteindruck und die Atmosphäre der Anlage zu erhalten und durch gezielte Verbesserungs- und Umbaumaßnahmen die Wohnqualität zu erhöhen, sowie Innen- und Außenräume zu schaffen, die ihre Qualität aus dem Vorhandensein der historischen Substanz beziehen.

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