Ausstellung "gebaut 2021"

In der Ausstellung "gebaut 2021" zeigt das Dezernat Begutachtung der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) seit Anfang Juni 2022 27 qualitativ hochwertige Architekturprojekte, die im Jahr 2021 in Wien fertiggestellt wurden.

Die für die jeweiligen Projekte verantwortlichen Architekturbüros erhalten einen Preis. Dieser ist aus alten Ausstellungstafeln der gebaut-Ausstellung gemacht.

  • Ausstellungsdauer: bis Juni 2023
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr
  • Führungen: auf Anfrage per E-Mail unter post@ma19.wien.gv.at
  • Ort: Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19), 12., Niederhofstraße 23
  • Der Eintritt ist frei.

Ausgestellte Projekte

Bürohaus Andreasgasse - 7., Andreasgasse 9

Gelbes Hochhaus

RATAPLAN - Architektur ZT GmbH

Inmitten einer an die pulsierende Mariahilfer Straße angrenzenden Schutzzone entsteht aus einem abbruchreifen historischen Bestand ein innovatives Bürogebäude. Als Teil des vorgründerzeitlichen Ensembles wurde das Gebäude straßenseitig bis zur Mittelmauer erhalten. Die beiden Neubautrakte fügen sich durch Zurückstaffelung dezent in den Maßstab des historischen Bestands ein. Erst aus der Distanz vermag man die volle Kubatur wahrzunehmen, die mit der bereits dicht bebauten Umgebung optisch verschmilzt.

Da sich das Ensemble auch in der Dachlandschaft abbildet, lassen Sonnenschutz-Lamellen und Pflanzregale den Dachbau optisch in den Hintergrund treten. Die begrünten Lamellen verbessern das Mikroklima in der überhitzungsanfälligen Stadt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Offenlegung alter Strukturen, geschossübergreifender Raumbeziehungen und die Verbindung der einzelnen Abteilungen innerhalb des Büros gelegt. Die sich jeweils über 2 Geschosse erstreckenden Büroabteilungen werden über Deckenöffnungen, Treppen, Galerien und durch gezielte Bepflanzung miteinander verbunden.

ASG | Wohnen in der Anton-Schall-Gasse - 21., Anton-Schall-Gasse 7

Moderne 2-stöckige Gebäude mit Wiesen und Bäumen dazwischen

trans_city TC ZT

Zwischen dem weit verzweigten und naturnahen Marchfeldareal und dem beeindruckenden Gemeindebau-Ensemble des Ernst-Theumer-Hofs entstehen 2 neue Baukörper, die sich perfekt in ihre Umgebung einfügen. Die beiden Projekte bilden eine Form, die sowohl die Großfigur des Theumer-Hofs vervollständigt als auch den Übergang zum Marchfeldkanal präzise definiert. Das bestimmende architektonische Thema des ASGs sind die großzügigen Balkone.

Die zueinander versetzte Anordnung dieser Freiflächen verleiht den Bauten ihre unverkennbare skulpturale Gestalt. Das Projekt ist in einer Mischbetonbauweise aus Beton und Ziegelmauerwerk gefertigt. Seine Putzfassaden weisen eine Komposition aus glatten und grobgerillten Putzflächen auf, die die Plastizität der Baukörper unterstreichen und ihnen eine haptische, sehr handwerkliche Qualität verleihen. Neben den Hauseingängen werden mehrfärbige, gemusterte und glasierte Ziegelverkleidungen eingesetzt, die der Anlage eine warme, individuelle Gestaltungsnote verschaffen.

GUNDI UND FRANZ Bauplatz B und C1 - 22., Gundackergasse 23 und 25

Modernes Wohngebäude

Freimüller Söllinger Architektur ZT GmbH

Wege schlängeln sich entlang des bestehenden Naturraums "Gehölzband" und verbinden den Bauplatz mit Himmelsteich, Seestadt und Gedenkwald. Parallel dazu entwickeln sich die Gebäude. Die unterschiedlichen Typologien der Gebäude treten durch die gedrehte Situierung in Dialog. Die Baukörper der Streifenzeilen werden im zentral liegenden Stiegenhaus geknickt. Erker und tänzelnde Balkone gliedern die Baukörper der Punktzeile. Besonderer Wert wird auf die Ausbildung der Ecke als verbindendes Element gelegt - umlaufende Balkone, Eckzimmer und -fenster schaffen attraktive Wohnräume.

Jeder Erdgeschosswohnung ist ein Garten zugeordnet. Eine dichte Bepflanzung sorgt für die nötige Privatsphäre. Mit 46 bis 112 Quadratmeter bieten die Wohnungen Platz für unterschiedliche Nutzergruppen, für individuelle Lebensstile und neue Wohnkulturen. Zum "Gehölzband" schafft ein Stauden- und Gräserpuffer Privatsphäre. Zahlreiche Elemente wie Rinnen, Grünmulden und Tiefbeete machen den Wasserkreislauf erlebbar und schaffen einen vielfältigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen im unmittelbaren Wohnumfeld.

Energiebündel - Wohnen für Junge und Junggebliebene - 21., Menzelstraße 10

Modernes Wohngebäude

Freimüller Söllinger Architektur ZT GmbH

Mit dem "Energiebündel" wird das Interesse junger Menschen an einer ressourcenbewussten Lebensweise aufgegriffen. Die Bewohner*innen des Bauplatzes werden dabei unterstützt, ihre diesbezüglichen Ideen zu bündeln und umzusetzen. Das Setting des Neubaus nimmt Bezug auf die historischen Gebäude. Nach Norden hin bildet das Ensemble mit seinen Hochpunkten eine klar definierte Kante. Die Ausbildung der Balkone und Loggien sowie die Anordnung der Fenster erzeugt ein differenziertes Fassadenbild.

Unterschiedliche Erschließungsstrukturen aktivieren soziale Energien - jedes Haus wird zu einem eigenständigen Energietyp. Der Freiraum bildet 2 eigenständige Ensembles aus, die an die frühere industrielle Nutzung angelehnt sind - die "Mulde" und die "Plattform". Durch Pop-up-Boxen und Gemeinschaftsräume interagieren sie mit den Gebäuden. Das "Energiebündel" wurde als IBA-Projekt ausgezeichnet und konnte durch eine Vielzahl von Veranstaltungen bereits einige Synergien erzeugen.

CO-living Seeparq - 22., Eva-Maria-Mazzucco-Platz 2

Moderne Gebäude

POS architekten ZT GmbH

SEEPARQ soll Raum für eine nachhaltig lebendige und wertschätzende Hausgemeinschaft schaffen und einen positiven Beitrag für das Quartier darstellen.

In SEEPARQ ist alles unter einem Dach vereint - 55 frei finanzierte Eigentumswohnungen, die unterschiedlichen Lebenssituationen angepasst werden können sowie hochwertige Arbeitsräume und Räume, die in anderen Wohnhäusern nicht existieren: Räume, die den Alltag schöner machen und die individuellen Möglichkeiten erweitern. Das Gebäude ist in sich maximal klimatauglich, so dass nur wenig Energie aufgewendet werden muss, um es ganzjährig sehr komfortabel belebbar zu machen.

Das Begrünungskonzept schafft ein eigenes Mikroklima. Das als Absturzsicherung installierte Fassadennetz dient straßenseitig zur Vollbegrünung. Der Teich fungiert im Sommer als ausgleichende Speichermasse. Rundum sind Pflanzbalkone angebracht. Die Dachbegrünung mit Hochbeeten sorgt für Artenvielfalt.

Apartmenthaus Erdberger Lände - 3., Erdberger Lände 36

Fassade mit Aufbau

Josef Weichenberger Architects

Das Apartmenthaus von Josef Weichenberger Architects liegt am nördlichen Eckpunkt (Bauplatz 10) des ehemaligen ÖBB-Postbus-Areals an der Erdberger Lände mit Blick auf den Donaukanal und den grünen Prater. Es ist Teil eines städtebaulichen Areals mit gesamt circa 800 Wohnungen auf 10 Bauplätzen. Wesen des Gebäudes sind modular gestaltbare Mikrolofts mit möblierter Ausstattung - multifunktionale Trennwände, Kästen, Garderoben.

Das straßenseitige Erscheinungsbild wird durch eine Klinkerfassade mit außenbündigen Fenstern geprägt. Die Wirkung der Fassade wird durch den abgesetzten Baukörper der oberen 3 Geschosse betont. Hofseitig befindet sich, unter dem alleinstehenden weißen Rahmen dieses abgesetzten Baukörpers ein Stahlgerüst, in das die Balkone eingehängt sind. Das Stahlgerüst dient auch als Rankhilfe für die Balkonbepflanzung, um einen grünen Filter zwischen Wohnungen und Stadt zu schaffen.

Die Tauchschule - 23., Jochen-Rindt-Straße 21

Rostbrauner Erdgeschoss-Bau

X Architekten

Die amorphe Form des Hofgebäudes kann als Ableitung von dynamischen Bewegungen des Wassers gesehen werden. Das Zentrum des Gebäudes bildet die Halle mit dem 5 Meter tiefen Tauchbecken. Seminarräume und Büros befinden sich im Obergeschoss, mit ausschließlich verglastem Blick in die Jochen-Rindt-Straße. Das Gebäude ist eine Stahlbeton-Konstruktion mit vorwiegend sichtbaren Betonwänden, welche mit einer Cortenstahlfassade mit "Luftblasenlaserung" verkleidet wurden. Das stählerne, matte Fassadenmaterial tritt mit den spiegelnden Elementen der Glasfassaden in einen außergewöhnlichen und spannenden Dialog.

Die gesamte Wärme wird über eine Wärmepumpe erzeugt. Die Luft wird mittels Wärmetauscher vorgewärmt und das Wasser des Tauchbeckens über eine Filteranlage mit den notwendigen technischen Qualitäten angereichert. Eine Fotovoltaik-Anlage am Dach liefert die gesamte Energie und Dachwässer werden am Gründach gespeichert.

Saftbar in der Opernpassage "The Juizza" - 1., Opernpassage

Geschäft im Erdgeschoß mit Glasfassade

In der denkmalgeschützten Opernpassage wurde von den Architekten*innen Johanna Schuberth und Gregor Schuberth und dem Designer Markus Filgut eine Saft- und Snackbar gestaltet. Die Gestaltung erfolgte in Abstimmung mit dem Denkmalamt und die Fassade blieb großenteils unverändert. Interieur und Beleuchtungskonzept greifen die Stimmung der 50er-Jahre auf. Das Leitbild des Entwurfs war eine Komposition aus Früchten, Farben und Materialien - gemixt mit der Freude an handwerklicher Vielfalt.

Wand- und Bodenflächen wurden mit Fliesen belegt. Im Zentrum des Geschehens liegt der Terrazzo-Tresen mit abgestimmten Farb- und Kieselnuancen. Die Gastro-Geräte erhielten eine grüne Beschichtung und wirken dadurch nicht mehr technisch. Eine Riesenkirsche auf einem Messingpodest bildet den Abschluss. Die ebenfalls skalierte Bananensitzbank sticht schon von Weitem ins Auge.

Breitenfurter Straße 73-77 - 12., Breitenfurter Straße 73-77

Modernes Wohnhaus mit Büros und beiger Fassade

P.GOOD Architekten

An der Schnittstelle zwischen dichter Stadtstruktur und grünen Reihenhaus-Siedlungen fügt der Wohnbau an der Breitenfurter Straße einen hohen, städtischen Bauteil und einen niedrigen gartenseitigen Bauteil zusammen. Der Wohnbau bietet trotz der hohen Dichte eine Vielfalt von privaten und halböffentlichen Räumen. Dank kluger Höhenstaffelung und Grundriss-Organisation wird Ruhe und Ausblick maximiert und von den Qualitäten des Grünraums der benachbarten Gartensiedlung profitiert.

Eine begrünte, dörflich-mediterrane Fußgänger*innen-Zone dient als Herzstück, das nachbarschaftliche Begegnungen und Zusammenleben ermöglicht. Nahezu alle Wohnungen sind in Richtung Grünraum und Ruhe orientiert. Die Bewohner*Innen sind dazu aufgefordert ihre privaten Freiräume individuell zu gestalten und zu bepflanzen. Auf den Aspekt des Zusammenlebens wurde großer Wert gelegt. Der Individualismus der Bewohner*innen soll sich zeigen.

BFS 123 - 12., Breitenfurter Straße 123

Modernes Wohnhaus mit schwarz-weißer Fassade

Brandstätter Baumanagement GmbH / Thomas Unterweger, Walter Brunauer

In Zusammenarbeit mit dem Wohnfonds Wien entstand an der Breitenfurter Straße 123 im Rahmen einer Totalsanierung ein gefördertes Wohn- und Geschäftsgebäude. Die in Anthrazit gehaltene Gebäudefront dient als minimalistischer Hintergrund für die 3 weißen, verzahnten Baukörper. Den hellen Wohneinheiten mit Weitblick sind neben einem großzügigen Gemeinschaftsgarten, private Balkone und Eigengärten zugeordnet.

Im Garten wurden 7 Bestandsbäume erhalten und die Grünfläche durch begrünte Flachdächer erweitert. Ein Brauchwasserbrunnen dient der Bewässerung. Das moderne Wohnhaus bietet leistbare, hochwertige Wohnungen mit gedeckelten Mieten und schafft Raum für gemeinsamen Austausch. Neben den großzügig gestalteten Freiräumen mit Kleinkinderspielplatz und vorgelagertem Platz mit Sitzgelegenheiten sorgt an der freistehenden Feuermauer der Künstler Golif für einen urbanen Blickfang.

Fabrikatur - 3., Barichgasse 38

Gebäudefassade

A.C.C. Ziviltechniker GmbH

Das Gebäude in der Ungargasse 59-61 wurde zwischen 1898 und 1900 vom slowenischen Architekten Max Fabiani, einem Mitarbeiter Otto Wagners, als Geschäftsgebäude der Möbelfirma Portois & Fix errichtet. Das Hauptgebäude diente als Geschäfts- und Ausstellungshaus, dahinter befand sich der Fabrikstrakt.

Eben dieser Werkstatt-Teil in der Barichgasse wurde vorsichtig von seinen Veränderungen aus den 50er- und 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts befreit und einer umfassenden Renovierung unterzogen, um großzügige Flächen für neue zeitgemäße Bürolandschaften zu ermöglichen. Dabei dominieren "Raum-in-Raum" Lösungen die Architektur. Im Vordergrund stand, die historische Konstruktion freizulegen und für sich sprechen zu lassen. Der Dialog der Materialien Beton und Ziegel wurde durch das Freilegen und Bearbeiten der Oberflächen befeuert. 18 Büros mit Größen zwischen 95 Quadratmeter und 338 Quadratmeter sind das Ergebnis.

Stadthaus Neubaugasse - 7., Neubaugasse

Zubau mit Treppen

PSLA ARCHITEKTEN

Situiert in einem Innenhof im Bezirk Neubau erstreckt sich das Stadthaus mit einer Breite von 4,6 und 24 Metern Länge terrassierend Richtung Osten. Die gesamte bebaute Fläche wird durch Retentionsdächer und intensiv begrünten Passagen kompensiert. Um eine rein einseitige Orientierung des schlauchartigen Baukörpers zu vermeiden, wird dieser im Grundriss in einem Raster von 20 quadratischen Felder unterteilt. Die Vor- und Rücksprünge im Grundriss und die Höhendifferenzen im Schnitt erzeugen Fenster und Terrassen, die das Gebäude west-östlich mit Tageslicht, Luft, Durchblick und Freiraum versorgen.

Das 3-geschossige Gebäude mit 165 Quadratmeter Nutzfläche verfügt über 12 verschiedene Höhenkoten und 16 Raumhöhen. Auf den 132 Quadratmeter kaskadenartigen Terrassen sind Bäume, strauchartige wasserspeichernde Bepflanzungen, Rasen und vertikale Grünflächen vorgesehen, die auf das Mikroklima des Hauses und des Innenhofs kühlend einwirken werden.

SELMA AM PARK - 21., Selma-Steinmetz-Gasse

Modernes Wohngebäude

Arenas Basabe Palacios Architectos

Die Architektur steht in enger Wechselwirkung mit der baumreichen Promenade, deren Vegetation die Räume zwischen den 3 Wohnblöcken durchdringt.

Private und öffentliche Grünflächen gehen ineinander über und bilden Situationen von unterschiedlicher Größe und Qualität. Ein großer zentraler Fahrradraum nützt die ausgeprägte Topografie des Geländes und organisiert die Beziehung zwischen den 3 Bauten.

Das Projekt nutzt unterschiedliche Maßstäbe für Gebäude und Freiflächen, um eine Verbindung zu den verschiedenen umgebenden Typen herzustellen und sich an die Topografie und die Landschaft anzupassen. Der Maßstab der Gebäude wird durch Vorsprünge an der Fassade nuanciert, die spezifische Beziehungen zu den Elementen, Räumen und Achsen der Umgebung herstellen. Die abstrakte Struktur der Baukörper überlagert sich mit der Textur der 2 Meter auskragenden Balkone und der Fensterläden aus unbehandeltem Lärchenholz, einem leicht zu pflegenden lokalen Material.

Carrée Atzgersdorf - 23., Scherbangasse

Mehrere Gebäude mit unterschiedlichen Fassaden

Franz&Sue, g.o.y.a architekten, Illiz

Kein Masterplan, sondern gemeinsam zur Vielfalt: 3 Bauträger und 3 Architektenteams entwickelten kooperativ das neue Stadtviertel "Carrée Atzgersdorf": 10 unterschiedlich gestaltete Wohnhäuser mit unterschiedlichen Traufhöhen, individuell auf der Parzelle organisiert, mit divers materialisierten Fassaden für ein kleinteiliges Stadtbild.

Gemein ist allen über 500 Wohnungen, dass sie über eigene Freiflächen verfügen und über einen Platz in der Mitte des Quartiers erreichbar sind. Ein Gemeinschaftshaus für alle, 2 Ordinationen, ein Kindergarten, 2 Lokale und Gewerbeflächen runden das diverse Angebot ab. Neben der sozialen Nachhaltigkeit ist auch die ökologische besonders wichtig. Statt breiter Straßen machen zahlreiche Grünbereiche und Bewohner*innen-Höfe den Stadtteil lebenswert. Der Versiegelungsgrad ist so gering wie möglich, die Dachflächen sind zur Verbesserung des Mikroklimas begrünt, die zahlreichen (Obst-)Bäume spenden Schatten.

IKEA - der gute Nachbar - 15., Europaplatz 1

Modernes Wohngebäude

querkraft architekten zt gmbh

Urbanes Einrichtungshaus und Hostel mit öffentlicher Dachterrasse: Der erste autofreie, innerstädtische IKEA folgt dem Anspruch "We want to be a good neighbour" (auf Deutsch: Wir wollen ein guter Nachbar sein). querkrafts Entwurf zeigt sich in einem Gebäude, das auch für die Umgebung einen Mehrwert darstellt. Die der Öffentlichkeit zugängliche Dachterrasse, der Nutzungsmix sowie das viele Grün auf allen Ebenen tragen zum "guten Nachbar" bei.

Das Gebäude rückt allseitig rund 4,5 Meter hinter die Baulinie und bietet der Stadt zusätzlichen Raum. Die Außenhülle legt sich wie ein schattenspendendes Regal um das Gebäude und bietet Platz für Begrünung und dienende Elemente. Rund 160 Bäume und Sträucher in der Fassade und am Dach beeinflussen das Mikroklima spürbar. Die 3-dimensionale Bespielung ermöglicht mehr Bepflanzung, als dies auf der Grundfläche möglich wäre. Die Rankpflanzen und Bäume des IKEA wirken kühlend und befeuchtend - eine natürliche Klimaanlage. Computersimulationen ergaben eine Temperaturabsenkung von 1,5 Grad Celcius auf dem Fußgänger*innen-Niveau gegenüber dem vorherigen Gebäude.

OASE 22+ - 22., Adelheid-Popp-Gasse 14-16

Hochhaus mit Wohnungen

WUP architektur, g.o.y.a. Architekten

Das Projekt Oase 22+ ging als Siegerprojekt eines Bauträgerwettbewerbes hervor. Der Entwurf orientiert sich am städtebaulichen Leitbild, das eine Gliederung der Baukörper in Sockelgeschosse und Hochpunkte vorsieht. Die Sockel werden hier allerdings reduziert und in durchlässige Raster aufgelöst. Die mögliche Kubatur wird bewusst nicht ausgereizt. Dadurch erhalten die Baukörper einen geringeren "Fußabdruck" zugunsten einer deutlichen Vergrößerung der Freifläche, zudem eine optimale Belichtung und Trakttiefen, die eine hohe räumliche Qualität zulassen. Städteräumlich bleiben die Sockel immer noch deutlich lesbar.

Die 5 Baukörper der beiden Architekten-Teams zeigen jeweils eine individuelle Handschrift und sprechen doch eine Sprache. 5 charaktervolle Häuser bilden so ein gemeinsames Ensemble: 5 Geschwister - eine Familie. Die für alle Baukörper gemeinsame Grundhaltung - gut nutzbare, große Freiflächen als private "Oasen" - wird jeweils individuell interpretiert: "Schrebergarten-Balkone", "Freiraumregale", umlaufende Balkondecks, geschützte Loggien.

Nymphäum - 12., Nymphengasse 1

Altbau mit Dachgeschoss-Aufbau

HMA Architektur ZT GmbH

Der aus dem Schlaf erweckte und komplett sanierte Prachtbau, in der Nymphengasse 1 in Meidling verbindet vom Keller bis hinauf zum ausgebauten Dachgeschoss den Charme der Gründerzeit mit allen Facetten der Moderne. Die ursprüngliche Substanz des Wohnhauses wurde liebevoll erhalten und mittels Außendämmung nachhaltig, für die nächsten 100 Jahre auf Klimaklasse A/B aufgewertet. Dabei wurde der Heizwärmebedarf Wert um 82 Prozent reduziert und die CO2-Einsparung liegt bei 74t/a.

Im Untergeschoss wurde, mit Zugang zum parkähnlichen Innenhof samt Altbaumbestand, verantwortungsvoll mit versiegelter Fläche umgegangen und neuer Wohnraum geschaffen. Aus einer gesamten Nutzfläche von ungefähr 1.300 Quadratmeter wurden 2.050 Quadratmeter geschaffen. Mit Blick auf diese verwachsene Rückzugsoase klettern großzügige, schattenspendende Balkone, über 6 Geschosse empor und münden in eine begrünte Dachlandschaft. Auf dieser schützen bewachsene Rankgerüste natürlich vor Sonneneinstrahlung und ermöglichen dadurch auch bei sommerlichen Temperaturen ein Verweilen auf dem Dach.

Sanierung und Dachgeschossausbau FV163 - 10., Favoritenstraßen 163

Wohngebäude mit Balkonen

livingpool architektur ZT GmbH

Auf Höhe der U-Bahn-Station Troststraße der Linie U1 wurde das Eckgebäude mit der Apotheke im Erdgeschoss nach den Plänen des Büros livingpool Architektur saniert, mit Balkonen bestückt sowie 6 neue Wohnungen auf 2 Dachgeschoss-Ebenen hergestellt. Der Dachausbau bildet einen besonderen architektonischen Abschluss des Blockrands aus, indem er Bezug auf die Gesimse der Nachbarhäuser nimmt und die städtebauliche Ecke prägt. Wesentliche Entwurfsmerkmale stellen die schräg verlaufenden Dachkanten und der naht- und fugenlose Übergang vom Bestandsmauerwerk im 4. Stock zu den Außenwänden im Dachgeschoss dar.

Die Balkone in den Bestandsgeschossen nehmen sowohl die Geometrie als auch die Farb- und Materialgebung des Dachgeschosses auf und beleben das Gebäude. In Zusammenarbeit mit der Apotheke wurde auch die Fassade im Sockelbereich vom Graffiti-Künstler Skirl neugestaltet. Die Erscheinung des Platzes, der sich so wie die gesamte Favoritenstraße im Zuge einer Neugestaltung befindet, wird dadurch aufgewertet.

Zubau Greenhouse und Adaptierungsmaßnahmen Bestand - 13., Wambachergasse 2

Gebäude in einem Park

Berger+Parkkinen Architekten ZT GmbH

Die Terra Mater Studios arbeiten in Wien in einer Jugendstil-Villa mit Nebengebäuden (Entwurf: Architekt Heymann, 1903). Um den weiter gewachsenen Personalstand zu entsprechen, beauftragte Terra Mater das Architekturbüro Berger+Parkkinen mit der Planung für die Reorganisation und Erweiterung des Standortes. Es entstand ein neuer Pavillon in Massivholzbauweise mit Büros und Besprechungsräumen, eine Neuordnung des Einganges mit Mitarbeiter*innen-Lounge sowie unsichtbar von außen, eine für die Film Technik erforderliche Server- und Kältezentrale unter dem Neubau.

Um dem Anspruch der Organisation an Nachhaltigkeit und Innovation gerecht zu werden, wurde nicht nur der neue Büropavillon mit begrünter Fassade geplant und realisiert, sondern vielmehr das gesamte Gebäude-Ensemble auf dem baumbewachsenen und gärtnerisch ausgestalteten Grundstück inmitten der Hietzinger Villenlandschaft in neuer Interpretation fortgeschrieben. In naher Zukunft wird das Haus in voller Höhe bewachsen sein.

KORSO - 20., Vorgartenstraße 210

Modernes, mehrstöckiges Wohngebäude

Architekt Martin Kohlbauer

Es ist der kleinteilige Maßstab des KORSO, der in Verbindung mit den denkmalgeschützten Gebäuden der Stallungen ein einzigartiges Ensemble darstellt. Das Erscheinungsbild ist geprägt durch vertikal geschichtete schlanke Bauzeilen mit dazwischenliegenden, die wahre Gebäudehöhe relativierenden Fugengeschossen sowie strukturierten honigfarbenen Keramikflächen. Unmittelbarer Mitspieler ist ein historisches Kleinod, ein zu einem Spielhaus gestaltetes Stallungs-Kopfgebäude.

Die großzügige Nordsüd-Durchlässigkeit kommt den Wohnbauten nördlich der Vorgartenstraße zu Gute, die Bauzeilencluster entwickeln sich über einer 2-geschossigen Gewerbe-Sockelzone. Die Erschließungsräume bieten mittels doppelseitigem Kopflicht besondere Qualität. Die Oberflächengestaltung im Außenraum ist Bestandteil der übergeordneten Viertel Zwei Konzeption. Das Gebiet ist auf Niveau gänzlich autofrei. Die Energieversorgung erfolgt über ein autarkes virtuelles Kraftwerk der "Energie Krieau".

BEL & MAIN - 10., Canettistraße 1

Moderner Hochhauskomplex

Delugan Meissl Associated Architects, in ARGE mit Architektur Consult ZT GmbH

Auf Basis eines 2015 von Delugan Meissl Associated Architects gewonnenen Wettbewerbs für die Bebauung eines neuen Viertels in unmittelbarer Nähe zum Wiener Hauptbahnhof ist ein Ensemble dreier Hochbauten mit verbindendem Sockel entstanden. Der Baukörper verbindet die einzelnen Kubaturen mit einem ordnenden Raster und homogener Farbgebung zu einer städtischen Großform. Die spezifische Nutzung manifestiert sich an der Fassade durch die Maschenweite, Stringenz und Plastizität eines Grids, der die durchgehend raumhohen Verglasungen individuell strukturiert und dem Quartier nach Außen eine dezidiert urbane Note gibt.

Das Quartier lässt sich fußläufig über ein großzügiges Wegenetz durchqueren. Im Erdgeschoss ist neben einem Restaurant, Besprechungsräumen und allgemeinen Aufenthalts- und Rekreationsflächen auch ein Kindergarten untergebracht. Im 19-geschossigen Wohnturm befinden sich 209 hochwertige Mietwohnungen, das Hotel bietet 133 Studios und der 18-geschossige Büroturm fasst 17.300 Quadratmeter.

The Metropolitan - 10., Karl Popper Straße 5

Modernes Hochhaus

Delugan Meissl Associated Architects, in ARGE mit Architektur Consult ZT GmbH

Das Wohnhochhaus "The Metropolitan" liegt unmittelbar südlich des Wiener Hauptbahnhofs. Es wird Richtung Nordost von den Gleisanlagen und im Westen von der Karl-Popper-Straße eingefasst. Während die nach Südwesten ausgerichteten Fassaden durch die unregelmäßige Anordnung von vertikalen Seitenwänden und horizontalen Balkonplatten eine flächige, vorgelagerte Balkonschicht erzeugen, werden die bahnseitig gelegenen Wohnungen "herausgeklappt". Sie bilden so eine durch Erker gegliederte Fassade, die in ihrer 3-dimensionalen Wirkung sehr bewegt ist und in ihrem Erscheinungsbild diesem sehr spezifischen städtischen Raum entspricht.

Auf 19 Obergeschossen befinden sich 370 Wohnungen mit 2 Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Die ersten 3 bahnseitigen Obergeschosse weisen einen Co-Working-Space und einen Fitnessraum mit überdachter Außenterrasse auf. Im 19. Stock bietet eine 70 Quadratmeter große Terrasse einen windgeschützten Blick Richtung Innenstadt.

Josef Lister Gasse - 13., Josef-Lister-Gasse 31

Modernes Wohngebäude, daneben Nadelbäume

Delugan Meissl Associated Architects, in ARGE mit Architektur Consult ZT GmbH

Auf einem 21.000 Quadratmeter großen Areal der ehemaligen Personal-Wohnhäuser des Geriatriezentrums Hietzing errichtete die Sozialbau AG im Auftrag der URBANBAU und IMOVE 10 Wohnhäuser mit insgesamt 194 leistbaren, freifinanzierten Mietwohnungen. 5 dieser Bauteile wurden von Delugan Meissl Associated Architects geplant.

Die 5-geschossigen Punkthäuser bieten mit großzügigen Grünflächen im Wohnquartier sowie dem Hörndlwald und dem Lainzer Tiergarten in unmittelbarer Nähe "Wohnen im Grünen". Ein ausgewogener Mix von größeren und kleineren Wohnungen sowie gemeinschaftliche Einrichtungen wie Fitness- und Wellnessbereich, Spielraum und Waschküchen sowie Fahrrad- und Kinderwagen-Abstellräume zeichnen das Projekt aus. 2 Tiefgaragen ermöglichen ein autofreies Gelände.

Dachgeschoßausbau - 7., Hermanngasse 17

Dachgeschoss-Ausbau

Arch. DI Margarete Dietrich und Arch. DI Clemens Bernhofer

Das Biedermeierhaus wurde in den 1920er-Jahren durch Architekt Ernst Lichtblau für die Raucherrequisiten-Firma Adolf Lichtblau umgebaut und erweitert. Prägnant ist die Skulptur eines Pfeife rauchenden Mannes über dem Hauseingang. Die Aufstockung dieses architektonisch bemerkenswerten Objekts nimmt die Dreiteilung der Fassade auf. Der Mittelrisalit wird durch eine 2-stöckige Gaupe weitergeführt und betont. Links und rechts davon wird das Dach durch eine "Mansarde" mit französischen Fenstern ersetzt.

Es entwickeln sich 2 Maisonett-Wohnungen um eine gemeinsame hofseitige Terrasse, dazwischen ist eine kleine Einliegerwohnung angeordnet. Das Kupferblech der Straßenfassade ist inspiriert durch die Skulptur des Pfeifenrauchers. Auf den Einsatz nachhaltiger Materialien wurde Wert gelegt, daher wurden Holzwolle-Dämmplatten und Lehmputz verwendet. Die Heizung/Kühlung erfolgt durch Wärmepumpen mit Bauteilaktivierung. In einer weiteren Bauphase wird die Bestandsfassade restauriert.

Live Life Long - Seestadt Aspern - 22., Ilse-Buck-Strasse 26 + 28 / Sonnenallee 110

Mehrere moderne Wohngebäude

BWM Architekten

Das Projekt zielt unter dem Motto "g'sund leben in der seestadt" auf eine hohe Lebens-, Arbeits- und Freiraumqualität ab und stellt die körperliche, seelische und soziale Integrität der Nutzer*innen in den Fokus. Um die alltäglichen Wege kurz zu halten, werden die Sphären Wohnen, Arbeiten, Freizeit und soziale Infrastruktur lokal verschränkt und bewusst organisiert. Im Zentrum des Baufelds liegt das "Grüne Herz".

In einem kooperativen Prozess wurde mit den angrenzenden Planer*innen ein intensiv durchgrüntes Zentrum für alle 3 Bauplätze konzipiert. Baumgruppen geben die Struktur vor und bilden einen grünen Raum. Ein durchgängiges Gräser- und Staudenband läuft über das gesamte Baufeld, dazwischen liegen offene Wiesenflächen. Da der gesamte Zentralbereich nicht unterbaut ist, kommen Großbäume zum Einsatz. Das Regenwasser wird vor Ort versickert. Baumgruppen mit Laub- und Nadelbäumen bringen ganzjährig Grün und Struktur. Der östliche Teil des "Grünen Herz" ist der "Essbaren Stadt" gewidmet.

Junges Wohnen in Leopoldau Bauteil Reinberg und Bauteil Thalbauer – 21., Menzelstraße 3

Modernes Wohngebäude

Architekturbüro Reinberg ZT GmbH / Georg W. Reinberg; Sophie und Peter Thalbauer

Am Baufeld G2 in "Neu Leopoldau" werden 8 Häuser verteilt. Der Rhythmus der Verteilung wird durch erhaltenswerte Bäume bestimmt. Alle Häuser stehen miteinander im Dialog.

Dafür werden auf Erdgeschossniveau "Dialogräume" in einer Dorfstruktur zueinander positioniert und übernehmen gemeinschaftliche Inhalte. Die vielfältigen Wege innerhalb der Bebauungsstruktur bündeln sich am baumbestandenen Platz, der auch Aufenthaltsangebote zum Sitzen, Spielen und beiläufigen Treffen anbietet. Der Platz ist Schnittstelle zum Quartier. Die Dächer werden als Grasdächer für Bienen ausgeführt und bieten Platz für Fotovoltaik-Paneele.

Paarhäuser haben jeweils ein gemeinsames Stiegenhaus mit Lift und sind mit Brücken verbunden. Die Eingänge in die Häuser folgen einem Wegemuster: Quartier - Platz - Haus - Vorzimmer - Wohnung. Immer kommt man zuerst unter das Haus, in einen offenen, akzentuierten Eingangsraum mit Postfächern und Sitzbank. In den Wohnungen übernimmt das "Vorzimmer" eine klassische Vermittlerrolle und schafft Möglichkeiten auf individuelle Bedürfnisse innerhalb der Wohnung zu reagieren.

Loft Living - 10., Fritz-Hahn-Gasse 3 ident Bloch-Bauer-Promenade 15

Modernes mehrstöckiges Wohngebäude

Michael Wallraff ZT GmbH

"Loft Living" ist ein ökologisches Baugruppenhaus das Wohnen und kreatives Arbeiten verbindet.

Die Blockrandbebauung des Masterplans wird durch einen dynamischen Höhensprung der Baumassen geöffnet. Das Gebäude, der öffentliche Raum und der Innenhof erhalten mehr Sonne. Die gewählte Bauweise ist nachhaltig: Die Außenwände aller 7 Geschosse wurden aus monolithischen Ziegeln ohne Vollwärmeschutz errichtet. Die Skelettbauweise im Inneren erlaubt eine langfristige Flexibilität und unterschiedliche Nutzungen.

Die Vernetzung der Baugruppe mit dem Quartier definiert sich über die Ateliers und ein Kulturcafé sowie über eine Stadt-Loggia als Begegnungs- und Kommunikationszone: Ein Teil des Grundstücks wird dem öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt und ermöglicht einen von der Gruppe moderierten Schwellenbereich zwischen Hausgemeinschaft und Grätzl - ein lebendiger Beitrag zum neuen Stadtteil.

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Stadtentwicklung
Kontaktformular