Ausstellung "gebaut 2020"

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Kleine, gefaltete Häuschen

Preise für die Architekturbüros

In der Ausstellung "gebaut 2020" zeigt das Dezernat Begutachtung der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) seit Anfang Juni wieder 27 qualitativ hochwertige Architekturprojekte, die im Jahr 2020 in Wien fertiggestellt wurden.

Die für die jeweiligen Projekte verantwortlichen Architekturbüros erhalten einen Preis. Dieser ist aus alten Ausstellungstafeln der gebaut-Ausstellung gemacht.


  • Ausstellungsdauer: bis Juni 2022
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr
  • Führungen: Auf Anfrage per E-Mail unter post@ma19.wien.gv.at
  • Ort: Stadt Wien - Architektur und Stadtgestaltung, 12., Niederhofstraße 23
  • Der Eintritt ist frei.

Ausgestellte Projekte

ErnteLAA - 23., Meischlgasse 15-17

Zehngeschoßiges weißes Gebäude mit Balkonen an der straßenzugewandten Seite und Glashäusern am Dach.

M&S Architekten ZT GmbH

ErnteLAA ermöglicht gesundes und nachhaltiges Wohnen und bietet Lebensqualität. Es entstanden 191 Wohnungen, ein Kindergarten mit 5 Gruppen sowie Nahversorgung.

Nachhaltigkeit wird sozial gedacht, die Leistbarkeit sowie gute Nachbarschaft stehen im Fokus, der Erstbezug wird daher vom Quartiersmanagement der Caritas begleitet.

Klimamaßnahmen gehen über die Gebäudebegrünungen und umweltfreundliche Mobilität hinaus. Dachgärten schaffen hier die Möglichkeit sich beim Garteln selbst zu verwirklichen und sich durch Eigenanbau von Obst und Gemüse gesund zu ernähren und Müll zu vermeiden. Neben großen Beet-Flächen und Hochbeeten befinden sich dort Glashäuser zur Überwinterung von Topfpflanzen und Anzucht von Jungpflanzen. Ein fußbodenbeheizter, gläserner Aufenthaltsraum ermöglicht GärtnerInnen-Treffen zu jeder Jahreszeit. Auch die privaten Balkone sind mit Hochbeeten ausgestattet. Außer den Dachgärten und Balkonen laden Terrassen, Loggien sowie private Gärten dazu ein, das Leben im Freien zu genießen.

Hebewerk Laaerberg, Fassadensanierung und Fassadenbegrünung - 11., Gudrunstraße 33

Metallenes Rankgerüst vor Glasfläche auf einem Gebäude mit einem Sockel mit Klinkerfassade.

RATAPLAN – Architektur ZT GmbH / Gerhard Huber

Das Gebäude des Wiener Wasser Hebewerks aus den 1960er-Jahren erhält im Zuge einer Fassadensanierung Bäume, wo sonst keine Bäume wachsen können. Im vielbefahrenen Straßenraum werden sie zu einem einzigartigen, grünen Blickfang und bringen dem dahinterliegenden Arbeitsraum Kühlung und Schatten.

Die bestehende luftige Glaskonstruktion des eleganten Pumpwerks steht auf einem soliden, mit Klinker verkleideten Sockel und wird seitlich von schlichten Putzfassaden begleitet. Um diesem wohlproportionierten Ensemble zu folgen, wird das in der Gebäudemitte liegende Glaselement durch Rankgerüste in Form von Bäumen hervorgehoben. Ohne aufwendige Entwässerung können bodengebundene Rankpflanzen, wie Trompetenblume und Blauregen, dem Gerüst folgen und über die Jahre zu kräftigen Bäumen heranwachsen. An den verputzten Flächen rechts und links wächst Veitschi ohne Rankgerüst, da dieser sich mit Saugnäpfen eigenständig an der Fassade festhalten kann.

Wohnbau Ottilie-Bondy-Promenade - 21., Ottilie-Bondy-Promenade 3

Schlichter, weißer, achtgeschoßiger Baukörper mit zusätzlich vier aufgesetzten Geschoßen an der Ecke.

Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH

Der Wohnbau bildet mit 35 Metern Höhe das markante Zentrum eines neuen Stadterweiterungsgebietes in Floridsdorf. Insgesamt wurden 105 Wohneinheiten für unterschiedliche NutzerInnen-Gruppen (A- bis D-Typen) errichtet, wovon 20 freifinanziert und 57 gefördert sind. Zudem sind 28 Wohneinheiten als SMART-Wohnungen entsprechend der Richtlinien des Wohnfonds Wien geplant.

Der L-förmige Baukörper öffnet sich mit einer 4 Meter hohen Arkade zum Vorplatz und zum Quartierspark. Darunter liegen der Eingangsbereich zum Wohnhaus sowie ein Café, welches zum Park orientiert ist. Hofseitig umschließt das Haus einen kleinen, den Bewohnerinnen und Bewohnern vorbehaltenen, grünen Freibereich, welcher mit einer Spielterrasse an den ebenerdig gelegenen Kinderspielraum anschließt. Auf den Dächern befinden sich MieterInnen-Gärten, Hochbeete und Terrassen.

Wohnpark Csokorgasse - 11., Simmeringer Hauptstraße 501 und 503, Csokorgasse 4

Aufgeständerter Baukörper mit vorgehängten Sichtbetonloggien und rotem, zurückversetzten Sockel.

Hermann & Valentiny und Partner Architekten ZT GmbH

Wesentliche Gedankengänge hinsichtlich eines nachhaltigen, neuen Quartiers beginnen mit einer robusten, langlebigen Gebäudestruktur und einem vielfältigen Angebot an Wohnungen mit attraktiven Erschließungen, die für die Bewohnerinnen und Bewohner auch außerhalb der eigenen Wohnungstür Identifikationscharakter aufweisen. Das Nach-Hause-Kommen beginnt schon beim Quartierseingang.

Ein reges Angebot an gemeinschaftlich nutzbaren Räumlichkeiten soll die Kommunikation zwischen Nachbarschaften auf das gesamte Quartier ausdehnen. Wesentlich dafür ist auch der vielgestaltige Freiraum, der Treffpunkte ermöglicht, Kommunikation erleichtert und erweiterte Aufenthaltsqualität in direkter Umgebung zu den Wohngebäuden bietet. Abgeleitet aus den vielfältigen Rahmenbedingungen wurde eine Kern-Rand-Bebauung konzipiert. Großvolumige Gebäude schirmen die zentral liegenden Baukörper vom Lärm ab und ermöglichen eine Hofruhelage in höchster Flexibilität mit qualitativ hochwertigen Freiraumangeboten.

JS25 - 17., Jörgerstraße 25

Weißes Gründerzeitgebäude mit dunklem Dachgeschoßausbau mit flach anliegenden Dachflächenfenstern ohne Gaupen.

franz leuthner / alp architektur ZT GmbH

Das bestehende Zinshaus mit nur 6 Wohnungen und 2 Erdgeschoß-Lokalen, eingeschlossen zwischen der in beide Richtungen fahrenden Straßenbahnlinie 43 und dem kleinen Innenhof, wurde unter Inanspruchnahme von Fördermitteln der Stadt Wien grundlegend saniert.

Die Sanierung umfasste eine Sockelsanierung, einen Aufzugseinbau, den Anbau von Balkonen für die bestehenden Wohnungen und durch den Ausbau des Dachgeschoßes die Schaffung von 2 weiteren Wohnungen. So gelang es zeitgemäßes Leben in der alten Bausubstanz wieder zu ermöglichen.

Die Planung und Umsetzung fand unter Miteinbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner statt. Neben der thermischen Verbesserung des gesamten Gebäudes gelang es durch die Umbaumaßnahmen, das Gebäude vom Gehsteig weg barrierefrei zu erschließen.

Am Modenapark 1-2 - 3., Am Modenapark 1-2

Die Straße wird rechts von einem achtgeschoßigem Gebäude mit Balkonen aus Sichtbeton begrenzt.

BWM Architekten und Partner ZT GmbH

Anstelle des langen Amtsgebäudes entstanden 3 neue Gebäude, die sich an der üblichen Parzellenstruktur orientieren - jedes wird so eindeutig adressiert. BWM Architekten sind für den südlichen Baukörper verantwortlich. Straßenseitig setzt die lebendige Sichtbetonfassade mit horizontalen, 3-dimensionalen Bändern einen Kontrapunkt zum grünen Park, im Hof wird mittels Rankgerüsts begrünt.

Der Baukörper passt sich bezüglich Farben und Materialien an die historische Umgebung an, entwickelt jedoch eine zeitgemäße Architektursprache. Eine neue Syntax aus Material und Form entsteht, die den Rhythmus der Umgebung aufnimmt und neue Elemente wie Balkone hinzufügt.

Der lebendige Beton als formales Bindeglied wird in Reminiszenz an den modernen Kunststein der 1920er-Jahre in horizontalen Bändern über die Fassade beziehungsweise in der Vertikalen über ein schlankes Raster geführt, angelehnt an die Natursteinrahmungen der Umgebung.

Ein Haus für alle Sinne - 22., Industriestraße 142A, Parzelle 6

Ein Kleingartenhaus mit vertikaler Holzlattung auf der Fassade ist im Garten mit Pool situiert.

martin ruehrnschopf architecture

Nahe der Alten Donau entstand dieses in Funktion, Materialität und Energiehaushalt ausbalancierte Kleingartenhaus. Große Verglasungen erweiterten den Raum zum Garten und bringen Sonne ins Haus, mit Oberlicht und Lichtgang sogar bis in den Wellnessbereich im Untergeschoß. Ökologische Materialien wie Brettschichtholz, Holzfaserdämmung, Lärchenholz und Lehmbauplatten wurden konsequent verwendet. Eine Steherkonstruktion trägt das Vordach und die thermischen Solarkollektoren, gleichzeitig dient es als konstruktiver Sonnenschutz und Gerüst für Kletterpflanzen.

12 Quadratmeter thermische Fassadenkollektoren versorgen den 900 Liter Pufferspeicher. Zusätzlich erhielt das massive Untergeschoß eine Bauteilaktivierung. Damit wird die Grundlast der Wärmeversorgung abgedeckt und der Wirkungsgrad der Solarkollektoren deutlich erhöht. Eine Nacherwärmung oder -kühlung erfolgt mit einer Luftwärmepumpe. Niedertemperatur-Fußbodenheizung sowie die kontrollierte Zu-und Abluft mit Wärmerückgewinnung runden das innovative Gesamtkonzept ab.

Wohn- und Geschäftshaus Nordbahnhof - 2., Bruno-Marek-Allee 19-23

Horizontal in drei Zonen gegliederter Eckbauköper steht der Baustelle gegenüber auf der die Gebäude der zweiten Straßenseite entstehen.

AllesWirdGut Architektur ZT GmbH

Mit dem Wohn- und Geschäftshaus am Nordbahnhof legt AllesWirdGut einen Grundstein in einem der aufregendsten Stadtentwicklungsgebiete Wiens. Entlang der neuen Bruno-Marek-Allee an der Ecke Am Tabor entstand ein Ensemble mit bis zu 35 Metern Höhe.

Entsprechend dem proklamierten städtebaulichen Leitbild weist der Baukörper gestaffelte und kleinteilig strukturierte Gebäudefluchten und -höhen auf. Durch einen ausdifferenzierten Nutzungsmix von Gewerbeflächen und rund 100 leistbaren Wohneinheiten soll er zudem zum Florieren der neuen Allee beitragen: so bietet der Stadtsockel Geschäfts- und Gastronomieflächen im Erdgeschoß sowie flexibel nutzbare Wohn- und Gewerbeflächen im ersten Obergeschoß. Die letzten Ebenen im 35 m hohen Kopfbau sind als Büroflächen mit Panoramablick geplant. Von der Allee abgewandt bildet das Gebäude zusammen mit den beiden gegenüberliegenden Wohnhäusern zudem einen ruhigen, aber durchgängigen Freiraum - ein sonniger, dicht begrünter Park als gemeinsames Zentrum.

Ausbildungs- und Werkstattzentrum - 21., Marksteinergasse 3

STADTGUTarchitekten ZT KG

Eine Werkstatthalle aus den 1990er-Jahren mit Bürotrakt und hofseitigem Zubau wurde zum Ausbildungs- und Werkstattzentrum der Wiener Landesinnung HKLS umgebaut. Im Sinne der Nachhaltigkeit (Einsparung 563.000 Kilowattstunden graue Energie) wurde von einem Abbruch der Bestandsgebäude abgesehen und ein Redesign mit funktionaler und thermischer Sanierung umgesetzt.

In der Bestandshalle wird eine Decke eingezogen, um eine Werkstatt im Erdgeschoß sowie Schulungsräume und einen multifunktionalen Präsentationsraum im Obergeschoß unterzubringen. Die Stahlbeton-Fertigteilfassade wird geöffnet und mit einer Pfostenriegelfassade gestaltet. Der Bürotrakt erfährt eine Sanierung der Oberflächen und Sanitärbereiche sowie einen Fenstertausch. Zusätzlich wird ein Aufzug auf eine Terrasse am Bürotrakt eingebaut. Zur Verbesserung der Tageslichtsituation in den Schulungsräumen werden Lichtkuppeln eingebaut und ein mehrgeschoßiger Lichthof auf der Südseite geschaffen. Das Gebäude wird zur Lehrlingsausbildung verwendet und bietet Platz für ein kleines Museum.

Cotton Residence - 1., Neutorgasse 7

Orange gestrichenes Gründerzeitgebäude mit zurückhaltendem, fast nicht sichtbaren  Dachgeschoßausbau.

ARGE Neutor 7: feld72 Architekten; Schenker Salvi Weber Architekten; FCP Fritsch, Chiari & Partner

Im ehemaligen Textilviertel in der Wiener Innenstadt ("Fetzenviertel") wurde ein repräsentatives Gründerzeithaus um- und ausgebaut. Mit dem Namen Cotton Residence wurde das Haus nun seiner ursprünglichen Nutzung als Wohn- und Geschäftshaus zugeführt.

Aufgrund der Bedeutung des Gebäudes für das städtische Ensemble (Schutzzone) wurde besonderes Augenmerk auf den Erhalt der historischen Fassade sowie auf die behutsame Einfügung des Dachausbaus gelegt. Hofseitig zeigt das Gebäude mit großzügigen Terrassen und Balkonen sein gegenwärtiges Gesicht. Durch die Absenkung der Decke über dem 4. Obergeschoß konnte ein zusätzliches 5. Vollgeschoß mit großzügigem Panoramablick geschaffen werden.

GUN - "am waldrand" - Wohnanlage in der Gundackergasse - 22., Gundackergasse 7

Ein L-förmiger Baukörper begrenzt mit einem zweiten einen Grünen Innenhof mit Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten.

trans_city TC ZT

"am waldrand" bildet den Übergang zwischen der Esslingen Gartensiedlung und dem Gedenkwald Aspern. Die Verbindung der klaren, einfachen Konstruktionssystematik mit einer prägnanten städtebaulichen Figur erzeugt eine attraktive Folge von aufeinander abgestimmten Freiräumen, die besonders viel klimaresilienten Grünraum beinhaltet.

Der südliche Freiraum schließt an die Gartensiedlung an und schafft einen städtischen Vorplatz für die Wohnanlage. Die 2 nördlichen Freiräume formen das wohnliche Herz der Anlage und öffnen sich zum Wald. Die architektonische Sprache ist einfach und reduziert, aber prägnant und selbstbewusst. Die abgestuften Baumassen sind in einer gedämpften blauen Farbe verputzt, die weiße Farbe der Eingangszonen und Fensterlaibungen erzeugt kontrastgebende Akzente. Die Eckfenster lockern die Kanten der Baukörper auf. Die goldlasierte Lärchenholzfüllung der Balkongeländer verleiht der Anlage eine atmosphärische Wärme und ist eine Referenz auf den benachbarten Wald.

Bürohaus Rathausstraße 1 - 1., Rathausstraße 1

Eckgebäude mit großzügigen Glasflächen, strukturierenden Metallbändern und Arkade im Erdgeschoß.

Architektur: Schuberth und Schuberth / Stadler Prenn / Ostertag; Interior: Atelier Heiss

Das Projekt ging 2013 aus einem offenen, internationalen Architekturwettbewerb mit 145 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Sieger hervor. Der Entwurf sah ein städtisches Bürohaus vor, das sich in das historische Umfeld integriert und eine unverwechselbare und zeitgenössische Position bezieht.

Der von allen Seiten begehbare Baukörper wird von einem strengen Raster gegliedert. Das äußere Fassadenkleid ist durch Tiefe, Material und Detaillierung herausgearbeitet. Arkade, Mezzanin, Haupt- und Attikageschoße reagieren auf die Abstufungen der Gründerzeithäuser. Das zentrale Foyer ist über ein Glasdach mit dem Innenhof darüber verbunden. Die Bürotrakte sind flexibel als Großraum oder für Zellenbüros nutzbar.

Die umlaufende Doppelfassade ist klimatisch günstig und verbessert den individuellen Komfort (die Fenster lassen sich öffnen). Beim Abbruch des Vorgängerbaus konnten 90 Prozent des Gebäudes als Sekundärrohstoff in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden (Re-Use-Konzept).

Dachgeschoß-Zubau und Generalsanierung eines Fuhrwerkerhauses - 17., Dornbacher Straße 45

Einstöckiger Altbau

begaplus KG_beutl.gaisbauer architektur

Das Ensemble besteht aus einem eingeschoßigen Straßentrakt, einem 2-stöckigen Hofgebäude sowie einem geschützten Innenhof. Die Bestandsgebäude wurden einer General- und Funktionssanierung unterzogen, zusätzlich wurde ein Dachgeschoß-Zubau errichtet. Es entstand ein harmonisches Gefüge aus Alt und Neu. Ausgehend von einer kleinteiligen Raumkonfiguration im Hofgebäude wurde durch Einbindung des Straßentraktes ein großzügiges Familienwohnhaus mit einem Einliegerbüro. Im neu errichteten Dachgeschoß-Zubau befindet sich das große Familienwohnzimmer mit angeschlossener, von der Straße abgeschirmter Dachterrasse. Der Innenhof wurde durch eine der Küche vorgelagerten Terrasse aufgewertet.

Wie anhand historischer Fotoaufnahmen erkennbar, unterscheidet sich das generalsanierte Gebäude kaum vom seinerzeitigen historischen Fuhrwerkerhaus und fügt sich harmonisch in das Erscheinungsbild seiner Umgebung ein. Das Gebäude stellt gleichsam den Beginn der vom Leitbild der Schutzzone geprägten Hernalser Vorstadt dar.

Bikes&Rails - 10., Emilie-Flöge-Weg 4

Das Gebäude bildet an der Längsseite verglase Laubengänge auf vier Geschoßen aus und Balkone an der vertäfelten Querfassade.

Architekturbüro Reinberg ZT GmbH

Ein Radfahrkaffee belebt den kleinen öffentlichen Platz ebenso wie ein mehrgeschoßiger, verglaster Wintergarten. Dieser dient der Erschließung und die Bewohnerinnen und Bewohner können ihn als Gemeinschaftsbereich (Cluster) nutzen. Jede Wohnung hat hier eine "private" Loggia. Ein Kaffeehaus, eine Fahrradwerkstatt und der Gemeinschaftsraum können flexibel kombiniert werden. Der Radkeller und die Dachterrasse werden gemeinschaftlich genutzt. Die Planung erfolgte in Mitbestimmung.

Der Wohnteil besteht ausschließlich aus Holz, ist auf das Erdgeschoß aufgesetzt und an die Betonkonstruktion des Wintergartens angeschlossen. Das Passivhaus wird zentral belüftet. Die Wärmeversorgung erfolgt aus dem Wiener Fernwärmenetz. Die Realisierung gelang mit Hilfe der Wiener Wohnbauförderung und ist Teil und erstes Projekt von habiTAT – dem Mietshäusersyndikat in Österreich. Die BewohnerInnen-Gruppe legt besonderen Wert auf Solidarität, Ökologie und die Unverkäuflichkeit des Gebäudes.

Paradiesvogel - 15., Felberstraße 56

Frontalansicht eines sanierten, weiß gestrichenes Gründerzeitgebäude mit goldenem Dachgeschoßausbau.

baukult ZT GmbH / Arch. DI Regina M. Lettner

Der Paradiesvogel ist ein 2-geschoßiger Dachzubau angrenzend an das Entwicklungsgebiet Westbahnhof. Ressourcenschonende Kielsteg- und Brettsperrholz-Elemente kombiniert mit sichtbarer Stahlkonstruktion ermöglichen "anderes Wohnen in der Stadt". Vom Abbruch des Rohdachbodens bis zur Fertigstellung des Edelrohbaus vergingen 4 Wochen.

Das Gründerzeithaus wurde saniert und ist nun barrierefrei zugänglich. Der Giebel mit dem goldenen Schriftzug "Paradieshof" musste aus Belichtungsgründen weichen und wurde durch eine goldene Fassade ersetzt. Der goldene "Paradiesvogel" als markantes Zeichen ist nun weithin aus dem Zug und Auto sichtbar. Obwohl laut Bestimmungen eine höhere Gebäudehöhe möglich wäre, wurde aus städtebaulichen Gründen die Gesimsekante der Nachbarhäuser beibehalten. Klimaschutz wird sichergestellt durch CO2-neutrale Holzbauweise, Dachbegrünungen, eine Photovoltaik-Anlage, Wärmepumpen, Lehmputz, einen fugenlosen Steinholzboden und neu errichtete Nistplätze für Vögel.

Stadtwohnhaus Friedmanngasse - 16., Friedmanngasse 54

Weißes Gebäude mit vier Balkonen in einer Sackgasse und mit Durchgang in die nächste Straße.

SIRS Vienna / Arch. DI Sebastian Soukup

Ein städtisches Kleinwohnhaus mit 6 oberirdischen Geschoßen auf rund 12 mal 12,5 Metern Grundfläche. Das Grundstück, als Privatparkplatz genutzt, öffentlich nicht zugänglich, galt seit den 1980er Jahren als wirtschaftlich unbebaubar. Der laut Widmung herzustellende öDG (öffentlicher Durchgang) ist im Bezirk als fußläufige Verbindung von hoher quartierräumlicher Bedeutung (Brestelgasse – Straßenbahnlinie 2).

Eine aufgeschlossene Grundeigentümerin, ein junger Bauträger aus Niederösterreich, die Unterstützung seitens der Gebietsbetreuung sowie des Bezirks haben ermöglicht, dass ein Stadthaus mit 8 zeitgemäßen Wohnungen, eine belebte Erdgeschoßzone sowie ein kleines aber essentielles Stück Stadtraum entstehen konnten.

Residenz Adele - 10., Bloch-Bauer-Promenade 16

Zwei weiße, orthogonal zueinander versetzte Baukörper mit braunen Balkonen in Richtung Park.

Vasko + Partner Ingenieure

Adele mit 283 Einheiten im Sonnwendviertel wurde von Delugan Meissl Associated Architects und Ganahl Ifsits entworfen. Vasko+Partner war für alle anderen Planungsleistungen bis zur Fertigstellung verantwortlich.

Der Grünbezug spielt eine große Rolle - jede Wohnung verfügt über eine Außenfläche, neben der 4.600 Quadratmeter großen Grünanlage. Für Abkühlung sorgt ein Pool und ein Wasserspielplatz, zudem gibt es 2.500 Quadratmeter begrünte Dachterrassen mit Stauden, Kleinbäumen, Bodendeckern und Blumenwiesen. Die automatische Bewässerung sorgt zusätzlich für Schutz vor Überhitzung für den Außenraum und den darunter befindlichen Wohnungsflächen. Die Wege wurden mit einem hellen Keramikbelag realisiert, um den Heating-Island-Effekt zu verringern. Im öffentlichen Bereich wurden die Arkaden als überdachte und beschattete FußgängerInnen-Wege teils verlängert. Mit einem Gesamtenergieeffizienzfaktor A liegt das Projekt energetisch weit über dem Mindeststandard, mit Fernwärme, Fußboden­heizung und Photovoltaik-Anlage.

Vogelweid Studios, Townhouses und Werkstätten - 16., Kirchstetterngasse 7

Drei sanierte, gegliederte Metallfenster im Souterrain in der Fassade eines Gründerzeitgebäudes.

atelierhess

Das Projekt wurde durch Neustrukturierung einer Erdgeschoßzone - einer Metallwerkstätte - in einem Gründerzeithaus entwickelt. Durch Abbruch der Hofbebauungen wurden ein gassenartiger, begrünter Hof und Gärten geschaffen.

Es wurden 4 Maisonettewohnungen, ein Atelier und vis à vis der Gärten - auch aus den allgemeinen Teilen des Hauses zugänglich - 4 Studios zu den Wohnungen errichtet. Besonderen Wert wurde auf eine luftige, helle und durch Begrünung klimatisch angenehme Raumbildung sowie auf hohe Qualität der Bauteile, thermische Qualität, Haptik, Stabilität und Dauerhaftigkeit gelegt.

Straßenseitig wurden 8 Kleinwerkstätten geschaffen. Wiederhergestellte Industriefenster, Gussasphaltböden mit Fußbodenheizung und Sichtziegelgewölbe bestimmen nun die Erscheinung und Behaglichkeit. Weiters wurden, zum Teil in Kooperation mit Obenauf Immobilienent­wicklung (Dachausbau), 13 Balkone und ein Heizraum für 25 Einheiten errichtet und die Infrastruktur auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.

Preyersche Höfe "generationen: wohnen ohne hindernisse" - 10., Absberggasse, Schrankenberggasse 31

Punktbaukörper mit schwarzem Sockel und beige-grauen Obergeschoßen mit umlaufenden Balkonbändern.

königlarch architekten

Die Wohnhausanlage befindet sich auf dem Areal des ehemaligen Preyerschen Kinderspitals im 10. Bezirk. Die Anlage wird durch 4 kompakte, turmartige Häuser unterschiedlicher Identität bestimmt.

Ein dem Terrain folgender, niedriger Sockel bildet die stadträumliche Kante zur Straße. Mit dieser hybriden Bauweise ist es möglich, den gegen die Absberggasse geschützten, ruhigen, introvertierten Hof auszuformen und in der Auflösung darüber eine übermäßige Hermetik einer geschlossenen Blockbebauung zu vermeiden. Der Hof erhält durch die Auflösung der Masse über den ganzen Tag Sonne, die durchströmende Luft verbessert das Mikroklima. Die Wohnungen darüber, größtenteils Wohnungen über Eck, bieten offene Aus- und Durchblicke in jeweils mehrere Himmelsrichtungen.

Umlaufende Balkone bilden für die großzügig verglasten Wohnungen einen Sonnenschutz. Die Freibereiche selbst werden vor sommerlicher Überwärmung durch verschiebbare, gelochte Elemente beschattet.

Der Kapellenhof - 22., Kapellenweg 35

Der Stadtwald wir von mehreren Baukörpern in rötlichen Tönen und unterschiedlichen Höhen eingefasst.

ARGE KAP: AllesWirdGut - feld72

Rund um eine Grünfläche formiert sich ein lebendiges Wohnquartier, das sich konzeptionell und formalästhetisch am Gemeindebau anlehnt. Hier entstanden 450 Wohnungen aus der Feder von AllesWirdGut und feld72, deren kooperative Planung besonderes Augenmerk auf die Potenziale des Standorts legt - auf Ausblick und Grünraum.

Die kleinteilige Bebauung an den Außenrändern genauso wie der Innenhof bieten jeder Wohnung größtmöglichen Weitblick. Der als abenteuerlicher, topografisch bewegter Stadtwald mit Rückzugsflächen und Lichtungen konzipierte Hof wird von 4 Gebäuden gesäumt, die über Gemeinschaftsräume mit Terrassen verfügen. Der Park als grüner Dreh- und Angelpunkt unterstützt das nachbarschaftliche Miteinander.

Das Ansinnen, ein Grätzel der Begegnung für über 1.000 Bewohnerinnen und Bewohner entstehen zu lassen, drückt sich überdies in einem Multifunktionsraum sowie in einem Lokal aus. Ein vitales Vierkant-Ensemble, das Wald und Nachbarschaft wachsen lässt.

The Brick (Biotope City Wienerberg) - 10., Triester Straße 91

Ein hoher Baukörper mit Klinkerfassade und geschoßhohen Fenstern, welche teils auf kleine Balkone mit Begrünung führen

RLP Rüdiger Lainer + Partner

Der multifunktionale Gebäudekomplex The Brick beherbergt eine Mischung aus Büros, Gewerbe- und Gastronomieeinrichtungen sowie ein Hotel.

Großflächige Wiesen- und Staudenflächen mit naturnahem Charakter umgeben das Gebäude. Neben unterschiedlichen Formen der Fassadenbegrünung sind bepflanzte Lichthöfe eine Besonderheit.

The Brick wurde 2-mal mit DGNB Platin ausgezeichnet und wird - erstmalig in Österreich - den ÖGNI Kristall Award erhalten.

Future Art Lab der Universität für Musik und darstellende Kunst - 3., Anton-von-Webern-Platz 1

Geschwungener Baukörper mit bräunlich goldener Metallfassade im Campus der Universität.

Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH

Mit dem Neubau des Future Art Lab wird die Entwicklung dieses besonderen, für Wien einzigartigen und an angloamerikanische Vorbilder erinnernden Campus der Universität für Musik und Darstellende Kunst abgeschlossen.

Aufgrund seiner Lage an markanter Stelle kommt diesem Haus besondere Bedeutung zu, die es erlaubt, den stimmigen Kanon des Ensembles an dieser Stelle zu akzentuieren.

Der Neubau beherbergt die Institute Elektroakustik und Komposition, Film und Fernsehen und Tasteninstrumente. Das Gebäude versteht sich als Pavillon mit einer zur Mitte der Universität gerichteten Geste der Öffnung, die zudem auf stadträumliche Bezüge zu reagieren vermag. Entstanden ist somit ein eingebetteter Solitär, der durchaus als Apparat, als Gerät für das Spiel, die Komposition und das Experiment von und mit Film und Musik verstanden werden kann. Die innere Organisation ist einzig und allein den funktionalen und bauakustischen Anforderungen geschuldet.

Quartiershaus OPEN UP! - 10., Bloch-Bauer-Promenade 4

Horizontal zueinander versetzte, weiße Balkone bilden geschützte, überdachte Ecken in Richtung Grünraum aus.

PPAG architects ZT GmbH

Mit OPEN UP! wurde ein neues Wiener Zinshaus realisiert: flexibel, hybrid, entspezialisiert und leistbar. Durch den Skelettbau im Inneren können die Räumlichkeiten mit den Bedürfnissen und Ansprüchen der heutigen und zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer verändert werden.

Die urbane Sockelzone lässt sich dank hoher Decken und technischer Infrastruktur flexibel nutzen. In den Geschoßen können die 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen an individuelle Wünsche angepasst werden, bis hin zum Großraumbüro. Dachterrasse mit Gartenküche, Fahrradsalon mit Servicebereich, Waschsalon und ein großzügiges Foyer mit Lieferboxen stehen der Hausgemeinschaft zur Verfügung.

Das Quartiershaus zeigt sich den Flanierenden im Sonnwendviertel glatt und mondän zur Promenade, zum Park rau und montan. Die Abtreppung in Grundriss und Schnitt garantiert allen Einheiten mit Außenzimmern den Blick ins Grüne. Das Gebäude ist zwischen Freiraum, Wohnraum, Arbeits- und Geschäftsflächen rund um die Uhr bespielt und in das Viertel eingebunden.

Adaptierung & Erweiterung Rudolfinerhaus - 19., Billrothstraße 78

Der überdachte Vorplatz auf schlanken Stützen bildet den Eingang in das gelbe, historische Spitalgebäude.

Arge Architekten ZT Egyed / Kohlbauer

Attraktivierung Vorplatz/Eingang: Neue 2-spurige Vorfahrt, niveaugleicher Eingang und separater Liegendtransportzugang. Hauptgestaltungselement ist ein 4 Meter hohes, großflächiges mäandrierendes begrüntes Vordach mit teilweise verglasten Öffnungen, auch als Verbindung zum Garagenpavillon gedacht. Park statt parkieren - Reduktion der Oberflächenstellplätze auf das Minimum, entsprechende, erweiterte Grünflächengestaltung.

Aufstockung Billroth-Trakt: 2 Ebenen mit nach Süden ausgerichteten PatientInnen-Zimmern mit großen, durchlaufenden, sanatoriumsartigen Balkonen zum Park hin und mit schiebbaren Holzlamellen-Elementen als Sonnenschutz.

Umbau Wilczek-Trakt: Geradlinige Fortsetzung des Gestaltungsprinzips. Unterbringung des Campus Fachhochschule Pflegeberufe im Dachgeschoß mit stirnseitiger Vertikalerschließung und Foyer im Erdgeschoß Billrothstraße 80. Grünvordach mit Öffnungen als gestalterische Klammer zum Vordach Haupteingang Billrothstraße 78.

Nachhaltigkeit: Umstellung der Gebäudekühlung auf Fernkälte.

Bibliotheks- und Seminarzentrum BOKU Wien (Ilse Wallentin Haus) - 19., Peter-Jordan-Straße 82

Ein kubisches Holzgebäude mit großzügigen Fensterflächen sitzt auf einem grauen Sockel.

SWAP Architekten

Für die BOKU - Universität für Bodenkultur wurde ein neues Bibliotheks- und Seminarzentrum in Holzbauweise errichtet. Das Erscheinungsbild des Baus ist geprägt von der Holzkonstruktion, die Fassadenoberflächen bleiben unbehandelt. Die Rasterung der Fassade wird im Inneren der Eingangsebene und der Bibliothek in der Deckenkonstruktion fortgeführt und verleiht dem Haus dadurch seinen unverwechselbaren Charakter. Die Tragstruktur wird zum Gestaltungselement. Über raumhohe Verglasungen wird ein Dialog zwischen Innenraum und Umgebung hergestellt.

Der 4-geschoßige Holzbau wurde aus vorgefertigten Brettschichtholzelementen konstruiert, der erdberührte Sockel und das Stiegenhaus sind in Stahlbeton ausgeführt. Das Gebäude wurde mit 965 von 1.000 Punkten mit dem österreichischen Qualitätszeichen klimaaktiv Gold ausgezeichnet. Neben der Holzbauweise wurde vor allem die Kompaktheit des Baukörpers hinsichtlich Energieeffizienz berücksichtigt.

Wohnbebauung Coca-Cola Areal Bauplatz 10, 11, 12 - 10., Zelda-Kaplan-Weg 3, 8, 10

Der weiße Baukörper grenzt an den Grünraum und wird durch vertikale Balkonbänder strukturiert.

BKK-3

Die Wohnhausanlage überzeugt mit einem besonders ausgeklügelten Grünraumkonzept. Zahlreiche Biodiversitätsmaßnahmen wurden im Zuge der Errichtung der nebeneinander liegenden Neubauprojekte umgesetzt. Beispielhaft können hier Dachbegrünungen, Nisthilfen für Nützlinge, Bepflanzungen von Mauern und Brandrauchentlüftungen sowie die Berankung der Fassaden genannt werden. Zudem wurde auf Bauökologie und die Einhaltung klimafreundlicher Gebäudestandards, ganz im Sinne der Biotope City Wienerberg, geachtet.

Die fassadenbildenden Baumpflanzungen im Innenhof des Hauses Zelda-Kaplan-Weg 10 schließen und erweitern den Spannungsbogen einer Mikroachse mit Pflanztrögen an allen westseitigen Fenstern, terrassierten Balkonen mit Pflanztrögen, Hochbeeten und Dachgärten.

Im mittleren Gebäude setzt sich die horizontale Freiraumqualität der Fassade im Gebäude fort. Es entstanden 2-geschoßige Gemeinschaftswintergärten mit Bezug zum Quartiersplatz, Pflanztröge auf den Balkonen sowie eine dem Fitness- und Saunabereich zugeordnete Dachterrasse.

Pflegewohnhaus San Damiano - 13., Josef-Kraft-Weg 9

Hellgrau und dunkelgrau gestreift gepflasterter Vorplatz vor zwei hölzernen Baukörper.

Schenker Salvi Weber Architekten

Die Setzung am Rand der Bebauungslinie schafft eine wohltuende Trennung zwischen Öffentlichkeit und intimerem Therapiepark. Die gebaute Landschaft wird Teil des Hügels. Die Ebenen knüpfen an den Park im Hang an und laden zu Spaziergängen ein. Die alten Bäume prägen die Stimmung am Ort und schaffen ein angenehmes Klima für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Um einen zentralen Wohnbereich ordnen sich radial die Individualzimmer an. Nutzungen überlagern sich, eine familiäre Atmosphäre entsteht. Der bewachsene Patio baut einen latenten Bezug zum Haus auf. Die daran angelehnte Küche bildet das Herz der Gruppe. Die Zimmer sind Rückzugsort mit Kontakt zum Außenraum. Die Fenster im Leibungsmöbel sind tief und hoch. Sie verkörpern das kleinste Vielfache als Mikroeinheit in einer dichten Wohn- und Lebenssituation. Es geht darum die Nähe und die Distanz in einem räumlichen Makrosystem zu moderieren. Die geschoßweise gestaffelte Holzbaufassade webt die Fenster der Individualzimmer subtil in den Baukörper ein.

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