Bericht aus der Planungswerkstatt (2004)

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  • Eine Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt
  • Ausstellungsdauer: 3. bis 30. Juni 2004
Ausstellungsplakat

Der innovative Masterplan Verkehr 2003 geht auf die Verkehrsbedürfnisse Wiens im neuen Europa ein und beinhaltet eine Reihe von Strategien und Maßnahmen, welche den Stadtverkehr in den kommenden Jahren prägen werden - und somit auch die Stadt selbst.

Diese Ausstellung zeigt allen interessierten BürgerInnen eine Auswahl konkreter Projekte und Planungen und gibt jetzt schon einen Einblick in die gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen. Die den Verkehr in Wien nicht nur effizienter und schneller, sondern auch für alle Bevölkerungsgruppen sicherer machen sollen.

Dabei erfordert diese komplexe Thematik eine vernetzte Herangehensweise: vorgestellt werden Projekte aus dem Fußgänger- und Radverkehr, aktuelle Planungen im öffentlichen Verkehr und neueste Bauvorhaben im Straßennetz.

U-Bahn, Straßenbahn, S-Bahn

Innerhalb der Stadt soll der öffentliche Verkehr (ÖV) qualitativ weiter entwickelt werden und quantitativ wachsen - von 34 Prozent auf 40 Prozent aller Wege der WienerInnen bis 2020. Federführend sind dabei das Regionalverkehrskonzept sowie die vierte ÖV-Ausbauphase. Dabei geht es vor allem um die optimale Vernetzung der Verkehrsmittel und der einzelnen Angebote, um die Bedienungsqualität zu erhöhen. Im Rahmen der Ausstellung wird nicht nur das Schnellbahnkonzept, auf dessen Grundlage der öffentliche Personennahverkehr attraktiver gestaltet wird, sondern auch das neue Schnellbahnmodell "Talent" vorgestellt. Außerdem wird konkret auf folgende Projekte der vierten ÖV-Ausbauphase eingegangen: Der Ausbau des U-Bahn-Netzes (U1-Süd, U2-Süd, U2-Nord) wird anhand von Plänen und Filmmaterial präsentiert, im Bereich der Straßenbahnen wird vor allem auf die Verlängerungen der Linien 25, 26 und O eingegangen.

Straßenplanung

Einerseits wird die Straße genutzt, um auf unterschiedliche Arten - ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto - von A nach B zu kommen, andererseits ist der Straßenraum auch öffentlicher Raum für Aufenthalt und Begegnung. Aus diesem Grund ist die Gestaltung des Straßenraums von hoher Komplexität gekennzeichnet. Als konkrete Maßnahmen in diesem Bereich werden die Neugestaltungen der Wiedner Hauptstraße, der Lothringer Straße sowie der Unteren Donaustraße gezeigt, die als Beispiele für modernen Straßenbau die Bedürfnisse aller VerkehrsteilnehmerInnen berücksichtigen. Für die Gewährleistung der inneren und äußeren Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes Wien sind auch Maßnahmen im hochrangigen Straßennetz erforderlich wie zum Beispiel die Verbreiterung sowie Belagssanierung der Südosttangente. Die Um- und Ausbaumaßnahmen im bestehenden Straßennetz werden in den nächsten Jahren vorrangig der Sicherung des nichtmotorisierten und öffentlichen Verkehrs dienen, bei welchem ebenfalls eine Reihe von Projekten realisiert werden.

Fußgänger

Planungen und Bedingungen für den Fußgängerverkehr betreffen jede Wienerin und jeden Wiener. Denn jeder Weg - ob mit Rad, Auto oder einem öffentlichen Verkehrsmittel - beginnt oder endet mit einem Fußweg, der sich aber für jede Bevölkerungsgruppe anders darstellt: Jugendliche, seh- und gehbehinderte Menschen, ältere Personen, Kinder... die Voraussetzungen für den Fußgängerverkehr müssen differenziert betrachtet und für alle Personen geschaffen werden. In der Ausstellung werden Informationen rund um das Gehen in Wien und damit verbundene Faktoren gezeigt, welche auf die Situation der FußgängerInnen eingehen: denn schließlich sind FußgängerInnen die empfindlichsten VerkehrsteilnehmerInnen. Durchdachte Oberflächengestaltungen von Fußgängerzonen (Neuer Markt, Wallensteinplatz, Ilg-Platz) und Projekte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit (Fußgänger/Radfahrerbrücke Spittelau, Schulwegpläne) zeigen ganz konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Fußgängerverkehrs. Gerade die Fußgänger- und Radfahrerbrücke Spittelau ist ein gutes Beispiel für die notwendige, vernetzte Denkweise, die alle für dieses Projekt relevanten VerkehrsteilnehmerInnen berücksichtigt.

Radfahrer

Der Radverkehr stellt einen Handlungsschwerpunkt des Masterplans Verkehr 2003 dar. Neueste Verkehrszählungen zeigen, dass sich die Nutzung des Fahrrades vom reinen Freizeit- und Sportgerät hin zum Verkehrsmittel für den Alltag entwickelt hat. Die Radverkehrszählstellen und deren Ergebnisse werden ebenso gezeigt, wie die neue "Radkarte Wien - Übersicht". Ganz besonderen Stellenwert hat die Vorstellung des Projekts "Wiener Citybike" - neben Informationen rund um dieses Projekt steht den BesucherInnen ein Testterminal zur Verfügung, wo man sich die neuen Fahrräder und den Entlehnmodus aus nächster Nähe ansehen kann. Durch die angestrebte Erhöhung des Radverkehrsanteils auf 8 Prozent wird es zu einem verstärkten Radverkehrsaufkommen auf den Wiener Straßen kommen.

Ausstellungseröffnung

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgte am 3. Juni 2004 durch den amtsführenden Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, Dipl.-Ing. Rudolf Schicker.

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