Workshop "Urban Sprawl" (2004)

Veranstaltung zum Stadtentwicklungsplan 2005

Der Workshop beschäftigte sich mit Entwicklungstrends im Großraum Wien.

Ansicht Berufsschulgebäude für Gartenbau und Floristik

Der Veranstaltungsort, die Berufsschule für Gartenbau und Floristik

Termin: Mittwoch, 21.1.2004 von 9 bis 16 Uhr
Ort: Berufsschule für Gartenbau und Floristik, Donizettiweg 31, 1220 Wien

Dialog

Inhalte entstanden nicht nur in traditioneller Weise durch Studien, Expertisen, Auswertungen und Berechnungen, sondern wurden laufend einem breiten Diskussionsprozess unterzogen. Einerseits ging es dabei um eine Verbreiterung der Wissensbasis, andererseits um eine frühzeitige Involvierung wichtiger Partnerinnen und Partner für die Umsetzung des Stadtentwicklungsplans 2005 (STEP 05). Zu ihnen zählten zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter weiterer Geschäftsgruppen, mit denen eine Reihe von Fachworkshops stattfanden.

Der Workshop widmete sich der Frage des "Urban Sprawl". Dazu wurden die Inputs des Projektes "URBS Pandens" genutzt. Es nähert sich dem Thema über den Vergleich von sieben europäischen Agglomerationen.

Einige Fragestellungen lauteten:

  • Wie kommt Urban Sprawl zustande?
  • Was sind die Folgen?
  • Welche Steuerungsmöglichkeiten gibt es?

Ablauf

  • Fachdiskussion Wie kommt "Urban Sprawl" zustande, was sind die Folgen? Mit Inputs aus dem derzeit laufenden europäischen Projekt "URBS Pandens" und von Wiener und Niederösterreichischen Fachleuten
    • Einführung durch das Institut für Soziologie der Raumplanung und Architektur an der TU Wien
    • Kurze Impulsstatements und Kommentare von Fachleuten, unter anderen
      Univ.Prof. Dr. Axel Borsdorf (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
      Architekt Johannes Fiedler (fiedler.törnquist arch+urb)
      DI Andreas Käfer (Trafico Verkehrsplanung)
      Univ.Prof. Dr. Gunther Maier (Wirtschaftsuniversität Wien)
      Architekt Hugo Potyka
      DI Walter Pozarek (Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abt.RU2)
      DI Dr. Kurt Puchinger (Regionalconsult)
      Moderation: DIin Heidrun Feigelfeld (SRZ Stadt- und Regionalforschung)
  • Workshop
    • Welche Steuerungsmöglichkeiten hat die Stadt- und Regionalentwicklung in Wien und Niederösterreich?
    • Welche Konsequenzen ergeben sich für den STEP 05?
    • Erarbeitung von Ansätzen in vier parallelen Arbeitsgruppen (Arbeitsgruppenbildung vor Ort)

Hintergrund

Vortragender vor Publikum

Zitat einer Teilnehmerin beziehungsweise eines Teilnehmers: "Sprawl ist für viele Menschen wie Pornographie. Es ist schwer zu beschreiben, aber man weiß, was es ist, wenn man es sieht."

Sprawl wird assoziiert mit schnellem suburbanem Wachstum, aber nicht jedes Wachstum ist Sprawl. Es repräsentiert ein Entwicklungsmuster, welches Asphaltkilometer legt zwischen Wohnen und Arbeit, Arbeit und Schule, Einkaufen und Zuhause und Mutter und Fußballstadium und diese mit dem Auto verbindet.

Sprawl tritt auf, wenn suburbane Agglomerationen Flächen schneller verbrauchen, als die Bevölkerung wächst, sogar schneller als Stadtzentren und Stadtränder Einwohner verlieren." (PERC REPORTS, 1999: "Where Market Meet the Environment", Political Economy Research Center, Volume 17, No. 1, Montana, February 1999)

Ist Urban Sprawl Folge einer gescheiterten Stadtplanung? Sind der Immobiliensektor oder die Bodenpreispolitik verantwortlich? Oder ist es die Nachfrage derer, die vom Einfamilienhaus träumen? Welche Rolle spielen Finanz- und Verkehrspolitik, Regulationsmechanismen, Standortpräferenzen von Dienstleistungsbetrieben und von Einkaufszentren? Was ist Urban Sprawl im Gegensatz zu Urban Growth ? Ist Smart Growth als alternative Gegensteuerung vergleichbar mit der Logik von "dezentraler Konzentration"?

Mit diesem Workshop wurde eine offene Diskussion über die Entwicklungstrends im Großraum Wien angeregt, an der verschiedene Akteurinnen und Akteure aus der Region, dem Wiener Umland und der Stadt Wien teilnahmen. In einer konstruktiven Auseinandersetzung sollten sowohl steuerbare als auch nicht-lenkbare Mechanismen der Stadtentwicklung identifiziert werden. Dazu brauchte es das explizite und implizite Fachwissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund um Entwicklungstrends, kritische Stadt-Umland Beziehungen und den bisher ungenützte Chancen.

Einladung, Referate und Kommentare als Download

  • Einladung (232 KB PDF) • Invitation (84 KB PDF)
  • Individuell okay, aber in der Summe problematisch. AkteurInnen rund um Spraw(ling). (1,7 MB PDF) - Jens S. Dangschat
  • Von Suburbia zu Postsuburbia (2,2 MB PDF) - Axel Borsdorf
  • Impuls/Thesenpapier - Hermann Knoflacher (79 KB PDF)
  • Impuls/Thesenpapier - Ernst Lung (89 KB PDF)
  • Nähe, Zugang und die nachhaltige Dichte (76 KB PDF) - Johannes Fiedler
  • Stop der Stadtvernichtung (4,2 MB PDF) - Stift
  • Bemerkungen zu den Workshops (83 KB PDF) - Hugo Potyka
  • Wie kommt Urban Sprawl zustande, was sind die Folgen? (114 KB PDF) - Kurt Puchinger

Internationaler Workshop "EU-Projekt URBS Pandens"

Im unmittelbaren Anschluss an diese STEP-Veranstaltung fand von 22. bis 24.1.2004 am selben Ort ein internationaler Workshop des EU-Projektes URBS Pandens statt. Auf diesem in Englisch abgehaltenen Arbeitstreffen wurden die Zwischenergebnisse des "Urban Sprawl"-Vergleichs von sieben europäischen Städten von Expertinnen und Experten und Stakeholdern diskutiert. Auch an dieser Veranstaltung war eine Teilnahme für alle Interessierte möglich.

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