Workshop zu Städtestrategien gegen Armut & soziale Ausgrenzung: "Blicke über den Tellerrand" (2003)

Veranstaltung zum Stadtentwicklungsplan 2005

Die Arbeiterkammer Wien, die Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) und die Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung luden zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch über integrative Stadtentwicklung mit sozialem Fokus ein. Die Veranstaltung fand am 18. November 2003 im Bildungszentrum der Arbeiterkammer statt. Sie wurde im Auftrag der Veranstalter vom Institut der Soziologie für Raumplanung und Architektur der Technischen Universität Wien inhaltlich vorbereitet und betreut. Die Ergebnisse des Workshops sollten in die Arbeit aller vier Institutionen einfließen.

Ablauf

  • Einleitung: DIin Antonia Coffey, AK-Wien
  • Impulsreferat: Univ.Prof. Dr. Jens S. Dangschat: "Die Ursachen der städtischen Krise und Strategien gegen Armut und Ausgrenzung"
  • Arbeitskreise 1 bis 3:
    • Arbeitskreis 1: Neue flexible Kooperationsmodelle - ein geeignetes Instrument zur Bekämpfung städtischer Armut?
      Kooperationen in der Stadtentwicklung: Rolle der Stadtverwaltung, Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, Einbeziehung von Bewohnerinnen und Bewohnern. Instrumente der Kooperation: Städtebauliche Verträge et cetera. Multi-level governance: räumliche und sektorale Kooperationen. Wie viel Governance verträgt die Demokratie?
    • Arbeitskreis 2: Kann kommunale Stadtplanung und Wohnungspolitik einen Beitrag gegen Armut leisten und integrativ wirken?
      Wer soll die Adressatin/der Adressat für die Anreize und Förderungen sein, wer soll letztlich davon profitieren? Was kann Stadtentwicklungsplanung bewirken - steuern oder nur Anreize schaffen? Welche Forderungen zur sozialintegrativen Stadtentwicklung können in den Stadtentwicklungsplan integriert werden? Welche Strategien werden mit welchem Erfolg angewandt? (territoriale Strategien, community-Strategien oder klientel-orientierte Strategien) Welchen Beitrag kann sozialraumorientierte Gemeinwesenarbeit zur Verhinderung von Armut und sozialer Ausgrenzung leisten?
    • Arbeitskreis 3: Lokale Demokratie, Partizipation und Integration: das Fundament einer sozialintegrativen Stadtentwicklung?
      Wie kann man "schwierig zu beteiligende Gruppen" einbeziehen? Welche Methoden werden mit welchem Erfolg eingesetzt (Von der Planungszelle über das Grätzelforum zum Verfügungsfonds)? Nachhaltige Partizipation und partizipative Nachhaltigkeit: Strategische Umweltprüfung. Chancen und Grenzen von Integration auf der Grätzelebene. Diversity Management und Gender Mainstreaming in der Stadtentwicklung
  • Arbeitskreise 4 bis 6:
    • Arbeitskreis 4: Welche Auswirkungen der Verwaltungsreform sind zu erwarten?
      Was bewirkt die Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen? Auslagerung von Verwaltungsaufgaben der städtischen Ebene (vom Stadtteilbüro bis zur GmbH). Wie weit sind wir mit der horizontalen Koordination der Verwaltung? Der Abschied vom Ziel der Chancengleichheit der Stadtviertel: Soll die Verwaltung räumlich denken? Chancen und Gefahren von Mehrzielprojekten: ein gut verkaufter Sparkurs? Kürzungen der Mittel - Dezentralisierung der Verantwortung? Was bringt Dezentralisierung (wem) tatsächlich?
    • Arbeitskreis 5: Wo bleibt die Wirtschaft?
      Von welcher "Wirtschaft" reden wir? Welche Akteurinnen und Akteure "der Wirtschaft" haben ein Interesse an sozialverträglicher Stadt(teil)-entwicklung? Wie weit kann Wirtschaft in die Verantwortung genommen werden? Welche Strategien gibt es hierzu? Städtewettbewerb und City-Marketing.
    • Arbeitskreis 6: Woher wissen wir, welche Projekte gut gelaufen sind?
      Wer beurteilt, ob Projekte erfolgreich sind? Wer profitiert von den Projekten? Sinn und Unsinn von Indikatoren und Evaluationen. Was bringt eine sozialraumorientierte Berichterstattung zur Armutsentwicklung? Wie können wir Maßnahmen und Projekte beurteilen? Welche Vorteile hat ein Benchmarking?
  • Marktplatz der Ergebnisse
  • Arena mit Dr. Josef Broukal

Ziele

  • Die Weiterführung des mit der AK-Veranstaltung "Stadt der Menschen" im Frühjahr 2002 begonnenen Erfahrungsaustausches zwischen Fachleuten verschiedener Magistratsdienststellen, diverser gemeinnütziger Einrichtungen und privater Initiativen über die derzeit bestehenden Maßnahmen und Strategien zum Ausgleich von Armut und sozialer Ausgrenzung
  • Erarbeitung von Evaluierungskriterien für Strategien und Modelle lokaler integrierter Initiativen
  • Diskussion von "best practices" und "failures"
  • Diskussion der Steuerungsmöglichkeiten von Stadtverwaltungen, in den Feldern Stadtentwicklung, Stadtplanung, Stadterneuerung und Wohnungspolitik (insbesondere in Hinblick auf den derzeit in Vorbereitung befindlichen STEP 05)

Veranstalterinnen und Veranstalter

Dokumente als Download

  • Thesenpapier (254 KB PDF)
  • Kommentar zum Thesenpapier - Werner G. Raza (346 KB PDF)
  • Kommentar 1 zum Thesenpapier - Corinne Hooge (269 KB PDF)
  • Kommentar 2 zum Thesenpapier - Corinne Hooge (110 KB PDF)
  • Kommentar zum Thesenpapier - Jan Dictus (91 KB PDF)
  • Kommentar zum Thesenpapier - Kerstin Arbter (99 KB PDF)
  • Kommentar zum Thesenpapier - Antonia Coffey (132 KB PDF)
  • Kommentar zum Thesenpapier - Peter Mlczoch (114 KB PDF)
  • Impulsreferat - Jens Dangschat (511 KB PDF)
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