Workshop "Partizipation an der Stadtentwicklung" (2004)

Veranstaltung zum Stadtentwicklungsplan 2005

Veranstaltungsraum im Skydome

Auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher wurde gesorgt.

Eine zentrale Fragestellung des Workshops am 20. Februar 2004 im Nachbarschaftszentrum Neubau ("Skydome") war, welche methodisch differenzierten Formen der Partizipation für die verschiedenen Planungsebenen anzuwenden sind. Für eine noch erfolgreichere Gestaltung der künftigen Partizipationsprozesse in Wien war eine breite Diskussion verschiedener Akteurinnen und Akteure (Politik, Verwaltung, Expertinnen/Experten) wichtig.
Die Erarbeitung des STEP 05 war durch den Dialog geprägt: Inhalte entstehen nicht nur in traditioneller Weise durch Studien, Expertisen, Auswertungen und Berechnungen, sondern werden laufend einem breiten Diskussionsprozess unterzogen. Einerseits geht es dabei um eine Verbreiterung der Wissensbasis, andererseits um eine frühzeitige Involvierung wichtiger Partnerinnen und Partner für die Umsetzung des STEP. Für den Workshop "Partizipation" werden Handlungsempfehlungen für Planungsmethoden der Zukunft erwartet.


Ablauf

  • Präsentation und Diskussion der Studie "Partizipation an der Stadtentwicklung in Wien" (Das "Thesenpapier" zum Download ist eine Zusammenfassung der Studie.)
  • Berichte aus der Praxis:
    • Bereichsdirektor Univ.Prof. DI Dr. Arnold Klotz: "Bürgerbeteiligung in Wien"
    • DI Karl Glotter: "Strategische Umweltprüfung Entwicklungsraum Nordosten Wien"
    • DI Dr. Wolfgang Sengelin: "Zielgebiet Gürtel"
    • Ing. Rudolf Polan: "Aufwertung Brunnenviertel"
  • Drei parallele Arbeitskreise zur Beantwortung folgender Fragen: "Welche Modelle und Methoden der Bürgerbeteiligung eignen sich in unterschiedlichen Kontexten?" und "Welche Mindeststandards sollen für diese Prozesse vorhanden sein?"
    • Arbeitskreis 1: Stadtteil- und Grätzelebene
    • Arbeitskreis 2: Städtebauliche Großprojekte
    • Arbeitskreis 3: Gesamtstädtische Programme
  • Plenardiskussion mit Inputs aus den Arbeitskreisen entlang folgender Fragen:
    • Welche Voraussetzungen und strukturelle Veränderungen in den Bereichen wie Verwaltung und Politik braucht es, damit Partizipationsprozesse noch erfolgreicher sein können.
    • Wie sollen Verwaltungen in Zukunft mit Bürgerinnen und Bürgern umgehen?
    • Wie können und sollen Investoren in das Beteiligungsgeschehen involviert werden?
    • Welche Commitments der Politik braucht es?
  • Moderation: Dr. Eugen Antalovsky

Impulsreferate

  • Univ.Prof. Mag. Dr. Jens Dangschat (TU Wien, Institut der Soziologie für Raumplanung und Architektur)
  • Mag. Peter Kaser (Magistratsdirektion - Organisation und Controlling)
  • Ing.in Hanna-Maria Wismühler (Magistratsdirektion - Dezentralisierung)

Hintergrund

Diskussion

Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr Rudi Schicker führte rege Diskussionen.

In einem längeren, diskursiven Prozess erarbeitete die Stadt Wien bis 2005 einen neuen Stadtentwicklungsplan.

Der STEP 05 ist ein maßgebliches Instrument der generellen, vorausschauenden Stadtplanung und Stadtentwicklung und legt in großen Zügen den weiteren geordneten Ausbau der Stadt fest. Er bestimmt die Verteilung von Nutzungen, weist Entwicklungsgebiete, übergeordnete Grün- und Freiräume sowie die übergeordnete Verkehrsinfrastruktur (U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn und hochrangiges Straßennetz) aus. Darüber hinaus zeigt er die räumlich-funktionellen Zusammenhänge zwischen Stadt und Region auf.

In einem so umfassenden generellen Instrument der Stadtentwicklung wie dem Stadtentwicklungsplan 2005 (STEP 05) waren auch Empfehlungen und Rahmen für zukünftige Partizipationsprozesse im Bereich der Stadtentwicklung in Wien zu erwarten.

Auf europäischer Ebene hat Partizipation in zahlreichen Bereichen wie Politik, Umwelt und Stadtentwicklung Hochkonjunktur. Wien hält Schritt mit den internationalen Entwicklungen. Wie die Studie "Leben und Lebensqualität in Wien" aus dem Jahr 2003 zeigt, haben beinahe die Hälfte aller Befragten bereits Erfahrungen in der Mitwirkung der Gestaltung des näheren Wohnumfeldes. Bei Großprojekten auf gesamtstädtischer Ebene wirkten bereits 41 Prozent der Männer aber nur 28 Prozent der Frauen mit.

Dokumente als Download

  • Partizipation an der Stadtentwicklung (179 KB PDF) (WZW)
  • Partizipation ernst gemeint? - (43 KB PDF) (Antonia Coffey)
  • Partizipation in der Stadt(teil)entwicklungsplanung (56 KB PDF) (Jens Dangschat)
  • Partizipation (27 KB PDF) (Hugo Potyka)
  • Armut und soziale Ausgrenzung (36 KB PDF)
  • STEP & Strategische Umweltprüfung (SUP) (119 KB PDF) (Kerstin Arbter)
  • "einfach - mehrfach" - ein strategisches Projekt der Stadt Wien als Partizipationsbeitrag (31 KB PDF) (Jutta Kleedorfer)
  • The Partizipation Charter (61 KB PDF) (Corinne Hooge)
  • Arbeitsblätter zur Partizipation Nr. 1 (70 KB PDF) (OEGUT, Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik)
  • Bürgerbeteiligung in Wien (2,3 MB PDF) (Arnold Klotz)
  • Resümeebericht STEP Workshop Partizipation (36 KB PDF) (Eugen Antalovsky)

Ausstellungsposter als Download

Während der Veranstaltung waren Ausstellungsplakate über Bürgerbeteiligungsprojekte zu sehen:

  • Lokale Agenda 21 in Wien (1 MB PDF)
  • Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung Aufwertung Brunnenviertel (1,5 MB PDF)
  • Gebietsmanagement Arnethgasse (1,4 MB PDF)
  • Grätzelmanagement 2. Bezirk "Volkert- und Alliiertenviertel" (1,3 MB PDF)
  • Neuinterpretation Öffentlicher Raum ("50-Orteprogamm") (771 KB PDF)
  • MasterPlan Verkehr Wien 2003 (894 KB PDF)
  • BürgerInnenbeteiligung Odeongasse (Partizipative Parkgestaltung) (2 MB PDF)
  • Skaterplatz Am Schöpfwerk (Beteiligung von Jugendlichen) (1,7 MB PDF)
  • Strategische Umweltprüfung Entwicklungsraum Nordosten Wien (SUPerNOW) (973 KB PDF)
  • Zielgebiet Gürtel (1,3 MB PDF)

Weiterführende Informationen

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