Veranstaltungen im Kubus EXPORT 2012 - Rückblick

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TRANSFER HERNALSER

Bagger graben eine Baustelle aus

Der Transparente Raum Kubus EXPORT steht zehn Meter entfernt von dem Baugrund, auf dem das Hochhaus "hernalser" entsteht. Diese Sichtachse wird in "TRANSFER HERNALSER" betont und der Kubus EXPORT im Oktober/November 2012 mit Aufnahmen der Baustelle bespielt.

Seit Baubeginn im Mai 2012 wurden von den am Bau beteiligten Personen sowie von den Arbeitsabläufen Videobilder aufgenommen, die in der Installation im Kubus EXPORT projiziert werden. Der Glaskubus wird durch die Aufnahmen der Arbeiter sinnbildlich zum Kopf des Bauwerkes gegenüber. Er verleiht der Baustelle ein Gesicht und wird zur "Seele des Hauses".

Mit der Abenddämmerung, wenn in den angrenzenden Häusern die Lichter angehen und die Arbeiter nach Hause gehen, erscheint ihr Tagwerk langsam im Glaskubus auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Projekt von Melanie Hollaus im Oktober/November 2012

Das Rad

gelbliches Bild

Das Rad, ein sich ständig drehendes Element, für Bewegung und für die Zeit. Das Schiffchen, die kleine Sonnenbarke, ist in einigen alten Kulturen ein Symbol für den Weg in eine andere Dimension. Diese Barke soll die Betrachterin beziehungsweise den Betrachter mitnehmen auf eine imaginäre Reise. Farbe, Klang und Bewegung - eine Installation im Transparenten Raum Kubus EXPORT.

Alle Symbole drehen sich fast schwebend im freien Raum und wandern als Schatten über Farbkompositionen. Mit einer Tanzimprovisation von Menschen über 50 wird das bewegte Bild zu einer theatralischen Umsetzung mit dem Zugang zur Zeit. Zu dieser Raumgestaltung werden musikalische Kompositionen arrangiert. So wurden im Vorfeld Musikerinnen und Musiker eingeladen, zu einer Bilderabfolge einen Musiktitel zur Verfügung zu stellen und so dem Projekt eine weitere Dynamik zu geben.

Projekt von Beate Wagner im September 2012

Broschüre: 1,7 MB PDF

re: composed

Gesichter von Menschen

Die Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) hat mit dem Projekt "Frauen sichtbar machen" Frauen und ihre Leistungen in Bereichen wie Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Soziales in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

Im Lauf der Zeit hat sich das Projekt zu einem Arbeitsschwerpunkt mit großem Aktualitätsbezug entwickelt. Die Forderungen und die Lebenswelten von Frauen und Mädchen in Wien werden mit Publikationen, Studien, Events und dem Einsatz neuer Medien sichtbar gemacht.

Zu Projektbeginn standen historische Frauen im Blickpunkt: Wiener Frauen, die als Pionierinnen in den verschiedensten Bereichen tätig waren, Wienerinnen, die aus ihrer Stadt vertrieben wurden oder im Widerstand gegen das NS-Regime kämpften, sollten die aktive Rolle der Frauen bewusst machen. Mit Plakaten, Publikationen und Filmdokumentationen wurden diese Frauen aus der Vergessenheit geholt.

Auf Initiative von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger präsentierte die MA 57 im Rahmen des Gürtel Nightwalk 2012 die Doppel-CD "re:composed". In diesem Projekt wurden historische Lieder, die aus der Frauenbewegung kommen, die Kämpfe von Frauen um ihre Rechte zum Inhalt haben oder das Alltagsleben von Frauen thematisieren, von Musikerinnen neu bearbeitet und zeitgenössisch adaptiert.

Broschüre: 6,5 MB PDF

Interaktive Weltenkreise

Große Kreisscheibe im Kubus Export

Die Installation "Interaktive Weltenkreise" wurde eigens für die Ausstellungsfläche des Kubus EXPORT geschaffen. Die Kreise begeben sich durch ihre Konzeption auf ein Wechselspiel mit der Umgebungssituation des Transparenten Raums. Das Innen und Außen, das Gegenüber, das Spiegeln und Reflektieren sind Leitthemen, mit der sich die Ausstellung auseinandersetzt.

Die Arbeit besteht aus zwei sich horizontal gegenüber stehenden Kreisen, deren Außenseiten aus Karton sind. Die sich zugewandten Seiten sind überzogen mit einer Glanzfolien-Schicht. Dadurch bekommt die Installation eine spiegelartige Funktion.

Konzeptionell beruht die Installation auf zwei Medien, die interagieren und reflektieren und deren Spannungsfeld aufgezeigt wird.

Projekt von Corinna Wrana im August 2012

Broschüre: 3,7 MB PDF

phosphor

Fernseher in einen kleinem Gebüsch vor einer Ziegelmauer

Die transmediale, interdisziplinäre, performative Installation setzt sich mit den Themen Medien-, und Wirklichkeitskonstruktion sowie „Bewusstsein im Wandel“ auseinander. Innerhalb der vierwöchigen Laufzeit der Installation wird eine dreiteilige Performancereihe in und um den Kubus gezeigt, in welcher eine Synergie von Tanz/Performance, Live Visuals und musikalischen Live Acts kreiert wird.

Projekt von Ursula Fink - 28. Juni bis 26. Juli 2012

Broschüre: 2,7 MB PDF

Cube - Festival für extensive Kunst

Großer, dunkler Würfel im von unten beleuchteten Glaskubus

Der extensive Kunstbegriff steht für ein breites Spektrum dessen, was Kunst sein kann, und für die Vielfalt der Zugänge zu zeitgenössischer Kunst. Die meisten der bei diesem Festival präsentierten Künstlerinnen und Künstler sind in mehreren Genres tätig. Das Festival für extensive Kunst sollte diese Art des Kunstzugangs sichtbar und für eine breite Schicht zugänglich machen. Es gab nebeneinander Ausstellungen, Präsentationen, Konzerte, Performances, Filmscreenings, Installationen et cetera.

Projekt von Karl Kilian zwischen 10. Mai und 17. Juni 2012

Broschüre: 4 MB PDF

Ist alles nix? Eine Sinnsuche - Performance-Installation mit Livemusik

Burschen und Mädchen schreien und halten Tafeln mit Aufschrift "Wir wollen nix"

"Was hat eigentlich Sinn und was bleibt? Schulstunden fangen an und hören auf. Züge fahren los und kommen an. Menschen werden geboren und sterben. Und dazwischen?

Eine Gruppe junger Menschen besetzt ein leer stehendes Gebäude und eröffnet in installativen, chorischen und szenografischen Bildern ihre Gedanken und Gefühle, Antworten und Fragen. Gemeinsam mit dem Publikum werden eigene Wertsysteme hinterfragt und die Schülerinnen und Schüler nehmen uns mit auf eine Demonstration für Visionen und Utopien, raus aus der täglichen Routine und Konformität. Wir erreichen einen Ort, an dem man nichts macht, um alles neu zu denken."

Eine Produktion von Dschungel Wien - 17. April bis 4. Mai 2012

Broschüre: 7 MB PDF

Annäherungen an "... bin im Netz (#2 - #6)"

Installation im Glaskubus: Figuren über Lampen auf dem Boden gebeugt

Die skulpturale Serie zeigte im KUBUS fünf aus Gips modellierten Figuren, die um die ontologische Frage nach der Verfasstheit des Menschen im digitalen Zeitalter kreisten. Die Figuren saßen mit überkreuzten Beinen am Boden. Sie befanden sich auf gleicher Ebene wie die Betrachterinnen und Betrachter und wurden so zu Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Lebenswelt, die sich mit gekrümmter Körperhaltung einem auf ihrem Schoß ruhenden Laptop widmen, der nicht vorhanden ist.

Jede der Figuren schien in sich gekehrt konzentriert auf das, was am imaginären Bildschirm passiert. Verbunden waren sie durch ein Netz von Stromkabeln, das sich ausgehend von einem Verteiler sternförmig ausbreitete und an jedem Ende eine Lichtquelle trug, die die Figuren in fahles Licht hüllte. Auf einer Seite des Raumes leuchtete ab und an ein blaues Licht auf - ein Modem signalisierte seine Kontaktaufnahme mit den unendlichen Weiten des World Wide Web.

Projekt von Rosmarie Lukasser - 8. März bis 12. April 2012

Broschüre: 540 KB PDF

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