Architektur und Stadtgestaltung im Bereich Südgürtel - Zielgebiet Gürtel 2002 bis 2007

Die spezielle Architektur verschiedenster Epochen geben dem Wiener Gürtel seinen besonderen Charme. Der Verkehrsboulevard der Gegenwart dokumentiert die Stadtgestaltung vergangener Jahrhunderte, ist aber auch Ort für innovative Projekte und beheimatet viele Grünflächen oder Parks.

Planübersicht Bereich Südgürtel im Zielgebiet Gürtel

Gaudenzdorfer Gürtel

12. Bezirk

Blumenwiese mit Bäumen

Gaudenzdorfer Knoten

Gaudenzdorfer Knoten: Grünfläche bei der U-Bahn-Station Margaretengürtel

Trendsportanlage "Die Linse": bei der U-Bahn-Station Längenfeldgasse in der Dunklergasse, 24-Stunden-Jugendpark mit Skateranlage, Beachvolleyball-, Basketball- und Streetballplatz mit Flutlicht

Büroneubau von Architekt Albert Wimmer, 2002

Grünfläche Steinhagegasse 16-18: kleine Grünfläche mit Sitzbereich, Kleinkinderspielplatz und Hundezone

Grünfläche Kobingergasse/Haebergasse: sehr kleiner Grünbereich mit Sitzgelegenheit

Haydnhof, Gaudenzdorfer Gürtel 15/Ecke Arndtstraße: Wohnhausanlage der Stadt Wien, errichtet 1928/29 nach Plänen von A. Hauser; vom Haydnhof aus bekämpfte der Republikanische Schutzbund die gegen den Reumannhof vorgehenden Einheiten der Polizei.

Leopoldine-Glöckl-Hof, Gaudenzdorfer Gürtel 11/Steinbauergasse: errichtet 1931 von Architekt Josef Frank. Diese Wohnhausanlage des "Roten Wiens" hieß im Volksmund auch "Aquarellhof", da ursprünglich die Fassade durch ein subtiles Farbkonzept belebt war.

Haydnpark (Gaudenzdorfergürtel/Flurschützstraße): 1926 auf dem Areal des Hundsturmer Friedhofs angelegt, benannt nach Joseph Haydn, der hier begraben wurde; mit Streetballplätzen, Skaterrampen, Kleinkinderspielbereich

Pfarre Neu-Margareten "Zur unbefleckten Empfängnis Mariens"

Marx-Meidlinger-Straße (Marx-Meidlinger-Straße/Wolfganggasse): Spielplatz mit Wasser- und Sandspielplatz

Margaretengürtel

5. Bezirk

Parkstreifen, Gemeindebau mit Säulengang

Boulevard des "Roten Wien"

Sankt-Johann-Park (seit 2005 Bruno-Kreisky-Park) (Margaretengürtel/Schönbrunner Straße): Neugestaltung der Parkanlage nach geschlechtssensiblen Gesichtspunkten durch das Wiener Landschaftsplanungsbüro KoseLicka im Jahr 2001; außergewöhnliches, mädchengerechtes Spielangebot

Linienkapelle Bruno-Kreisky-Park, Schönbrunner Straße/Sankt-Johann-Gasse: errichtet 1759; Am Linienwall neben den Linienämtern befanden sich oft Kapellen wie diese, die dem Hl. Nepomuk als Brückenpatron gewidmet waren.

Boulevard des "Roten Wien": Kongresshaus/Eisenbahnerheim, Margaretengürtel 136-140: errichtet 1912/13 nach Plänen des Otto-Wagner-Schülers Hubert Gessner; Nach schweren Kriegszerstörungen und Umbauten wurde 1961 bis 1963 das Kongresszentrum an der Gürtelseite nach Plänen von Ferdinand Riedl zugebaut.

Boulevard des "Roten Wien": Franz-Domes-Hof, Margaretengürtel 126-134: städtische Wohnhausanlage, errichtet 1928 bis 1930 nach Plänen von Peter Behrens, mit charakteristischem Straßenhof

Boulevard des "Roten Wien": Jakob-Reumann-Hof, Margaretengürtel 100-110: städtische Wohnhausanlage, errichtet 1924 von Architekt und Otto-Wagner-Schüler Hubert Gessner. 1934 griffen Polizei und Militär kurz nach Beginn der Februarkämpfe den Reumannhof an und brachen den Widerstand des Republikanischen Schutzbunds; benannt nach dem Wiener Bürgermeister Jakob Reumann (1919 bis 1923). Die Sanierung in den Jahren 1993 bis 1996 wurde mit dem Stadterneuerungspreis 1997 ausgezeichnet.

Gürtelmittelzone - Trendsportmeile (Margaretengürtel/Gaudenzdorfer Gürtel): vielfältiges, bewegungsintensives Spiel- und Sportangebot speziell für Jugendliche: Fußball, Streetball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball, Tischtennis und Skaten; Flutlicht und große Hundezonen; Planung: Architekt DI Bernd Stanzel und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit DI Roman Ivancsics, 1998 bis 2000

Matteottihof: Städtische Wohnhausanlage, errichtet 1926 und 1927 nach Plänen von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger; benannt nach einem italienischen Parlamentsabgeordneten, der 1924 von Faschisten ermordet wurde.

Boulevard des "Roten Wien": Herwegh-Hof, Margaretengürtel 82-88: Städtische Wohnhausanlage, errichtet 1926 und 1927 nach Plänen von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger; bildet mit dem Julius-Popp-Hof eine Einheit; beide Höfe sind um eine gemeinsame Mittelachse organisiert. Der Hof überwindet Terrainunterschiede mittels Terrassen. Im Erdgeschoß gibt es lange Arkadenreihen.

Julius-Popp-Hof, Margaretengürtel 76-80: städtische Wohnhausanlage, errichtet 1925 nach Plänen von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger

Herweghpark (Eichenstraße/Margaretengürtel): verkehrsumtoster Park mit Spiel- und Sitzbereich in der Gürtelmittelzone

Arbeitsamt für Metall- und Holzindustrie, Embelgasse 2-4: errichtet 1928 von den Architekten Hermann und Herbert Kastinger; monumentale Architektur

Theodor-Körner-Hof mit dem Matzleinsdorfer Hochhaus: In der Zwischenkriegszeit wurde entlang des Margaretengürtels die "Ringstraße des Proletariats" als Vision und Kontrapunkt zum bürgerlichen Wien angedacht. Weitläufige kommunale Wohnanlagen wie der Metzleinstalerhof wurden errichtet. 1954 sollte der soziale Wohnbau am Gürtel mit dem ersten Hochhaus am Matzleinsdorfer Platz ein weiteres Zeichen setzen. Der Theodor-Körner-Hof entsprach dem damaligen, internationalen Architektur-Zeitgeist. Er weist locker in Grünflächen hineingestellte Wohnblöcke, eine Müllabwurfanlage und eine Zentralheizung auf dem neuesten Stand der Technik auf.
Das 20-stöckige Hochhaus am Matzleinsdorfer Platz stellt das Zentrum des zirka sechs Hektar großen Areals des Theodor-Körner-Hofes dar. Es wurde nach Plänen der Architekten Ladislaus Hruska und Kurt Schlauß errichtet. Es setzt ein markantes Zeichen an der südlichen Einfahrtsstraße Wiens ("Südturm"). Mitte der 1950er-Jahre bis hinein in die 1960er-Jahre nimmt es auch im gesamtstädtischen Image einen bedeutenden Stellenwert ein. 2007 wurde vor der Wohnhausanlage "Theodor-Körner-Hof" eine Lärmschutzwand im Zuge des Life-Umwelt-Projektes Sylvie (Systematische Lärmsanierung von innerstädtischen Wohnvierteln) errichtet (Architekt: DI Andreas Treusch, Statik: DI Richard Woschitz).

Matzleinsdorfer Platz: Sanierung der Unterführung im Sommer 2002. Eine tiefgreifende Neugestaltung im Zuge der Errichtung des Hauptbahnhofs Wien ist geplant.

Wiedner Hauptstraße: Nach der Neugestaltung der Reinprechtsdorfer Straße (Fertigstellung 2000) wurde von der Magistratsabteilung 19 - Architektur und Stadtgestaltung ein Gestaltungswettbewerb ausgelobt. Das Architekturbüro ARTEC ging daraus als Sieger hervor. Ideen aus einem von der Gebietsbetreuung Margareten koordinierten Bürgerbeteiligungsverfahren wurden dabei berücksichtigt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielten auf die Schaffung einer eigenen Identität der Wiedner Hauptstraße mit hohem Wiedererkennungswert und auf eine Erhöhung der Bezirksidentität ab. Dazu sollten die bereits in der Reinprechtsdorfer Straße verwendeten Elemente in modifizierter Form zur Anwendung kommen. Zwischen Mai 2004 und Juni 2005 wurde die Wiedner Hauptstraße zwischen Blechturmgasse und Matzleinsdorfer Platz umgebaut.

Julius-Ofner-Hof, Margaretengürtel 22: städtische Wohnhausanlage, errichtet 1926 und 1927 nach Plänen von Ernst Lichtblau

Hans-Gasser-Hof, Gassergasse 19: errichtet 1992 bis 1995 von den Architekten Egerer/Kienzl/Sautner, benannt nach dem Bildhauer und Maler Hans Gasser (1817 bis 1868)

Biedermeierhaus aus dem Jahr 1833, Laurenzgasse 3: Architekt Josef Klee, mit Gedenktafel für den christlich-sozialen Reformer Freiherr von Vogelsang

10. Bezirk

Parkwiese mit Blumenbeeten, Bäume, Wege

Waldmüllerpark

Evangelischer Matzleinsdorfer Friedhof (Triester Straße/Gudrunstraße): 1856 eingeweiht, mit Grabstätten bekannter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens; die Evangelische Friedhofskirche wurde 1857 von Architekt Theophil Hansen errichtet.

Waldmüllerpark (Landgutgasse/Dampfgasse): Angelegt 1923 auf der Fläche des ehemaligen katholischen Matzleinsdorfer Friedhofes, in welchem sich auch das Grab des Malers Ferdinand Waldmüller befand. Mit schönem, alten Baumbestand, Spielplätzen, Basketball-, Streetball-, Beachvolleyball- und Fußballplatz


Wiedner Gürtel

4. Bezirk

Sechsstöckiger Bau mit gelber Fassade, Gürtelfahrbahn, Bus und Autos

Wohn- und Geschäftshaus am Wiedner Gürtel

Gründerzeitlicher Schulbau 1909, ursprünglich Gebäude des Frauen-Erwerb-Vereins, Wiedner Gürtel 68: Architekten Emil und Paul Hoppe

Alois-Drasche-Park: Wohnhäuser der Jahrhundertwende (1889 bis 1910) mit späthistorischen und teilweise secessionistischen Fassaden grenzen an den Park

Andreas-Hofer-Denkmal am Südtiroler Platz: konzipiert von Clemens Holzmeister 1978

Südtiroler Hof, Wiedner Gürtel 38-40: städtische Wohnhausanlage, errichtet 1927 und 1928 nach Plänen von Karl Ernst und Josef Hahn, mit motivreicher Fassadenarchitektur

Geschäfts- und Wohnhaus, Wiedner Gürtel 30-32: erbaut 1895 nach Plänen von Ludwig Baumann, frühes Beispiel der neoklassizistischen-monumentalen Tendenzen in der Wiener Architektur

Monumentaler Eckbau: Wiedner Gürtel 12/Ecke Mommsengasse mit Riesenpilastergliederung, hoher Attika am Mittelrisalit und Eisenbahnemblem an der Fassade Mommsengasse; errichtet 1906 bis 1907 nach Plänen von Ferdinand Pichler

10. Bezirk

Visualisierung des Hauptbahnhofs aus der Vogelperspektive: weiße Bahnsteigüberdachung in Form eines Vogelschwarms, Gleisanlage, Hochhaus, Wohn- und Geschäftsbauten

Hauptbahnhof Wien

Columbus Center: Architektur: DI Ernst H. Huss; das Columbus-Center ist ein Einkaufszentrum mit 13.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, 6.500 Quadratmetern Bürofläche und Tiefgarage mit rund 700 Pkw-Stellplätzen. Gleichzeitig wurde der Columbusplatz neu gestaltet und eine Fußgängerzone errichtet.

Umspannwerk, Humboldtgasse 1-5/Sonnwendgasse: errichtet 1928 von den Architekten Eugen Kastner und Fritz Waage; interessantes Gebäude der Zwischenkriegszeit mit stark plastischer Wirkung ("Bug")

Südbahnhof: 1951 bis 1960 unter Leitung von Architekt Hrdlicka gebaut; Auflassung des Kopfbahnhofes und Errichtung eines Durchgangsbahnhofs, des Hauptbahnhof Wien.


Landstraßer Gürtel

3. Bezirk

Monumentales, historistisches Gebäude mit Kuppel, Türmen, Rundbögen und Zinnen

Heeresgeschichtliches Museum

Ehemaliges Museum des 20. Jahrhunderts ("Zwanziger Haus"), Schweizer Garten/Arsenalstraße: Architekt Karl Schwanzer, ursprünglich als Österreich-Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel 1956 verwendet; soll für die Sammlung im Belvedere als Schauraum genutzt werden.

Schweizer Garten (Landstraßer Gürtel/Ghegastraße/Arsenalstraße): Nach Abtragung des Linienwalls 1904 angelegt, mit Teichen, Alpenpflanzengarten, Rosarium mit Wasserspielen, exotischen Bäumen, Spielplätzen, Ruheplätzen am Wasser, Blumenbeeten und alten, Schatten spendenden Bäumen, Liegewiesen und Hundezonen; Julius-Deutsch-Denkmal (österreichischer Politiker, 1884 bis 1968) im Park ("silber-metallische Säule"); im Park befinden sich ein Restaurant, ein Kinderfreibad und das "Zwanziger Haus", das ehemalige Museum des 20. Jahrhunderts.

Landstraßer Gürtel: Die Stadtplanung hat die Erstellung eines generellen Straßenprojektes beauftragt. Besonders in Hinblick auf die Aspanggründe wäre eine mittelfristige Realisierung zielführend. Angestrebt werden bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger.

Freiheitshof, Landstraßer Gürtel 33: errichtet 1954 bis 1955, benannt zur Erinnerung an den Abschluss des österreichischen Staatsvertrags im nahe gelegenen Oberen Belvedere, mit Fassadenschmuck von Johann Wolfsberger

Arsenal (1849) und Heeresgeschichtliches Museum (1852): Architektur: August Sicard von Sicardsburg, Eduard van der Nüll und andere; nach der Revolution 1848 wurde beschlossen, rund um die Innenstadt "Defensivkasernen" gegen mögliche Aufstände der Arbeiterschaft zu errichten. Eine der größten davon war das Arsenal. Es wurde als Mischbau zwischen Kaserne und Museum im Stil des romantischen Historismus als Sichtziegelbau konzipiert.

Entwicklungszonen Erdberger Mais, Aspanggründe, Arsenal

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular