Ausgangslage - Zielgebiet Westgürtel

Abgrenzung des Zielgebiets Westgürtel

Zielgebiet Westgürtel im Wiener Stadtgebiet

Der Gürtel stellt eine wesentliche Verbindung im hochrangigen Straßennetz im Kernbereich Wiens dar. Über Jahrzehnte entwickelte er sich zunehmend zum Verkehrsraum, zur Sammel- und Verteilerschiene des Individualverkehrs zwischen den inneren und äußeren Bezirken.

Städtebaulich gliedert sich der Gürtel grob in zwei Abschnitte unterschiedlichen Charakters, den West- und den Südgürtel. Der Südgürtel wird weitgehend durch das Zielgebiet "Hauptbahnhof Wien - Erdberger Mais" abgedeckt, unterteilt in die Entwicklungszonen Hauptbahnhof Wien und Erdberger Mais, Aspanggründe, Arsenal.


Bevölkerungsstruktur

Das Zielgebiet Westgürtel liegt in insgesamt elf Bezirken innerhalb und außerhalb des Gürtels und weist eine Fläche von circa 630 Hektar auf. Innerhalb des Gürtels leben circa 38.000 Menschen. In den zum Zielgebiet zählenden Bezirken außerhalb des Gürtels leben circa 94.000 Menschen.

Zielgebietsbereich

Ausländerinnen und
Ausländer (in Prozent)

Bis 19-Jährige
(in Prozent)

Über 64-Jährige
(in Prozent)

Bezirke innerhalb des Gürtels

24

15,5

13,8

Bezirke außerhalb des Gürtels

32,5

19,5

12,5

Gebietscharakteristik

Gürtelbögen, Ziegelbauwerk, grünes Geländer, U6-Trasse, Straße, Gehsteig

Sanierte Gürtelbögen

Der Westgürtel wird geprägt durch die Trasse der ehemaligen Stadtbahn, die von Architekt Otto Wagner entworfen und 1898 eröffnet wurde. Heute dient sie als Trasse der U-Bahnlinie U6, die überwiegend in Hochlage auf den historischen Stadtbahnbögen geführt wird.


Währinger Gürtel und U6-Stationsgebäude Währinger Straße, U-Bahn-Garnitur in Haltestelle

Währinger Gürtel

Die Bebauung im Zielgebiet ist charakterisiert durch das gründerzeitliche Blockrastersystem mit seiner extremen Dichte und maximalen Grundstücksausnutzung. Die innerhalb und außerhalb an den Gürtel angrenzenden Gründerzeitviertel bieten grundsätzlich eine hohe Standortgunst. Die Stadtquartiere innerhalb des Gürtels sind vorwiegend hoch- bis spätgründerzeitlich bebaut. Sie weisen eine ausgezeichnete Bausubstanz auf. Die Viertel in den äußeren Bezirken sind durch Gründerzeitbebauungen vom Typus des Arbeiterwohnhauses gekennzeichnet. Entlang des Westgürtels gibt es zahlreiche architektonisch interessante Objekte und städtebauliche Besonderheiten:
Architektur und Stadtgestaltung im Bereich Westgürtel


Kreuzungsbereich Hernalser Gürtel/Jörgerstraße, Autos, Wohnhäuser, Fußgängerinnen und Fußgänger, Straßenschilder

Hernalser Gürtel

Der öffentliche Straßenraum wird durch eine geschlossene, raumbildende Randbebauung begrenzt. Er wird durch motorisierten Individualverkehr stark dominiert. Dadurch entsteht ein Defizit an nutzbaren öffentlichen Freiflächen und Aufenthaltsbereichen. Obwohl bereits viele Initiativen einen Aufwertungsprozess am Gürtel bewirkt haben, sollen in den Gründerzeitvierteln die Lebens- und Aufenthaltsqualität verstärkt gefördert werden. Eingeleitete Entwicklungsimpulse werden fortgeführt.

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