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  • Newsletter Wiener Bahnareale - Juli 2019: 4 MB PDF
Visualisierung vom neuen Hauptbahnhof, Schrägluftaufnahme, Blickrichtung Osten

Blick auf den neuen Hauptbahnhof und die angrenzende Bebauung

Mit dem neuen Hauptbahnhof hat Wien nun einen Bahnhof, der den Anforderungen an eine europäische Verkehrsdrehscheibe des 21. Jahrhunderts gerecht wird. 3 transeuropäische Eisenbahnkorridore werden hier miteinander verknüpft. Für die Reisenden ist sowohl das Umsteigen im Fernreiseverkehr, als auch das Umsteigen zwischen Fernverkehr und Nahverkehr einfacher und komfortabler.

Mit ihrem rautenförmigen Bahnsteigdach ist die Verkehrsstation darüber hinaus Visitenkarte der Stadt.

Der Hauptbahnhof Wien steht aber für mehr als nur Reisen: Im Umfeld des Bahnhofs entsteht ein neuer, multifunktionaler Stadtteil. Die Bereiche Wohnen und Arbeiten findet hier ebenso Platz wie Lernen, Erholen, Einkaufen und vieles mehr.

Planung und Umsetzung

Die Initialzündung für das Vorhaben Hauptbahnhof Wien erfolgte im Jahr 2003 mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung durch Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Stadt Wien und der ÖBB. Anschließend wurden in einem ExpertInnenverfahren Gestaltungsvorschläge für den neuen Stadtteil gesucht. Die besten Überlegungen flossen in einen städtebaulichen Masterplan ein. Er wurde im Dezember 2004 unter dem Titel "Masterplan Bahnhof Wien - Europa Mitte" im Wiener Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Der Masterplan war die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte bis hin zur Erstellung von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen und zur Durchführung der erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfungen. Mittlerweile ist der Bahnhof fertiggestellt und in Betrieb. Die angrenzenden Stadtteile wie das Quartier Belvedere und das Sonnwendviertel sind in Umsetzung.

Quartier Belvedere

Blickrichtung Süden auf das Stadtentwicklungsareal 'Quartier Belvedere' zwischen Arsenalstraße, Wiedner Gürtel und Verkehrsstation

Blick von oben auf das Quartier Belvedere

Im Norden des neuen Stadtteils, dem Quartier Belvedere, liegt der Schwerpunkt auf Büros, Handels- und Dienstleistungseinrichtungen.

Neben hochwertigen Arbeitsplätzen - unter anderem steht hier die Konzernzentrale der ÖBB - wird es im Quartier Belvedere auch Hotels und Wohnungen geben. Dieser Nutzungsmix soll die Entstehung eines attraktiven Stadtteilzentrums mit hoher Aufenthaltsqualität fördern.

Für die Planung der einzelnen Baufelder konnten national und international renommierte Architektinnen und Architekten gewonnen werden.

Sonnwendviertel

Visualisierung des Parks, Blickrichtung Südwesten auf Wohnbauten, Quartier Belvedere im Hintergrund

Blick vom Park auf die neuen Wohnbauten

Im Süden des Areals, dem Sonnwendviertel, werden vorwiegend Wohnungen errichtet. Die Baufelder sind um den rund 7 Hektar großen Helmut-Zilk-Park organisiert.

Die Bebauungsstruktur ist dem Umfeld angepasst. 2013 wurden die ersten Wohnbauten zwischen Sonnwendgasse und dem Park bezogen. 2014 wurde der neue Bildungscampus, welcher Kindergarten, Volks- und Mittelschule in einem Gebäudekomplex vereint, eröffnet.

Weitere Wohnbauten sind in Bau beziehungsweise in Planung. Bei ausgewählten Bauplätzen wird bei der Auswahl der Projekte erhöhte Aufmerksamkeit auf die Erdgeschoßzone gerichtet.

Buch zur Entwicklungsgeschichte

Bei der Planung des Sonnwendviertel-Areals wurde von Beginn an der Fokus auf Kleinteiligkeit, Nutzungsmischung, hochwertige Erdgeschoßnutzung, innovative Mobilität, FußgängerInnen-Orientierung und qualitätvolle Freiraumgestaltung gelegt. Dafür wurden neue Werkzeuge und Herangehensweisen entwickelt und erstmals erprobt:

  • Kooperative Verfahren
  • Konzeptvergabe
  • Hochgaragen
  • Bindende Festlegungen für die Erdgeschoß-Nutzung
  • Aktivierung innovativer Bauträger
  • Quartiersentwicklungsgremium

Das Buch "Ein Stück Stadt bauen - Leben am Helmut-Zilk-Park" gibt Einblick in die mehrjährige Entwicklungsgeschichte dieses neuen Stadtteils: 7 MB PDF

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