Aspanggründe-Eurogate - Phase 1 - Wettbewerb und Umsetzung

2009 erfolgte der Baustart im Stadtenwicklungsgebiet Aspanggründe-Eurogate. Davor wurden ein Ideen- sowie ein Bauträgerwettbewerb abgehalten. 2011 zogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ein.

Strukturplan Aspanggründe

Aufgrund des um die Jahrtausendwende einsetzenden Bevölkerungswachstums entschied sich die Stadt Wien, innerstädtische Brachflächen wie die Aspanggründe zu entwickeln. In einem ersten Schritt wurden von der Stadtplanung entsprechende Grundlagen erstellt. Diese wurden 2003 unter dem Titel "Strukturplan Aspanggründe" vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen.

Städtebaulicher Wettbewerb

Lageplan des Wettbewerbs

Lageplan des Projekts von Architekt Dipl.-Ing. Albert Wimmer

Auf Grundlage des Strukturplans Aspanggründe wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für den nördlichen Bereich des Areals (Phase 1) durchgeführt. Im Jänner 2005 empfahl das Beurteilungsgremium unter dem Vorsitz von Architekt Univ. Prof. Dipl.-Ing. Kunibert Wachten (Dortmund) das Projekt von Architekt Dipl.-Ing. Albert Wimmer als Siegerprojekt des städtebaulichen Wettbewerbs.


Schaubild des Siegerprojekts Wimmer

Schaubild des Projekts von Architekt Dipl.-Ing. Albert Wimmer

Für den Baublock Ecke Rennweg/Landstraßer Hauptstraße wurde die Weiterentwicklung des Projektes der Architekten Ganahl-Ifsits-Larch und dessen Integration in das Projekt "Wimmer" empfohlen. Basierend auf diesem Ergebnis wurde der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für das Teilgebiet "Aspanggründe-Eurogate" ausgearbeitet und durch den Gemeinderat beschlossen.


Preisträger des Bauträgerwettbewerbs

Lageplan des Bauträgerwettbewerbs

Lageplan des Bauträgerwettbewerbs

Basierend auf dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan wurde vom wohnfonds_wien ein Bauträgerwettbewerb abgehalten. Zentrales Thema des Wettbewerbs: "Das Niedrigstenergie- und Passivhaus und seine typologische Weiterentwicklung im großvolumigen, urbanen Wohnbau."

Die Jurysitzung fand im Juli 2007 statt. Folgende Projekte wurden von der Jury auserkoren:


  • Bauplatz 1: HEIMBAU/Feichtinger Architectes Wien
  • Bauplatz 2: das Projekt ÖSW - Architekten Krischanitz & Frank
  • Bauplatz 3: SOZIALBAU - S & S Architekten Schindler & Szedenik
  • Bauplatz 5: BAI/Architekt Johannes Kaufmann
  • Bauplatz 6: ARWAG - Architekt Albert Wimmer
  • Bauplatz 7: Architekten Tillner & Willinger

Realisierungsphase I

Im Herbst 2009 wurde mit den ersten Aushubarbeiten begonnen. Parallel dazu wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden römische Gruben und Reste des Wiener Neustädter Kanals aus dem 19. Jahrhunderts gefunden.

Luftbild des Projektes Aspanggründe - Eurogate

Luftaufnahme des Stadtentwicklungsgebietes Aspanggründe-Eurogate

In weiterer Folge wurden die Wohnbauten abschnittsweise realisiert. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner konnten ihre Wohnungen im Jahr 2011 beziehen. Das Wohn- und Bürogebäude "Trienna Living" im Bereich Fred-Zinnemann-Platz, Landstraßer Hauptstraße, welches ein Nahversorgungszentrum inkludiert, wurde im November 2017 bezogen. Mit Fertigstellung dieses Bauwerks ist die bauliche Umsetzung der gesamten Phase I des Stadtentwicklungsgebiets Aspanggründe-Eurogate abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 1.200 Wohnungen errichtet.

Leon-Zelman-Park

Auf Basis der Planungen des Landschaftsplaners Dipl.-Ing. Karl Grimm wurde zeitgleich mit der Errichtung der Wohnbauten der Phase I der 1,1 Hektar umfassende erste Teilabschnitt der Parkanlage realisiert. Planung und Bau des Parks wurde im Rahmen des Programms "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung in Wien 2007-13" EU-kofinanziert.

Leon-Zelman-Park

Leon-Zelman-Park

Der Park steht seit 2013 der Bevölkerung als Erholungsraum zur Verfügung. Die Bevölkerung konnte sich im Zuge der Umsetzungsphase einbringen und mit den Planerinnen und Planern sowie den für den 3. Bezirk verantwortlichen Politikerinnen und Politikern diskutieren.

Benannt wurde der Park nach Prof. Dr. Leon Zelman (1926 bis 2007). Er war Leiter des Jewish Welcome Service Wien.

Im Jahr 2017 wurde das Mahnmal Aspangbahnhof im Leon-Zelman-Park errichtet.

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