Aktueller Planungsprozess - Zielgebiet Erdberger Mais - Aspanggründe - St. Marx

Der neue Strategieplan "Perspektive Erdberger Mais" dient als Grundlage für künftige Stadtplanungsvorhaben im Zielgebiet. In den Planungsprozess sind die Bewohnerinnen und Bewohner eingebunden.

Menschen betrachten Ergebnisse einer Beteiligungsveranstaltung

Der Erdberger Mais ist in Bewegung und erfindet sich neu! Er zählt zu den größten und wichtigsten Entwicklungsgebieten der Stadt Wien. An vielen, einzelnen Standorten entstehen neue Projekte für Wohn- und Dienstleistungsnutzungen.

Welche Anforderungen sind an die Entwicklung einzelner Standorte zu formulieren? Was bedeutet dies für bestehende Nachbarschaften, den öffentlichen Raum, das Verkehrsnetz und den Bedarf an sozialer und grüner Infrastruktur? Nicht zuletzt muss auch die Frage gestellt werden, was den Erdberger Mais künftig ausmachen soll: Woran sollen sich die neuen Entwicklungen orientieren? Welches Bild und welche Vorstellung von Stadt sollen hier in Zukunft gelten?


Strategieplan als Navigationshilfe

Diese Fragen lassen sich nicht losgelöst voneinander beantworten, sondern müssen gemeinsam in Hinblick auf das "Große Ganze" behandelt werden. Ziel ist es, eine nachvollziehbare, tragfähige und robuste Grundlage für die Entwicklung des Erdberger Mais zu erarbeiten. Ein solches ganzheitliches Konzept soll dazu beitragen, alle bevorstehenden Planungs- und Bauvorhaben in diesem Stadtgebiet aufeinander abzustimmen. Es soll einen Rahmen vorgeben, innerhalb dessen sich einzelne Bausteine zu einem Gesamtkonzept zusammenfügen.

Raumposition, das Wiener Büro für Stadt- und Raumplanung, hat in Kooperation mit der Stadt Wien im Jahr 2016 einen Strategieplan für den Erdberger Mais erarbeitet. Unter einem weit ausgreifenden Zeithorizont soll dieser eine grundlegende Perspektive des Stadtgebietes aufzeigen. Dazu wurden die unterschiedlichen Ansprüche und Interessen an die Entwicklung des Raumes erfasst. Nur so kann dieser Plan seiner eigentlichen Aufgabe gerecht werden.

Dialogorientierter Planungsprozess

Um die Erarbeitung des Strategieplans auf eine breite Grundlage zu stellen, ist der Planungsprozess "Perspektive Erdberger Mais" dialogorientiert. Vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner des Erdberger Mais haben sich aktiv in diesen Prozess eingebracht. Zur Mitwirkung und Beteiligung fanden eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen statt:

STEK-Planungsprozess

Der Strategieplan "Perspektive Erdberger Mais" blickt auf einen breit angelegten Planungsprozess zurück: Das Team von Raumposition, ein Wiener Büro für Stadt- und Regionalentwicklung, hat gemeinsam mit der Stadt- und Bezirkspolitik, den betroffenen Magistratsabteilungen sowie Planungsfachleuten ein Konzept erstellt, welches für alle weiteren Projekte im Erdberger Mais eine solide Basis bieten soll. Das Arbeiten vor Ort und das Einbeziehen der Bevölkerung hatte dabei stets einen zentralen Stellenwert.

Der Strategieplan wurde von der Stadtentwicklungskommission des Wiener Gemeinderates am 19. April 2016 zur Kenntnis genommen und soll nach einer vertiefenden Bearbeitung des Mobilitätskonzeptes dem Wiener Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die Mitglieder der Stadtentwicklungskommission haben zum Strategieplan "Perspektive Erdberger Mais" in der Sitzung am 19. April 2016 folgende ergänzenden Anmerkungen gemacht:

Der Erdberger Mais ist geprägt von einer sehr hohen Entwicklungsdynamik. Veränderungen finden nicht nur in dem im Strategieplan so genannten "Zentralraum" und "Transformationsraum" statt, sondern auch im östlich davon gelegenen Betriebsgebiet finden wesentliche Entwicklungen statt. Beispiele sind der Neubau des Smart Campus, die neue Zentrale der Wiener Netze und die Errichtung von Wohnungen für circa 10.000 Bewohnerinnen und Bewohner statt. Für die weitere positive Entwicklung dieses Gebietes ist es notwendig, die verkehrliche Organisation des Gesamtgebietes detaillierter und insbesondere auch auf die Notwendigkeit einer Durchlässigkeit des Verkehrs zu überprüfen. So können die Erfordernisse der verkehrlichen Erschließung der bestehenden wie der zu errichtenden Wohngebiete (zum Beispiel der Bereich Nussbaumallee) sowie des Betriebsbaugebietes und der neuen Zentrale der Wiener Netze (zum Beispiel Werksverkehr, fußläufige Verbindung zur U-Bahn Station Gasometer, in Abstimmung mit den Gesamtentwicklungszielen verstärkt Berücksichtigung finden. Über das Ergebnis dieser Untersuchung soll in der Stadtentwicklungskommission berichtet werden.

Ausblick

Der Planungsprozess versteht sich als Auftakt für die folgenden konkreten Entwicklungsprojekte im Erdberger Mais. Die nächste Veranstaltung findet am 12. Dezember 2016 statt.

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