U2-Süd - Verlängerung von der Station Karlsplatz in Richtung Süden

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Übersichtslageplan

Ausgangslage

Nach Beendigung der derzeit in Bau befindlichen dritten U-Bahn-Ausbauphase wird die U1 bis Leopoldau im 21. Bezirk (2006) und die U2 bis zur Aspernstraße im 22. Bezirk (2010) fahren. Der vom Wiener Gemeinderat beschlossene Masterplan Verkehr Wien 2003 sieht für eine vierte Ausbauphase der Wiener U-Bahn neben anderen U-Bahn-Abschnitten auch die Verlängerung der Linie U2 von der bestehenden Station "Karlsplatz" in Richtung Süden bis in den Bereich des derzeitigen Frachtenbahnhofes Südbahnhof (der künftig einem neuen Stadtteil weichen soll) vor. Die Kurzbezeichnung für dieses Projekt lautet "U2-Süd".

Die ausgewählte Trasse (Hauptvorschlag)

Übersichtslageplan

Als Ergebnis der Variantenuntersuchung wird folgende Trasse als Hauptvorschlag zur weiteren Bearbeitung empfohlen.

  • Strecke Karlsplatz - Schwarzenbergplatz
    • Die bestehende horizontale Wendeanlage wird inklusive Bodenplatte abgetragen, die Trasse wird abgesenkt und der Wienfluss in geschlossener Bauweise in Richtung Schwarzenbergplatz unterfahren.
  • Station Schwarzenbergplatz
    • Die Station liegt unter dem neugestalteten Platz neben dem Hochstrahlbrunnen auf der Seite Rennweg in 2-facher Tieflage, sie wird teilweise in offener Bauweise (Arbeitsschächte) und teilweise in geschlossener Bauweise hergestellt.
  • Strecke Schwarzenbergplatz - Rennweg
    • Die Trasse verläuft entlang dem Rennweg in 2-facher Tieflage - zwei eingleisige Streckenröhren und dazwischen eine eingleisige Wendegleisröhre - unter dem Unteren Belvedere, dem Salesianerkloster, dem Sacrecoeur und unter der S-Bahn-Stammstrecke in geschlossener Bauweise. Ein Notausstieg ist auf Höhe Salesianergasse vorgesehen.
  • Station Rennweg
    • Die Station liegt parallel zum Rennweg, unter der Bebauung Ecke Ungargasse/Rennweg bzw. Schützengasse, in 2-facher Tieflage, sie wird teilweise in offener Bauweise (Arbeitsschächte) und teilweise in geschlossener Bauweise hergestellt. In der Stanislausgasse ist ein U-Bahnausgang zum Krankenhaus Rudolfstiftung vorgesehen.
  • Strecke Rennweg - St. Marx (Eurogate)
    • Die Trasse verläuft entlang dem Rennweg, in 2-facher Tieflage, teilweise unter der Bebauung und teilweise unter dem Rennweg und wird in geschlossener Bauweise hergestellt. Zwischen Eslarngasse und Steingasse ist ein Weichenschacht mit Notausstieg am Rennweg vorgesehen.
  • Station St. Marx - Eurogate
    • Die Station wird in 2-facher Tieflage von zwei Arbeitsschächten aus (Ziakplatz und neben Landstraßer Hauptstraße) in geschlossener Bauweise hergestellt.
  • Strecke St. Marx (Eurogate) - Arsenal
    • Die U-Bahn-Trasse unterfährt in 2-facher Tieflage die Trasse der S7, den Wildganshof und im Zuge der Grasbergergasse auch die A23 in geschlossener Bauweise. Knapp vor der Station Arsenal wechselt die Bauweise in eine offene. Bei der Dirmoserstraße (vor der A23) ist ein Notausstieg vorgesehen.
  • Station Arsenal
    • Die Station liegt in 1,5-facher Tieflage im Zuge der nördlich der Lilienthalgasse liegenden unbenannten Sackgasse und wird in offener Bauweise hergestellt.
  • Strecke Arsenal - Gudrunstraße
    • Die Trasse verläuft weiter in 1,5 bis 2-facher Tieflage und wird im Arsenal in offener und unter den Bahnanlagen der Ostbahn in geschlossener Bauweise hergestellt. Ein Notausstieg ist nicht erforderlich.
  • Station Gudrunstraße (vorläufige Endstelle)
    • Die Station liegt in 2-facher Tieflage zur Gänze im "Stadtteil Wien Südbahnhof" mit zwei Aufgängen an den Bahnsteigenden. Der westliche Aufgang liegt vor der Gudrunstraße und erschließt große bestehende Wohnbereiche bis zur Quellenstraße. Die beiden Stationsaufgänge und der Bahnsteigbereich werden in offener Bauweise hergestellt, der Bahnsteigbereich könnten in Abhängigkeit von der künftigen Bebauung im Stadtteil Wien Südbahnhof auch in geschlossener Bauweise errichtet werden.
  • Strecke nach der Station Gudrunstraße
    • Die Strecke ist in 2-facher horizontaler Tieflage als Wende- und Abstellanlage für 8 Langzüge konzipiert und wird mit Ausnahme eines circa 50 Meter langen Weichenschachtes (Arbeitsschacht) in geschlossener Bauweise hergestellt.

Die Lage der vorläufigen Endstation und der anschließenden Wende- und Abstellanlage ist variabel und somit als Variantenspielraum in den Planunterlagen gekennzeichnet, sodass ein späterer Anschluss an die U1 am Keplerplatz, am Reumannplatz oder auch bei der Troststraße erfolgen kann. Die Festlegung dazu soll im nächsten Planungsschritt, im Zuge der Erstellung des Generellen Projektes erfolgen.

U2-Süd in Zahlen

  • Länge: zirka 4,7 Kilometer
  • Stationsanzahl: 5
  • Mittlerer Stationsabstand: zirka 860 Meter
  • Geschätzte Investitionskosten: 670 Millionen Euro
  • Geplante Fertigstellung: 2019

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