Straßenbahnplanungen für den Nordosten Wiens - Linie 25 und Linie 26

2006 wurde mit Inbetriebnahme der U1-Verlängerung von Kagran nach Leopoldau die Straßenbahnlinie 25 eingestellt. Der südöstliche Abschnitt der Linie 25 nach Aspern (Oberdorfstraße) wurde von der Linie 26 übernommen.

In Abstimmung mit der U1- und der U2-Verlängerung wurde das Straßenbahnnetz im 21. und 22. Bezirk neu gestaltet. Durch Neubaustrecken und neue Linienführungen wurde es an die geänderten Verkehrsströme angepasst werden. Seit 2013 verkehren mit den Linien 25 und 26 wieder zwei Straßenbahnlinien, allerdings mit veränderter Linienführung. Der neue "25er" wurde bereits ein Jahr früher realisiert.

Schnelle Straßenbahntangenten

Übersicht der Verlängerung der Linien 25 und 26 im 21. und 22. Bezirk mit Anbindung an U-Bahnen und S-Bahnen

Straßenbahntangenten Linie 25 und Linie 26

Die neuen Linien 25 und 26 werden als schnelle Straßenbahntangenten geplant. Das Wiener U-Bahn-Netz ist zu einem großen Teil radial ausgebildet. Das heißt, dass die Linien vom Stadtzentrum strahlenförmig in die äußeren Gebiete verlaufen. Was radiale U-Bahn-Linien nicht leisten können, sind schnelle Verbindungen zwischen äußeren Stadtteilen und Siedlungszentren zu ermöglichen. Diese Funktion haben Tangentiallinien oder Tangenten. Sie verbinden die Umsteigeknoten der U-Bahn- und S-Bahnlinien und verlaufen in einer gewissen Entfernung zum Zentrum. Im Nordosten Wiens sollen diese Funktion die beiden neuen Straßenbahnlinien übernehmen.

Die Linie 25 verkehrt wieder wie vor 2006 von Aspern über Stadlau nach Kagran. Von der U1-Station Kagran fährt die Linie 25 über die Neubaustrecke Tokiostraße direkt zur Donaufelder Straße. Auf der Donaufelder Straße werden bis zur U6-Station Floridsdorf entlang des Mühlschüttels beide Linien gemeinsam geführt.

Die Linie 26 befährt unverändert die Trasse von Strebersdorf über Floridsdorf bis zum Kagraner Platz. Ab der Wagramer Straße wird die Linie 26 auf einer circa fünf Kilometer langen Neubaustrecke über den Kagraner Platz weiter zum Gewerbepark Stadlau in südöstlicher Richtung zur U2-Station Hausfeldstraße geführt.

Die Linien werden nach 2013 abhängig von der Stadtentwicklung in der Seestadt Aspern schrittweise weiter verlängert. Im Osten werden beide Linien ihren Endpunkt vor dem Bahnhof Aspern Nord in der Seestadt haben. Die Linie 25 soll zudem künftig das Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld südlich der Donaufelder Straße zentral erschließen.

Beide Linien verbinden bedeutende öffentliche Verkehrsknoten mit Anbindung an die Nordbahn und Ostbahn der ÖBB und die S-Bahn, die U1, U2 und U6. Sie stellen damit als schnelle Tangentiallinien einen unverzichtbaren Bestandteil des zukünftigen öffentlichen Verkehrsnetzes nördlich der Donau dar.

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