Straßenverkehrszählungen auf Wiener Gemeindestraßen

In Wien wird alle fünf Jahre eine Straßenverkehrszählung auf Gemeindestraßen (Hauptstraßen A und B) durchgeführt.

Die Straßenverkehrszählungen werden in diesem Intervall im Bundesstraßennetz Österreichs seit dem Jahr 1955 durchgeführt. Dabei werden in einem räumlichen Zählstellennetz Stichproben gezogen. In Wien umfassen diese Erhebungen seit 1975 auch die bevorzugten Gemeindestraßen.

Bis zum Jahr 2005 wurden die Zählungen händisch durchgeführt. 2010 kamen erstmals automatische Zählgeräte (Plattenzählgeräte) zum Einsatz. Mit ihnen ist es möglich, über einen ganzen Tag (24 Stunden) zu zählen. Eine Unterscheidung zwischen Pkw und Lieferwagen ist allerdings nicht möglich. Zur Abschätzung des Lieferwagenanteils werden daher weiterhin strichprobenartig händische Zählungen durchgeführt. Bei diesen wird darüber hinaus der Schwerverkehr gezählt.

Im Jahr 2002 ging die Kompetenz für das hochrangige Straßennetz (Autobahnen und Schnellstraßen) an die ASFINAG und für die Bundesstraßen B an die Länder über. Somit beschränkt sich die Erhebung ab 2005 in Wien auf die Gemeindestraßen, Hauptstraßen A und B. Die Dauerzählungen auf Autobahnen werden von der ASFINAG durchgeführt.

Ergänzend zu den Straßenverkehrszählungen auf Gemeindestraßen in Wien werden FußgängerInnenzählungen und seit 2002 Radverkehrserhebungen im Wiener Straßennetz durchgeführt.

Zählung 2015

Bei Betrachtung der mittleren gewichteten Verkehrsentwicklung für das gesamte Wiener Zählstellennetz zeigt sich eine Abnahme im Gesamtverkehr (Kfz/24h) zwischen 2010 und 2015 von circa 6,3 Prozent. Werden nur die Hauptstraßen A betrachtet, ergibt sich eine Abnahme von circa 8,5 Prozent. Bei den Hauptstraßen B beträgt die Abnahme circa 4,9 Prozent.

Für den donauquerenden Verkehr (Floridsdorfer Brücke, Brigittenauer Brücke, Reichsbrücke) zeigt sich eine Abnahme im Gesamtverkehr (Kfz/24h) zwischen 2010 und 2015 von circa 4 Prozent. Ein Vergleich der Verkehrsstärken an der Wiener Landesgrenze auf den nach Niederösterreich führenden Hauptstraßen A und B zeigt eine Zunahme zwischen 2010 und 2015 um circa 2,5 Prozent, wobei bei den Gemeindestraßen A eine höhere Zunahme zwischen 2010 und 2015 (5 Prozent) gegenüber den Gemeindestraßen B (0,3 Prozent) zu beobachten ist.

Straßenverkehrszählung Wien 2015 - Endbericht (Wissensmanagement)

Zählung 2010

Bei Betrachtung der mittleren gewichteten Verkehrsentwicklung für das gesamte Wiener Zählstellennetz zeigte sich eine Abnahme im Gesamtverkehr (Kfz/24h) zwischen 2005 und 2010 von circa 5,5 Prozent. Werden nur die Hauptstraßen A betrachtet, ergibt sich eine Abnahme von circa 2,9 Prozent. Bei den Hauptstraßen B beträgt die Abnahme circa 6,6 Prozent. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Abnahme um circa 1,1 Prozent im gesamten Wiener Zählstellennetz.

Bei den Hauptstraßen A ergibt sich eine jährliche Abnahme von circa 1,1 Prozent, bei den Hauptstraßen B eine jährliche Abnahme von circa 0,6 Prozent. Für den donauquerenden Verkehr konnte aufgrund fehlender Zählergebnisse aus 2005 und 2010 nur bei der Floridsdorfer Brücke ein Vergleich der Verkehrsstärken erfolgen. Dabei zeigt sich eine Abnahme im Gesamtverkehr (Kfz/24h) zwischen 2005 und 2010 von circa 12,3 Prozent. Ein Vergleich der Verkehrsstärken an der Wiener Landesgrenze auf den nach Niederösterreich führenden Hauptstraßen A und B zeigt eine Abnahme zwischen 2005 und 2010 um circa 5,9 Prozent.

Zählung 2005

Die Verkehrszählung erfolgte an ausgewählten Straßenquerschnitten in Wien und im Bereich der Landesgrenze Wien-Niederösterreich. Sie wurde in den Monaten Mai und Juni von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 0 bis 24 Uhr durchgeführt.

Bei Betrachtung der mittleren gewichteten Verkehrsentwicklung für das Wiener Zählstellennetz zwischen 2000 und 2005 zeigte sich eine Zunahme im Gesamtverkehr (Kfz/24h) auf den Gemeindestraßen A von circa 0,9 Prozent und bei den Gemeindestraßen B eine Zunahme von circa 5,1 Prozent. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Zunahme um circa 0,2 Prozent bei den Gemeindestraßen A und von circa 1,0 Prozent bei den Gemeindestraßen B. Ein Vergleich der Verkehrsstärken an der Wiener Landesgrenze zeigte eine Verkehrszunahme im Gesamtverkehr (Kfz/24h) auf den nach Niederösterreich führenden Gemeindestraßen A um circa 6,4 Prozent und bei den Gemeindestraßen B um circa 12,9 Prozent.

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