Tagesganglinien - Radverkehrserhebungen 2002 bis 2010

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Die stündlichen Werte der automatischen Radfahrerzählung werden in Tagesganglinien zusammengefasst. Diese werden für die Tagesgruppen Werktag (Montag bis Freitag), Samstag sowie Sonn- und Feiertag ermittelt und dargestellt.

Nach rund neunjähriger durchgehender Zählung lassen sich innerhalb der acht Dauerzählstellen drei Typen unterscheiden. Diese weisen eine jeweils typische Zusammensetzung von Alltags- und Freizeitverkehr auf.

Vorwiegend Alltagsverkehr (Typ 1)

Die Zählstellen vom Typ 1 weisen im Tagesverlauf jeweils zwei deutliche Spitzen in der Früh und am späten Nachmittag auf. Sie zeigen damit den hohen Anteil des Alltagsverkehrs, und hier insbesondere des Arbeits- und Ausbildungspendelverkehrs.

An den Wochenenden (Samstag, Sonn- und Feiertag) zeigt sich bei insgesamt niedrigerem Niveau ein flacher Tagesverlauf mit geringeren Werten am Vormittag und einem Maximum am Nachmittag. Dies spiegelt das Verkehrsverhalten im Freizeitverkehr wider.

Argentinierstraße

Opernring


Westbahnhof

Kennedybrücke


Alltags- und Freizeitverkehr (Typ 2)

Die Zählstellen vom Typ 2 zeigen eine etwas höhere Bedeutung des Freizeitverkehrs, obwohl die Benutzung dieser Routen im Alltagsverkehr deutlich zu erkennen ist. An Werktagen ist die Morgenspitze deutlich kleiner als die Nachmittagsspitze. In dieser ist offensichtlich bereits ein erheblicher Anteil an Freizeitverkehr ("after work"-Aktivitäten) enthalten. An Samstagen zeigen sich die niedrigsten Werte. An Sonn- und Feiertagen liegen die Maximalwerte etwas über jenen an Werktagen.

Lassallestraße

Langobardenstraße


Vorwiegend Freizeitverkehr (Typ 3)

Die dritte Gruppe zeigt eine dominierende Bedeutung des Freizeitverkehrs. Im Tagesverlauf ergeben sich flachere Verläufe an Werktagen mit einem deutlichen Maximum am späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend sowie ohne ausgeprägte Morgenspitze. An Sonn- und Feiertagen liegen die Radfahrerzahlen rund eineinhalbmal so hoch wie an Werten an Werktagen.

Liesingbach

Donaukanal


Abgeleitete Erkenntnisse

Insgesamt zeigen die Tagesganglinien, dass das Fahrrad im innerstädtischen Bereich vorrangig für alltägliche Wege wie Arbeits-, Ausbildungs- und Erledigungsverkehr genutzt wird. In peripheren Stadtteilen und in der Nähe zu Freizeiteinrichtungen zeigt sich eine erhebliche Alltagsnutzung. Im Moment dominiert jedoch der Freizeitverkehr.

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