Studie "Zu Fuß gehen in Wien"

Die Studie aus 2015 bietet vertiefte Auswertungen des Mobilitätsverhaltens der Wiener Bevölkerung im Bereich des Zu-Fuß-Gehens.

Fußgänger überqueren einen Schutzweg.

Von 2010 bis 2014 legten die Wiener*innen durchschnittlich 28 Prozent aller Wege nur zu Fuß zurück.

Das Zu-Fuß-Gehen ist für einen gut funktionierenden und ressourcenschonenden städtischen Verkehr von großer Bedeutung. Zu-Fuß-Gehen ist gesund, schont das Klima, fördert soziale Kontakte, belebt den öffentlichen Raum und stärkt den Einzelhandel.

Das Büro Omnitrend GmbH erhebt jährlich im Auftrag der Wiener Linien das Mobilitätsverhalten der Wiener Bevölkerung. Ausgehend von diesen Datengrundlagen beauftragte die MA 18 die Studie "Zu Fuß gehen in Wien". Ihr Ziel war, auf Basis der kontinuierlich erhobenen Verkehrsverhaltensdaten der Wiener Bevölkerung den Fußverkehr von 2010 bis 2014 zu analysieren. 2014 hat die Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) eine Erhöhung der Personenzahl bei der Stichprobe von 2.000 auf 4.000 beauftragt. Dadurch wurde das Ergebnis präziser.

Studieninhalte - Auszug

Resümee

Eine Frau geht an Blumen vorbei.

Erklärtes Ziel der Stadt Wien ist es, den Fußwegeanteil auf dem hohem Niveau von 2014 mit 26 Prozent zu halten beziehungsweise noch zu steigern. Dies kann nur durch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie den Ausbau der Fußgänger*innen-Infrastruktur erreicht werden. Je größer die Zufriedenheit mit der Infrastruktur im Wohnumfeld ist, umso häufiger werden Wege zu Fuß zurückgelegt.

Durchhaus Sünnhof im 3. Bezirk

Durchgehend frei begehbare Gehsteigbreiten von zwei Metern, Verweilmöglichkeiten und alltagstaugliches, witterungsbeständiges Stadtmobiliar sind ebenso wichtig wie ausreichende und gut situierte Sitzgelegenheiten, Schattenspender, Bepflanzungen oder Trinkbrunnen. Auf eine gute Durchwegung der Grätzel - insbesondere auf die Wiener Tradition der Durchhäuser sollte besonders geachtet werden. Auch möglichst direkte Wege und die fußläufige Erreichbarkeit von Einrichtungen des täglichen Bedarfs sind von zentraler Bedeutung. In den Stadtentwicklungsgebieten muss durch eine kompakte Siedlungsstruktur sowie einer Durchmischung der Nutzungsarten sichergestellt werden, dass möglichst viele Ziele fußläufig erreichbar sind.

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