Superblocks-Pilotstudie - Supergrätzl Volkertviertel

Für das beispielhafte Planungsgebiet Volkertviertel im 2. Bezirk wurde von 2020 bis 2021 eine Superblock-Pilotstudie durchgeführt. Das Superblock-Konzept ist ein Planungsinstrument, um Straßenräume umzugestalten:

  • Trägt zur Reduktion urbaner Hitzeinseln bei
  • Verbessert die Bedingungen für Gehen und Radfahren
  • Schafft verkehrsberuhigte Bereiche mit erhöhter Aufenthaltsqualität
Grafik zeigt die Ausangssituation gegenüber der Superblocks-Situation mit beruhigtem Verkehr

Das Superblock Konzept schafft verkehrsberuhigte Bereiche in denen der Durchzugsverkehr unterbunden wird. Bestehende Garagen und Hauszufahrten bleiben weiterhin uneingeschränkt erreichbar.

Das Superblock-Konzept dient zur Analyse, Planung und Verwaltung kleinräumiger Stadtstrukturen unterhalb der Bezirksebene. Superblocks schaffen lebenswerte Wohnumfelder mit Möglichkeiten für neue Nutzungsangebote und -qualitäten im öffentlichen Raum. Somit sind Superblocks eine Planungsinnovation, die sich auf die Mobilität, Umweltqualität, lokale Wirtschaft, BürgerInnen-Beteiligung, grüne Infrastruktur und auf den öffentlichen Raum auswirken kann.

Vom Superblock zum Wiener Supergrätzl

Visualisierung des Volkertviertels mit bunten Linien auf schwarz-weiß Stadtplan

Untersuchungsgebiet der Superblock-Pilotstudie im Volkertviertel

Die Pilotstudie schafft strategische Grundlagen für Superblock-Umsetzungen in Wien und entwickelt Methoden für zukünftige Umsetzungsprozesse von Planungsprojekten im Superblock-Maßstab. Beispielhaftes Planungsgebiet war dabei das Volkertviertel im 2. Bezirk. Es wird begrenzt durch die Straßenabschnitte Taborstraße 62-80, Am Tabor 2-34, Nordbahnstraße 34-48, Mühlfeldgasse 1-15 und Heinestraße 1-23.

Die Studie analysierte das Volkertviertel hinsichtlich notwendiger Planungsgrundlagen. Auch Maßnahmenvorschläge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität wurden erarbeitet.

Als Wiener Version des Wortes "Superblock" dient "Supergrätzl". Damit wird verdeutlicht, dass das Planungsinstrument Superblock die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, aktive Mobilitätsformen sowie das Miteinander und die Teilhabe im Grätzl fördern kann.

Internationale Beispiele

Bisher wurde das Superblock-Konzept in mehreren spanischen Städten umgesetzt. Das Superblock-Konzept wurde erstmals im Mobilitätsplan 2013 bis 2018 der Stadt Barcelona vorgestellt. Es wird dort aktuell als eines der wichtigsten Planungsinstrumente eingesetzt. Auch in Berlin sind Superblock-Pilotprojekte in Vorbereitung, die auf der Initiative von Bürgerinnen und Bürgern basieren. In Berlin werden die Superblocks "Kiezblocks" genannt.

Das Superblock-Konzept bietet auch für Städte in Österreich bedeutendes Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung. Aus diesem Grund wird das Superblock-Konzept nun auch als mögliches Konzept für die Stadtentwicklung in Wien untersucht.

BürgerInnen-Beteiligung

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche gab es von 18. bis 20. September 2020 die Möglichkeit sich im Straßenlabor zum Supergrätzl Volkertviertel zu informieren und eigene Ideen einzubringen. Mehr Informationen erhalten Sie im Newsletter der Stadtentwicklung.

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