TRANSFORMplus

Das Projekt "TRANSFORMplus" wird durch den Klima- und Energiefonds der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gefördert und hat eine Laufzeit von März 2013 bis Februar 2016.

Ziel des Projektes ist es, die im EU-Projekt "TRANSFORM" vorgesehenen österreichischen Beiträge inhaltlich und operativ vorzubereiten und zu unterstützen.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse für den Austausch mit den Partnerstädten aufbereitet. Dazu zählen die Organisation des gesamtstädtischen Stakeholder-Prozesses, die Erarbeitung und Anpassung der Datenbasis für entscheidungsunterstützende Modelle (decision support environment) und die Arbeit an Umsetzungsplänen (Implementation Plans) und Pilotprojekten für die Beispielstadtteile "Liesing-Groß Erlaa" und "aspern Seestadt" (Smart Urban Labs).

Vor dem Hintergrund, eine gesamtstädtische Smart City-Transformationsagenda zu erarbeiten, sollen im Rahmen der zwei gebietsspezifischen Umsetzungspläne modernste Technologien für intelligente Gebäude, Mobilitätsdienste und Energiesysteme in die Stadtteilplanung integriert werden.

Dabei arbeitet die Stadt Wien eng mit den relevanten lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie Stakeholdern zusammen. Die Einbeziehung von Nutzerinnen und Nutzern sowie der Bewohnerinnen und Bewohner ist bei der Stadtteilentwicklung ein wesentliches Anliegen.

In den Umsetzungsplänen für die beiden "Smart Urban Labs" werden systemübergreifend erarbeitete Projekte und Maßnahmen für die jeweiligen Stadtteile enthalten sein und somit zu technischen, ökonomischen und methodischen Schnittstellen beitragen.

Projektinhalte

Das Projekt zielt darauf ab, durch den kontinuierlichen Austausch mit relevanten Stakeholdern Folgerungen zu Smart City-Strategien und -Maßnahmen sowohl für die ausgewählten Stadtteile als auch für das gesamte Stadtgebiet (und andere österreichische Städte) abzuleiten. Dabei erfolgt die Strategieentwicklung gezielt für Planungsvorgänge in Bereichen wie Stadtplanung, Wohnbau, Verkehr und Energiesystementwicklung.

Zur Unterstützung dieser Prozesse werden relevante Daten (wie zum Beispiel spezifische Kosten und Wirkungen von Energieinfrastruktur und Energieeffizienzmaßnahmen, Anlagen erneuerbarer Energiegewinnung) aufbereitet und für Entscheidungsverfahren zugänglich gemacht.

Durch den internationalen Austausch und die Rückkopplung im "TRANSFORM"-Projekt entstehen Prozessimpulse wie die zielfokussierte Vernetzung relevanter Akteurinnen und Akteure, die Bündelung von Wissen und Erfahrungen, die gemeinsame Erarbeitung von nachhaltigen Strategien und der Nutzen von Interdisziplinarität und Synergieeffekten. Die Aufbereitung und Kommunikation der Ergebnisse von "TRANSFORMplus" soll außerdem dazu beitragen, vergleichbare Entwicklungen in weiteren österreichischen und europäischen Städten zu unterstützen.

Pilotprojekte

Bei den beiden Pilotprojekten geht es darum, die konkrete Stadtteilentwicklung in den Smart Urban Labs "aspern Seestadt" und "Liesing-Groß Erlaa" mit integrierten und umfassenden Umsetzungsplänen und Pilotprojekten zu unterstützen. Dabei werden wesentliche konzeptionelle Beiträge zu Smart City-Stadtteilen ganzheitlich mit vor Ort relevanten Akteurinnen und Akteuren entwickelt und kommuniziert. Die Pilotprojekte sollen zum Smart City-Ziel beitragen, um langfristig einen Nettonullenergie- und neutralen Emissions-Standard in Stadtteilen zu erreichen.

Liesing-Groß Erlaa

Video "Smarte Elektromobilität in Liesing"

Für "Liesing-Groß Erlaa" wird im Bereich Mobilität und Transport das Pilotprojekt "e-delivery on demand" im Industriegebiet Liesing erarbeitet. Damit soll für die dort ansässigen Betriebe ein bedarfsgerechtes und kostengünstiges Logistik-Pooling-Modell für Kleintransportfahrzeuge mit Elektromobilität konzipiert werden. Neben der Kostenersparnis für die Nutzerinnen und Nutzer besteht ein wesentlicher Vorteil in der Emissionsverringerung durch die (Mehrfach-)Nutzung von Elektrofahrzeugen.

aspern Seestadt

Grafik: Weg der Infrastruktur-Daten (Energie, Gebäude, Mobilität, Umwelt) über Schnittstellen zu Apps (Smart Citizen Assistants)

Konzipiert werden soll ein "Smart Citizen Assistant" für aspern Seestadt, der den Bewohnerinnen und Bewohnern den Energieverbrauch transparent veranschaulichen soll. Ziel ist es, durch eine neuartige Schnittstelle die relevanten Daten individuell und zeitnah für verständliche Endanwendungen auf (mobilen) Endgeräten bereitzustellen. Dieser Assistent soll den Anwenderinnen und Anwendern als Beispiel-Applikation (Energieverbrauchsmonitor) eine Übersicht über ihre Energiedaten (Strom) präsentieren und zudem wichtige lokale Informationen bieten. Auf diese Weise werden der Kontext zwischen Verhalten von Nutzerinnen und Nutzern und dem Energieverbrauch hergestellt und damit die Bewusstseinsbildung für Umwelt- und Klimaschutz angeregt.


Rahmendaten

Das Projekt TRANSFORMplus wird durch den Klima- und Energiefonds der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert.

  • Koordinator: ÖIR GmbH (in Zusammenarbeit mit der MA 18)
  • Laufzeit: März 2013 bis Februar 2016
  • Gesamtbudget: 1.912.689 Euro
  • FFG-Beitrag: 1.300.000 Euro

Projektpartnerinnen und Projektpartner

  • ARAC GmbH Europcar Licensee
  • Austrian Institute of Technology GmbH, Energy Department
  • ENERGIECOMFORT Energie- und Gebäudemanagement GmbH
  • ETA Umweltmanagement GmbH
  • Magistrat der Stadt Wien, Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18)
  • Magistrat der Stadt Wien, Abteilung Energieplanung (MA 20)
  • Magistrat der Stadt Wien, Abteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung (MA 21)
  • Neue Urbane Mobilität Wien GmbH
  • ÖIR GmbH
  • Siemens AG Österreich
  • TU Wien, Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
  • Wien 3420 Aspern Development AG
  • Wien Energie GmbH
  • Wien Energie Stromnetz GmbH
  • Wiener Stadtwerke Holding AG
  • WU Wien, Institut für Logistik und Transportwirtschaft

Publikation

Zu diesem Projekt wurde ein Info-Folder in deutscher und englischer Sprache erstellt, der bei verschiedenen Veranstaltungen zur Verteilung gelangt. Die Folder stehen im Wissensmanagement als Download zur Verfügung und können auch über den Webshop gratis bestellt werden.

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gefördert.

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