Semmelweis-Areal

Die zukünftige Nutzung und Zugänglichkeit des Semmelweis-Areals im 18. Bezirk wird mit einem neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan abgesichert.

Luftbild des Semmelweis-Areals mit Markierungen

Luftbildaufnahme des Semmelweis-Areals

Das Semmelweis-Areal mit der ehemals dort untergebrachten Geburtsklinik ist für viele Wienerinnen und Wiener ein wichtiger und besonders erhaltenswerter städtischer Grünraum. Dieser Verantwortung ist sich die Stadt Wien bewusst.

Stadtplanausschnitt des Semmelweis-Areals mit Markierungen

Baublock zwischen Hockegasse, Erndtgasse, Bastiengasse und Scheibenberggasse

Mitte des Jahres 2019 ist die Semmelweis-Frauenklinik in das neue Krankenhaus Nord in Wien Floridsdorf übersiedelt. Um die Qualitäten des Areals auch nach der Verlegung der Semmelweis-Klinik sicherstellen zu können, wurde im September 2018 für den gesamten Baublock zwischen Hockegasse, Erndtgasse, Bastiengasse und Scheibenberggasse eine auf 3 Jahre befristete Bausperre festgesetzt.

In dieser Zeit wurde ein neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erarbeitet.


Ziele und wesentliche Inhalte des Planentwurfs

  • Flächen für Einrichtungen, die der Öffentlichkeit dienen, sollen langfristig sichergestellt werden. Insbesondere sind dies Zwecke für Bildung, Kultur und Soziales, ebenso wie Zwecke, die vorrangige stadtplanerische Zielsetzungen der Stadt verfolgen.
  • Das denkmalgeschützte Ensemble und der vorhandene Baumbestand sollen erhalten werden. Die festgesetzte Schutzzone im Bereich der Pavillons trägt ebenfalls zum Erhalt beziehungsweise der behutsamen Weiterentwicklung des erhaltungswürdigen Erscheinungsbildes bei.
  • Die Nutzung der historischen Pavillons soll mittels Zweckbestimmung auf Bildungszwecke sowie soziale oder kulturelle Zwecke beschränkt werden. Eine Nutzerin in diesem Sinne ist das bereits bestehende private Musik-Gymnasium "Amadeus International School Vienna". Die Schule startete im Herbst 2012 ihren Betrieb und nutzt aktuell 2 Pavillons der ehemaligen Semmelweis-Klinik. Der neue Flächenwidmungs- und Bebauungsplan bietet die Grundlage, damit weitere Bildungs-, Sozial- oder Kultureinrichtungen die derzeit leerstehenden und denkmalgeschützten Gebäude wieder mit Leben füllen und sie so für die Zukunft bewahrt bleiben.
  • Die Baulandausdehnung für die Pavillons soll dabei bestandsorientiert beziehungsweise in Kombination mit einem angemessenen Spielraum ausgewiesen werden. So soll künftigen Entwicklungen ein entsprechender Handlungsrahmen ermöglicht werden, etwa für bauliche Maßnahmen zur barrierefreien Erschließung oder im Hinblick auf etwaige Nutzungsanforderungen von künftigen Bildungs-, Sozial- oder Kultureinrichtungen.
  • Weite Teile der historischen Parkanlage sollen von Bauland in Grünland/Parkschutzgebiet umgewidmet werden. Dies entspricht über 21 Prozent des gesamten Plangebiets. Gemeinsam mit der rechtlichen Absicherung der Zugänglichkeit wird dieser für den umliegenden Stadtteil wichtige Grünraum nachhaltig abgesichert.

Kontakt und Beteiligung

Die öffentliche Auflage und damit verbunden die Möglichkeit Stellungnahmen abzugeben, lief von 14. Jänner bis 25. Februar 2021. Die eingebrachten Stellungnahmen werden in weiterer Folge bearbeitet und dem Gemeinderat berichtet.

Am 21. Jänner 2021 fand eine Online-Infostunde statt. Die Fachexpertinnen und Fachexperten erklärten den Plan und beantworteten Fragen der Bürgerinnen und Bürger.

Fragen, Wünsche und Anregungen können Sie jederzeit per E-Mail an mitreden@ma21.wien.gv.at übermitteln. Fachexpertinnen und Fachexperten beantworten gerne Ihre Fragen.

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