Semmelweis-Areal

Für das Semmelweis-Areal im 18. Bezirk wird nach der Übersiedelung der Frauenklinik ins Krankenhaus Nord ein neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erarbeitet.

Luftbild des Semmelweis-Areals mit Markierungen

Luftbildaufnahme des Semmelweis-Areals

Das Semmelweis-Areal mit der ehemals dort untergebrachten Geburtsklinik ist für viele Wienerinnen und Wiener ein wichtiger und besonders erhaltenswerter städtischer Grünraum. Dieser Verantwortung ist sich die Stadt Wien bewusst.

Mit der "Amadeus International School Vienna", einem privaten Musik-Gymnasium auf Top-Niveau, konnte ein Partner gefunden werden, der dieser Verantwortung Rechnung trägt. Die Schule auf dem Semmelweis-Areal startete im Herbst 2012 ihren Betrieb und nutzt aktuell 2 Pavillons der ehemaligen Semmelweis-Klinik. Die unter Denkmalschutz sowie in einer Schutzzone stehenden Gebäude können so geschützt und revitalisiert werden. Die Schule wird als Internat geführt, in dem ein Großteil der Schülerinnen und Schüler auch wohnt. Aus diesem Grund bleibt das Verkehrsaufkommen annähernd gleich und führt zu keiner Belastung im Bezirk.

Nachnutzung des Semmelweis-Areals

Mitte des Jahres 2019 ist die Semmelweis-Frauenklinik in das neue Krankenhaus Nord in Wien Floridsdorf übersiedelt. Um die Qualitäten des Areals auch nach der Verlegung der Semmelweis-Klinik sicherstellen zu können, wurde im September 2018 für den gesamten Baublock zwischen Hockegasse, Erndtgasse, Basteiengasse und Scheibenberggasse eine auf 3 Jahre befristete Bausperre festgesetzt. In diesem Zeitraum wird ein neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erarbeitet.

Stadtplanausschnitt des Semmelweis-Areals mit Markierungen

Baublock zwischen Hockegasse, Erndtgasse, Basteiengasse und Scheibenberggasse

Wesentliche Zielsetzungen hierbei sind die langfristige Sicherstellung von Flächen für Einrichtungen, die der Öffentlichkeit dienen. Insbesondere sind dies Zwecke für Bildung, Kultur und Soziales, ebenso wie Zwecke, die vorrangige stadtplanerische Zielsetzungen der Stadt verfolgen. Außerdem soll dem Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles wie auch des vorhandenen Baumbestandes Rechnung getragen werden. Die festgesetzte Schutzzone im Bereich der Pavillons trägt ebenfalls zum Erhalt beziehungsweise der behutsamen Weiterentwicklung des erhaltungswürdigen Erscheinungsbildes bei.

Im Zeitraum der Bausperre findet keine Bekanntgabe von Bebauungsbestimmungen statt. Vor der Entscheidung über Grundabteilungen, Neu-, Zu-, Umbauten sowie Abbrüche von Bauwerken ist eine Stellungnahme des für Stadtplanung zuständigen Gemeinderatsausschusses einzuholen. Die Bewilligung von Vorhaben bedarf damit eines erweiterten Genehmigungsverfahrens, in dem unter anderem die Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit den Zielen der Stadtplanung vertiefend überprüft wird. So wird verhindert, dass unerwünschte Bauführungen bis zur Neufestsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans getätigt werden können.

Bei weiteren Planungsschritten wird die Bevölkerung laufend informiert.

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