Nachlese zur Ausstellung "Platz für die Stadt - Schwedenplatz-Morzinplatz"

Luftbildaufnahme Morzinplatz und Schwedenplatz

In der Ausstellung "Platz für die Stadt" im Wien Museum im Herbst 2011 wurde das Areal Schwedenplatz-Morzinplatz aus stadtgeschichtlicher Perspektive betrachtet. Es wurden die besonderen Eigenschaften des Gebietes aufgezeigt. Auch bisherige Planungen und Projekte wurden auf einzelnen Ausstellungstafeln präsentiert.


  • Hafen und Strand
    • Wien war im Mittelalter eine Hafenstadt, wuchs und gedieh durch seine Nähe zum Fluss. Noch im 19. Jahrhundert war die Uferzone ein lebendiges Marktgebiet: 3 MB PDF47 KB RTF
  • Boulevard am Fluss
    • Für wenige Jahrzehnte konnte man neben dem Flussufer flanieren. Schon um 1900 trennte aber die Stadtbahn den Fluss von der Stadt und schuf die bis heute wirksame Kante zum Donaukanal: 217 KB PDF12 KB RTF
  • Tor zur "Stadt"
    • Erstmals um 1900 wurde eine direkte Verbindung von der Rotenturmstraße in den 2. Bezirk gelegt und damit ein Tor zur Innenstadt geschaffen: 285 KB PDF13 KB RTF
  • Schreckensort und Gedächtnisareal
    • Der Nationalsozialismus prägt bis heute die Wahrnehmung des Areals. Das Hôtel Métropole wurde 1938 von der Gestapo zu ihrer Leitstelle umgewandelt. 1945 zerstört, entstand an seiner Stelle ein Neubau. Bis heute ist der Morzinplatz mit dem Gedenken an die NS-Opfer verbunden:
  • Nachkriegsbrache
    • Die Kampfhandlungen im April 1945 hinterließen den Donaukanal als Trümmerzone. Fast sämtliche Brücken waren zerstört, ein Großteil der Häuser auf beiden Seiten Ruinen. Ein 1946 für den Donaukanal ausgerufener Wettbewerb brachte interessante Ideen:
  • Kreativviertel
    • Seit den 1960er-Jahren zog die Gegend um Schwedenplatz und Morzinplatz Kulturschaffende aus vielen Bereichen an: 211 KB PDF12 KB RTF
  • Feierzone
    • In den frühen 1980er-Jahren entstand das Bermuda-Dreieck. Das ehemalige Textilviertel wandelte sich zum Freizeitviertel: 1,2 MB PDF10 KB RTF
  • Highway, Bahnhof, Schiffsstation
    • Nur Flugzeuge landen nicht am Schwedenplatz. Sonst ist hier jedes Verkehrsmittel vertreten: 229 KB PDF10 KB RTF
  • Versuchsraum
    • Gerade weil in den letzten Jahrzehnten so wenig passiert ist, ist es für Architektinnen und Architekten ein Anreiz, hier neue Architektur zu entwickeln. Aber auch die Ziele der Stadtentwicklung wie Rückgewinnung des öffentlichen Raums oder innerstädtische Verbindungen und Entlastung von Tourismuspfaden lassen sich hier gut umsetzen:
  • Standort mit Potenzial

Bildergalerie

Zeichnung: links ein Fluss, daneben aufgeweiteter Bereich mit Personen, die spazieren gehen

Franz-Josefs-Kai von Nordosten gesehen, 1865, nach einer Lithografie von Rudolf von Alt

Schwarz-Weiß-Fotografie: am Flussufer im Vordergrund aufgereihte Boote und Ladegut

Anlegen und Entladen der Schiffe am Donaukanal, um 1885


Nachtaufnahme, im Hintergrund Häuser, davor Platz mit rosa gefärbt bestrahltem Rechteck

Projekt "Rosa Platz" von Hans Kupelwieser, 2006, Monument für NS-Opfergruppen der Homosexuellen und Transgender-Personen

Fotomontage: erhöhter Blick auf Morzinplatz und Gebäudezeile gegenüber

Projekt "Innere Stadtkante" von Michael Wagner, 2010, Blick von der Ruprechtskirche Richtung 2. Bezirk

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