Kulturjuwel Otto-Wagner-Areal erhalten und entwickeln

Der Pavillon 10 am Otto-Wagner-Areal

Das Ziel der Stadt Wien ist es, das historisch einzigartige Otto-Wagner-Areal nach der aktuellen Nutzung durch den Wiener Gesundheitsverbund zu erhalten und zu entwickeln. Dieses für Wien so bedeutende Kulturgut soll langfristig in einen Wissenschafts-, Kultur- und Bildungsstandort transformiert werden, an dem auch soziale und gesundheitsbezogene Nutzungen denkbar sind.

Künftige Nutzungen des Areals sollen die Ergebnisse des Mediationsverfahrens mit den Anrainerinnen und Anrainern berücksichtigen und damit auch die Bedürfnisse der Bevölkerung und der beiden angrenzenden Bezirke erfüllen.

Die Stadt Wien bekennt sich dazu,

  • das Otto-Wagner-Areal in seiner Gesamtheit zu entwickeln,
  • die historische Gebäudesubstanz zu erhalten,
  • das Areal dauerhaft im Eigentum der Stadt Wien zu belassen,
  • universitären, sozialen und kulturellen Nutzungen Vorrang einzuräumen,
  • die Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit sicherzustellen sowie
  • für die Nutzung bestimmter Gebäude (zum Beispiel Theater) eine dauerhafte Möglichkeit der Mitbestimmung zu erlangen.

Attraktive und langfristige "Ankermieter" wie die Central European University (CEU), die ihre Absicht bekundet hat, ihren universitären Betrieb von Budapest nach Wien zu verlagern, können für die Gesamtentwicklung des Areals den entscheidenden Impuls setzen und langfristig ein Anziehungselement für ähnliche Nutzungen auf dem "Restareal" sein.

Auf strategischer Ebene ist die in der Baudirektion eingerichtete Projektkoordination für die Entwicklung des Gesamtareals und die Schaffung der Voraussetzungen für eine Verwertung des Areals verantwortlich. Die Ansiedlung der Central European University (CEU) am Areal ist ein Teilprojekt, mit welchem die Wirtschaftsagentur Wien operativ betraut wurde.

Kulturjuwel, Grünflächen und öffentliche Wege werden gesichert

Darstellung des Otto-Wagner-Areals mit bestehenden und geplanten Gebäuden

Schon bisher ist der historische Gebäudebestand durch den Denkmalschutz und durch die Schutzzone, die seit 2006 für das historische Ensemble gilt, gesichert. Die Stadt Wien hat die Abteilung Stadtteilplanung und Flächenwidmung beauftragt, die Ergebnisse aus der BürgerInnen-Beteiligung und den ExpertInnen-Gremien für die zukünftige Nutzung des Areals in einer neuen Flächenwidmung festzuschreiben.

Die neue Flächenwidmung enthält folgende Grundsätze:

  • Eine Bebauung zwischen den Pavillons wird nicht möglich sein. Dadurch bleiben alle Grünflächen im Hauptteil und im westlichen Sanatoriumsbereich unangetastet.
  • An den Gebäuden selbst werden nur minimale Veränderungen erlaubt - wie etwa für einen barrierefreien Zugang. Alle Änderungen müssen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen.
  • Die Grünflächen zwischen Sanatoriumsbereich und Hauptareal beziehungweise Ostareal bleiben bestehen und werden von Bauland in Grünland umgewidmet. Auch die zentrale Sichtachse Pathologie - Kirche wird freigehalten. Eine Verbauung ist damit ausgeschlossen.
  • Im ehemaligen Wirtschaftsareal im Osten wird die Widmung auf genau jenes Minimum reduziert, das die Planung der ExpertInnen-Kommission empfiehlt und das eine Eingliederung des Bereichs in das Gesamtensemble ermöglicht.
  • Das gesamte Erholungsgebiet Steinhofgründe bleibt erhalten.

Der neue Flächenwidmungsplan (8139) lag von 9. Jänner bis 20. Februar 2020 öffentlich auf. In diesem Zeitraum hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Der Flächenwidmungsplan wurde am 24. Juni 2020 vom Wiener Gemeinderat beschlossen.

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