Lösung für Otto-Wagner-Areal steht

Visualisierung von Wohnungen des künftigen Otto-Wagner-Areals

Um eine Lösung für die künftige Nutzung des Otto-Wagner-Areals zu finden, wurde von der Stadt Wien ein Mediationsverfahren eingeleitet. Dort waren Bürgerinnen und Bürger, die GESIBA sowie die Stadt eingebunden. Ergebnisse des Verfahrens waren Vorschläge für Nutzung sowie die Untersuchung einer möglichen Bebauung im Osten des Areals durch ein ExpertInnen-Gremium. Das hochrangig besetzte Gremium unter der Leitung von Architekt Adolf Krischanitz veröffentlichte im April 2013 eine neun Punkte umfassende Empfehlung. Ein Punkt der Empfehlung betrifft die Durchführung eines Entwicklungsplanungsverfahrens zur detaillierten Ausarbeitung der Bebauungsmöglichkeiten. Das Planungsergebnis liegt seit Anfang November vor. Die Wiener Stadtregierung hat jetzt entschieden, den Empfehlungen nachzukommen.

Planungsstadträtin Maria Vassilakou:

Es freut uns, dass im Verfahren ein positives Ergebnis erzielt werden konnte und eine Entwicklung angegangen werden kann, die der Bedeutung des Areals gerecht wird. Wir haben erreicht, dass 160 leistbare Wohnungen entstehen können, von denen rund ein Drittel für besondere soziale Gruppen reserviert sein wird.

Bürgermeister Michael Häupl:

Eine wesentliche Empfehlung des ExpertInnen-Gremiums ist, das Grundstück im Eigentum der öffentlichen Hand zu behalten. Auch dem sind wir nachgekommen.

2014 soll mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden. Daran anknüpfend wird auch eine Redimensionierung der Widmung vorgenommen, um die geringere Bebauungsdichte abzusichern.

Denkmalgeschütztes Ensemble bleibt unangetastet

Die Steinhofgründe werden wie bisher unangetastet bleiben. Die künftige Entwicklung des östlichen Otto-Wagner-Areals sieht vor, dass die Anzahl der ursprünglich geplanten 600 neuen Wohnungen auf 160 reduziert wird. Zusätzlich könnten durch Umnutzung der denkmalgeschützten Wirtschaftsgebäude bis zu 100 Wohnungen realisiert werden.

160 leistbare Wohnungen geplant

Es werden keine "Luxuswohnungen" entstehen, wie von einigen Anrainerinnen und Anrainern befürchtet, sondern leistbare Genossenschaftswohnungen mit einer Nettomiete von 7,50 Euro pro Quadratmeter. 40 der 160 Wohnungen werden vom Bauträger GESIBA in Zusammenarbeit mit sozialen Trägerorganisationen in Form von betreubarem Wohnen vergeben. Weitere vier Wohneinheiten werden als Wohngemeinschaften zur Verfügung gestellt, etwa für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. Zusätzliche 20 Wohnungen werden an Studierende vergeben. Somit ist sichergestellt, dass dem sozialen Wohnbaugedanken umfassend Rechnung getragen wird.

Grund bleibt im Eigentum der Stadt

Das Grundstück bleibt wie bisher im Eigentum der Stadt Wien. Statt einem Verkauf wird an die GESIBA ein Baurecht für 99 Jahre vergeben.

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Stadtentwicklung
Kontaktformular