Ablauf des Mediationsverfahrens Otto-Wagner-Areal

Hände gestikulierend

Das Mediationsverfahren für das Otto-Wagner-Areal wurde von Johannes Gotsmy und Alexander Neumann geleitet. Die Mediatoren sorgten für Verhandlungen auf Augenhöhe und eine unparteiische Ergebnissicherung. Ihre Aufgabe war es, vorab herauszufinden, welche Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure (wie zum Beispiel Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter der Bürgerinitiative, der Stadt Wien, et cetera) am Mediationsverfahren teilnehmen sollten. Die Mediatoren schlugen daher die Akteurinnen und Akteure für das Verfahren vor und luden sie zum Verhandlungstisch ein.

Ziel war, die unterschiedlichen Interessen von Bürgerinnen und Bürgern, Stadt Wien und weiterer Akteurinnen und Akteure auf einen Nenner zu bringen. Die Beauftragung erfolgte durch die Abteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung Innen-West (Bezirke 1-9 und 14-20) (MA 21 A).

Zweiphasiges Verfahren

Die Mediation unterteilte sich in zwei Phasen:

  • Vor-Mediation
  • Haupt-Mediation

Vor-Mediation

Die Vor-Mediation diente als Klärungsphase. Es wurden offene Fragen zum Mediationsverfahren beantwortet und erste Hindernisse ausgeräumt. Praktische und erfolgsrelevante Rahmenbedingungen wie Verhandlungsort, zeitlicher Rahmen, Termine, Geheimhaltungsinteressen, Öffentlichkeitsbeteiligung, Umgang mit der Presse oder Vertretungsbefugnisse wurden geklärt. Um die Interessen der verschiedenen Akteurinnen und Akteure zum weiteren Mediationsverfahren auszuarbeiten, fanden die Gespräche in einem ersten Schritt in Einzelgruppen statt.

Im zweiten Schritt folgten gemeinsame Termine aller Vertreterinnen und Vertreter, sogenannte Mediationssitzungen. Die Vor-Mediation schloss mit einem Mediationsvertrag, in dem die formalen Aspekte des weiteren Verfahrens festgehalten wurden. Dieser wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschrieben und hatte verbindlichen Charakter.

Haupt-Mediation

In der Mediationssitzung am 10. Juli 2012 wurde von der GESIBA, der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, der MA 21 A, Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Wien sowie von den Bürgerinitiativen Flötzersteig und Steinhof ein Vertrag unterzeichnet, der die Haupt-Mediation einleitete. Gegenstand des Verfahrens war das gesamte historische Areal des Otto-Wagner-Spitals. In der Mediation sollte Konsens über die möglichen Nutzungen sowie über Flächen und Baulichkeiten, in denen Nutzungen stattfinden soll, gefunden werden.

Bis Ende August 2012 fanden wöchentliche Sitzungen statt, in denen mit allen Beteiligten eine konsensuale Lösung für das östliche Areal - also die Flächen der GESIBA - erarbeitet werden sollte.

Mediationsvereinbarung unterzeichnet

Am 4. September 2012 wurde die Mediationsvereinbarung als gemeinsam erarbeitetes Abschlusspapier unterzeichnet. Es wurden sowohl allgemeine Prinzipien für die weitere Entwicklung des Gesamtareals als auch konkrete Nutzungsvorschläge in weitestgehendem Konsens erarbeitet. Diese beziehen sich unter anderem auf soziale und medizinnahe Einrichtungen, Bildung und Ausbildung sowie Kunst und Kultur.

Das Ziel einer konkreten Lösung für die Bebaubarkeit des Ostareals konnte mit der Zeitperspektive Ende August 2012 nicht erreicht werden. Konsens konnte jedoch erreicht werden, dass diesbezüglich ein Expertengremium Gebäude und Flächen unter dem Gesichtspunkt "schützenswerte Substanz des Gesamt-Ensembles" sowie unter besonderer Berücksichtigung der kulturhistorischen Bedeutung, Ökologie und Raumplanung beurteilen soll. Weiters wurde vorgeschlagen, die Mediationsrunde laufend über den Stand der Arbeit des Expertengremiums zu informieren und mit dieser weitere Schritte abzustimmen.

Präsentation der Ergebnisse

Wie das Areal des Otto-Wagner-Spitals in Zukunft aussehen und genutzt werden könnte, hat eine Expertinnen- und Expertenkommission unter Leitung des Architekten Adolf Krischanitz am 2. April 2013 dargelegt.

Ergebnisse der Mediation zum Otto-Wagner-Areal

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