Städtebauliches Verfahren - Nordwestbahnstraße 53

Für eine qualitätsvolle Entwicklung des Standortes wurde ein städtebauliches Entwurfsverfahren durchgeführt. Der ausgewählte Entwurf besticht durch ein hohes Angebot an Grün- und Freiräumen.

Von Jänner bis Mai 2020 wurde ein städtebauliches Entwurfsverfahren durchgeführt. 3 Architekturbüros (Querkraft Architekten, studio ederkrenn, feld72 Architekten) waren eingeladen, Entwürfe für eine neue Bebauung zu erstellen. In die Aufgabenstellung wurden folgende Aspekte miteinbezogen:

  • Städtebauliche Rahmenbedingungen laut Beschluss der Stadtentwicklungskommission
  • Rückmeldungen der Bevölkerung aus dem Informationsnachmittag vom November 2019

Der ausgewählte Entwurf

Stadtmodell

Das Beurteilungsgremium hat anhand von Kriterien den Entwurf des Büros Querkraft Architekten ausgewählt und zur Realisierung empfohlen.

Der ausgewählte Entwurf sieht eine Weiterentwicklung der für Wien typischen Blockrand-Bebauung vor. Die Gebäude sind unterschiedlich hoch. Das lockert das Gesamtvolumen auf, sodass die niedrigeren Gebäude immer wieder zusätzliche Belichtung und Durchblicke bieten.

Der Entwurf schlägt eine klare Verteilung der Nutzung vor:

  • Geförderte und freifinanzierte Wohnungen sind im Bereich zum benachbarten Gemeindebau, an der Heistergasse und in einem Teilbereich der Adolf-Gstöttner-Gasse vorgesehen.
  • Öffentliche Einrichtungen (unter anderem ein Kindergarten) sollen in einem Gebäudeteil an der Adolf-Gstöttner-Gasse und betriebliche Nutzungen an der Nordwestbahnstraße untergebracht werden.
  • Geschäftsflächen sind in den Erdgeschoss-Zonen an der Heistergasse und Adolf-Gstöttner-Gasse vorgesehen.
Stadtplanausschnitt zeigt Grünflächen

Der ausgewählte Entwurf sieht überdurchschnittlich viele Grün- und Freiräume vor. Begrünte Aufenthalts- und Spielbereiche auf 2 Ebenen im Innenhof und intensiv begrünte Dachgärten (Waldoasen) bieten angenehme Erholungsbereiche und eine Verbesserung des lokalen Stadtklimas.

Der städtebauliche Entwurf bildet die Grundlage für eine Neufestsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans.

Ablauf und Beteiligte

Mehrere Personen stehen rund um einen Tisch, auf dem ein Stadt-Modell steht

Ein Bewertungsgremium überprüfte und diskutierte die Bebauungsvorschläge der 3 eingeladenen Architekturbüros in einem 2-stufigen Prozess mit Dialog- und Atelierphasen. Das Bewertungsgremium setzte sich aus Architektinnen und Architekten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Wien, der Bezirkspolitik, der Wirtschaftsagentur und des Projektentwicklers JPI zusammen. Fachplanerinnen und Fachplaner aus den Bereichen Verkehr und Produktive Stadt begleiteten das Verfahren.

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