Überblick über das Städtebauliche Leitbild Nordwestbahnhof

Das Leitbild besticht durch seine großzügige Blockrandbebauung, die ruhige, grüne und halbprivate Freiflächen im Inneren ermöglicht. Eine Grüne Mitte mit einer öffentlichen Park-Esplanade durchzieht das Areal. Die Erdgeschosse entlang der Grünen Mitte sind mehrheitlich öffentlich zugänglichen Nutzungen vorbehalten. Dies können Cafés, Einkaufsmöglichkeiten, Kindertagesstätten, Fitnesseinrichtungen oder Servicepunkte sein.

Auf Höhe Traisengasse öffnet sich ein Platz zur Dresdner Straße mit einem Kultur- und Freizeitbereich. Weitere wichtige Schwerpunktnutzungen im Bereich Bildung und Kultur sollen an der Taborstraße im Süden und zwischen Stromstraße und Hellwagstraße im Norden des neuen Stadtviertels entstehen. Sie haben über das Nordwestbahnhofareal hinausgehende Bedeutung und tragen zur Vernetzung des neuen Stadtviertels mit der Umgebung bei.

Auch in verkehrlicher Hinsicht überzeugt das Leitbild. Die Erschließung erfolgt im Wesentlichen über Stichstraßen. Es wurden keine Durchgangsrouten für den Autoverkehr vorgesehen. Die verkehrliche Belastung durch das neue Stadtviertel soll, trotz seiner Lage im Zentrum des 20. Bezirks, so gering als möglich gehalten werden. Eine Schlüsselrolle wird dabei dem Öffentlichen Verkehr und dem Radverkehr sowie der Erschließung mit Fußwegen zukommen.

Visualisierung des grünen Zentrums des Nordwestbahnhofgeländes: Bäume, Schatten, Kieswege, Liegewiesen, im Hintergrund Gebäude
Visualisierung der geplanten Bebauung Wallensteinstraße nach Osten: mittelhohe Gebäude, ein Hochhaus als Landmark, Straßenzüge, Grünflächen

Kenndaten

  • Fläche des Areals: 44 Hektar
    • Davon öffentliche Grünanlagen: zehn Hektar
  • Bruttogeschossfläche: 730.000 bis 780.000 Quadratmeter
    • Davon Wohnen: 66 Prozent (entspricht circa 5.000 Wohnungen)
  • Einwohnerinnen und Einwohner: 11.800
  • Arbeitsplätze: 5.100
Lageplan des Nordwestbahnhofgeländes mit geplanter Bebauung: langgestreckter Park als Grüne Mitte, an beiden Seiten Gebäudeblöcke

Lageplan

Plan: Baufelder mit unterschiedlichen Nutzungen wie Wohnen, Büro und Verwaltung, Einzelhandel, Freizeit und Kultur, soziale Infrastruktur, Gewerbe oder öffentlich zugängliche Erdgeschoße

Nutzungen


Leitgedanken

Die Stadt muss leben.
In allen Bereichen und Facetten des städtischen Alltags wird dies als Leitgedanke für das neue Stadtquartier Nordwestbahnhof mitformuliert.
Vielfalt ermöglicht Eigenständigkeit.
Heterogene Umgebung und neue urbane Akzente schaffen spezifische Identität für das neue Stadtquartier.
Urbanität entsteht durch Mischung.
Urbane Nutzungsmischungen bilden die Grundlage für einen qualitätsvollen städtischen Alltag im Stadtquartier Nordwestbahnhof.
Offene Strukturen ermöglichen Koexistenz.
Das Miteinander unterschiedlichster Nutzergruppen bietet Gewähr für ein funktionierendes städtisches Leben.
Eine grüne Mitte bietet hohe Lebensqualität.
Der städtische Außenraum wird zum bestimmenden Bestandteil des neuen Stadtquartiers Nordwestbahnhof.
Urbane Mobilität schafft räumliche Qualität.
Das Mobilitätskonzept der urbanen Mobilität fördert den umweltfreundlichen Verkehr und vernetzt das Stadtquartier Nordwestbahnhof mit der Umgebung.
Identität wächst durch Entwicklung.
Das Miteinander von bestehenden und neuen Strukturen und die etappenweise Entwicklung bilden Grundlagen zur positiven Identität des neuen Stadtquartiers.
Regeln schaffen Flexibilität.
Einfache und klare Regeln sichern die städtebauliche Qualität im Areal und ermöglichen die Realisierung der einzelnen Projekte durch unterschiedliche Investoren sowie Architektinnen und Architekten.
Städtebauliche Qualität erzeugt Mehrwert.
Durch die städtebauliche Entwicklung im Areal des Nordwestbahnhofs werden hochwertige und vielfältige Adressen erzeugt.
Nachhaltigkeit ist eine Selbstverständlichkeit.
Das Stadtquartier Nordwestbahnhof wird zu einem vorbildlichen Projekt der nachhaltigen Stadtentwicklung.
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